Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 6,1): Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg (Land), Neustadt, Staufen und Waldkirch (Kreis Freiburg Land) — Tübingen u.a., 1904

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AMT FREIBURG.

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genommen den Zehnt und das Patronat (Fr. ÜB. II 473). Die Mönche siedelten dann
in die Stadt über und wohnten da in dem Alierheiligenkloster, bis ihnen dieses zu eng
wurde und sie 1696 sich im Schutterhofe niederliessen. Das Kloster war schon 1430
verbrannt, dann von Abt Erhart Rotkopf 1493 wieder aufgebaut, 1560 wieder total
vom Feuer verzehrt (FDA. II 251, XIV 76), desgl. 1704, worauf 1716 ein Neubau der
Kirche erfolgte, den Weihbischof Joh. Franz Anton ep. Utinensis 1725 konsekrirte,
indem zugleich der Grund-
stein zu einem neuen Kloster-
bau gelegt wurde (Annalistische
Aufzeichnungen von S. Peter,
FDA. XIV 81; Krieger
S. 631}.

Verzeichniss der Aebte,
Mönche und Vögte bei Krieger
S. 631 f. Zunächst übten die
Hohenberg das Vogteirecht
aus (ursprünglich sollte die
Abtei in der Wahl des Advo-
catus frei sein, FUB. I 214),
das sie 1293 mit der Burg
Wisenegge an die Freiburger
Patrizier Turner verkauften
(Mon. Hohenbergica 106), von
denen es 1318 an die Snewelin,
1372 an die Blumeneck, 1450
bezw. 1463 wieder an die
Snewelin von Landeck kam
(FUB. n 479)-

S. Märgen gehörte bis
1805 zur Landgrafschaft Breis-
gau; es wurde von den 1725
zurückgekehrten Mönchen bis
zu seiner Aufhebung 1807
bewohnt.

Die Kirche (cella s. Marie) wird seit 1217 erw. (Regg. Const. I 147 f.; als ordmis
s. Augustini 1316 (GLA.); gotzhws ze sant Marien celle 1267 u. s. f.; monasterium celle
s. Marie ordinis canonicorum regularium cum ecclesüs Hasla et Scherczingen 1360 bis
1370, Lib. marc). Ausser der Kirche stossen wir auf die Erwähnung zweier Kapellen,
von denen die eine in tum monasterii, quam Dietemarus abbas construxit, 1316 in honore
omnium sanctorum, s. Michaelis arch., corporis et sanguinis dorn. n. J. C, s. Augustini,
s. Nicolai, s. Erhardi epp. et s. Blasii, Benedicti, Bernhardi, Wilhelmi, Theobaidi et s. Antonit
conf. omniumque sanctorum (!) durch Fr. Berchtoldus ep. Symbonensis konsekrirt wird
(GLA.; FDA. II 230), die andere, dem h. Wolfgang geweiht, 1491 erwähnt ist (GLA.). (K.)

Die in den Jahren um 1725 unter Abt Andreas geplante, weitläufige Kirchen und
Kloster an läge des Augustiner Chorherrenstiftes zu Ehren der h. Jungfrau, deren Grund- Kiosieraniage

Fig,i2S. S.Mäi

Kirche. Stuccaluren über einer Thiir -,
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