Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 6,1): Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg (Land), Neustadt, Staufen und Waldkirch (Kreis Freiburg Land) — Tübingen u.a., 1904

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NACHTRÄGE

UND

BERICHTIGUNGEN

. AMT BREISACH

BREISACH. (Grösstentheils Mittheilungen des Herrn Otto Langer.)
6. Zu den Plänen noch zu verzeichnen der Plan der Festung nach 1698, Stich

von L. Loisel, s. Schau ins Land XXIII S. 45.
6. 'Wappen'. Ausser der erwähnten Urkunde von 1316 ist noch eine weitere,
mit dem Adlerstempel besiegelte Breisacher Schultheissen-Urkunde aus dem
13. (?) Jh. bekannt, s. Rosmann S. 196. — Das Wappen mit den sechs
Bergen findet sich ausserdem noch am Rathhausportal, am Grundbuchamt,
an der Kapfplatzmauer, am Radbrunnengebäude, am Rheinthor, an ver-
schiedenen Stellen im Münster, sowie an Geräthen daselbst.

6, Zeüe 28. Statt 'Klorer' 1. Clorer.

7. 'Römerherrschaft'. Münzen, namentlich Constantins, gefunden bei der Kanali-
sation; auch ältere Funde, darunter Votivstein erwähnt.

7, Zeile 35. Statt 'Eckardsberg' wohl überall die Schreibweise'Eckartsberg' ein-
zusetzen. ■—■ Fr. Panzer Deutsche Heldensage im Breisgau, Neujahrsblatt
der bad. hist. Kom. 1904, hat den Berg, dessen Namen seit dem 12. Jh.
bezeugt ist, mit der Eckehardssage in Beziehung gebracht und gezeigt, dass
die Ermanrich- und Dietrichsage das ganze Mittelalter hindurch am Oberrhein
in voller Kraft lebendig war.

9. Burg. Der südlich gelegene Palas besass zwei Treppenthürme. Widerlager
für die festen Theile der Zugbrücke sind noch vorhanden. Auf den Funda-
menten des Wartthurms steht heute der 1874 erbaute Tulla-Thurm. Die
zwei Bastionen an der Nord- und Südecke der Ostfront sind heute noch gut
kenntlich.

9, Zeile 38. Statt 'Speckthor' 1. Spekthor.

9. Thore: am Ende der Altgasse (früher Strassengasse) befand sich das sogen.
Landthor oder Freiburgerthor, welches jedoch 1637 durch das weiter westlich
gelegene Neuthor ersetzt wurde. 1830 kam dieses zum Abbruch; mit einem
Theil der dadurch gewonnenen behauenen Steine wurde die Eckartstreppe
bei der Eisenbahnbrücke hergestellt, an welcher die oberste Stufe in grosser
Schrift die Jahreszahl 1637 zeigt.
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