Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 6,1): Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg (Land), Neustadt, Staufen und Waldkirch (Kreis Freiburg Land) — Tübingen u.a., 1904

Seite: 379
DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kdm6bd1/0394
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
AMT NEUSTADT. — "HAMM KR EISEN BACH.

379

*4>Vi

Hammerbachthaies durch eine gewaltige Strebe (a) gestützt. — Ueber die Felsen des
Bregbachthales ragt die gewaltige Wand auf dreien in der ganzen Breite der Mauer
übereinanderliegenden und unten abgerundeten Konsolen (b) beträchtlich hinaus und
zeigt in der ganzen Länge hoch oben
Reste von Kragsteinen, welche zweifel-
los den abschliessenden hölzernen Wehr- ^
gang zu tragen bestimmt waren. Die ,|lj\ji
Mauer enthält allem Anschein nach .|-^
keine Hohlräume; der Aufstieg auf ^-äf 1
ihre Höhe erfolgte demnach wohl aus "%^ä
dem in der Ecke bei (c) angebaut -^?"^Ä
gewesenen Paias, dessen Rückseite
nach dem steil abfallenden Bregbach-
thale, dessen Vorderfront nach dem
etwas tiefer gelegenen Hofe bei (d)
und (e) schaute. Die hiervon erhaltenen
Umfassungsmauern (ca. 2 bis 2,50 m
stark) sind im Verbände der Schild-
mauer erstellt und von wenigen Oeff-
nungen durchbrochen; so bei (c) durch
eine roh mit Steinblöcken abgedeckte
Thüre, die wohl als Zugang einer dort
angeordneten Abortanlage diente, und
bei (d) durch das jetzt mit einer Stich-
kappe geschlossene Burgthor, neben
welchem bei (e) eine schmale Scharte
mit gemauerten Gewänden und roh
behauenem Sturz sich vorfindet. Die
Mauerzüge der Zwingeranlage (DJ, in
welcher wohl in der Richtung des
Pfeils der Burgweg emporführte, sind
nur noch wenig über dem Boden er-
halten und lassen die ehemalige Anlage,
namentlich auf der vordersten Berg- ^SpS
spitze, nicht mehr erkennen. "w4
Soweit nach den vorhandenen '!';|?§|
Resten eine Datirung möglich ist,
erscheinen die Ruinen frühestens aus
dem beginnenden 12. Jh. zu stammen;

wenigstens weist, auch wenn wir von Fig. 'j°- Jfuminerasenback.
Mauerverband, Konsolen und Bossen-
quadern der Schildmauer als fragwürdigen Beweismitteln absehen, doch das Fehlen von
Hohlräumen in letzterer, die mit rohen Steinblöcken abgedeckte Thüröifhung bei (c)
und auch die aus kaum behauenen Bruchsteinen gebildete Scharte fej auf eine sehr
frühe Zeit.

Nacji einer am Orte gef<

A'uine Ntu-I'ürstenberg.
loading ...