Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 1.1925-1926

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nicht eingetroffenes Ausstellungsgut bitten wir
an die Geschäftsstelle unserer Württembergischen
Arbeitsgemeinschaft Stuttgart, Eberhardstr. 3, zu
richten, die den Rücktransport durchgeführt hat.

Ueber die Internationale Kunstgewerbe-Aus-
stellung in Travemünde haben wir beim Aus-
stellungs- und Messeamt der deutschen Indu-
strie, bei der Kurverwaltung Travemünde und
bei verschiedenen Vertrauensleuten des DWB Er-
kundigungen eingezogen. Allen Mitgliedern,
welche sich nicht schon selbst gesagt haben, daß
eine Internationale Kunstgewerbe-Ausstellung in
Travemünde an sich eine Unmöglichkeit ist,
können wir von der Beteiligung nur abraten.

Jahresversammlung der Sächsischen Landcs-
stelle für Kunstgewerbe. Das Hauptthema der
diesjährigen Jahresversammlung am n. Novem-
ber war das Ausstellungswesen. In dem Vor-
mitlag-lleferat des Vorsitzenden Professor Groß
und in der anschließenden Aussprache wurde
Stellung genommen gegen die gegenwärtige
Ueberfülle an Ausstellungen. Verworfen wur-
den die Ausstellungen, die lediglich den Inter-
essen des Ausstellungsunternehmers dienen; den
großen Opfern der Aussteller müssen entweder
wirtschaftliche Vorteile (Messen!) oder kultu-
relle Interessen der Allgemeinheit entsprechen.
Soweit eine Forbewertung (Jury) nicht möglich

ist, muß durch A'oc/ibewertung die Ausstellungs-
erfahrung bereichert und festgelegt werden. —
Am Nachmittag sprach Dr. Riezler-Stettin über
die Ausstellungen in Paris und Monza, welche
die Abkehr von historischen Stilformen und An-
sätze zu einem neuen Weltstil dartun; der Vor-
sprung des deutschen Kunstgewerbes sei von
anderen Ländern fast eingeholt und könne nur
durch höchstwertige, charaktervolle Produktion
festgehalten werden.

Der Verfasser eines in Vorbereitung befind-
lichen Buches über das Thema „Wohnung und
Frau" wendet sich an uns mit der Bitte, ihm
bei der Beschaffung von geeignetem Abbildungs-
malerial behilflich zu sein. In dem Werk sol-
len insbesondere arbeitsparende Maschinen und
Einrichtungen erörtert und abgebildet werden,
die neben ihrer Zweckmäßigkeit auch schön in
der Form sind. In Frage kommen folgende
Gebiete: r. Wohnräume (auch Küchen) für den
Mittelstand mit eingebauten Möbeln, daneben
auch Einzelstücke; 2. arbeitsparende Herde (in
erster Linie Gas- und elektrische Herde); 3. Kü-
chenmaschinen und -geschirre; 4- Haushalts-
maschinen der verschiedensten Art. Wir bitten
unsere Mitglieder, die in Frage kommendes Ma-
terial besitzen und es für den vorgenannten
Zweck zur Verfügung stellen wollen, um Ein-
sendung an unsere Geschäftsslelle zwecks Wei-
terleilung an den Verfasser.

MITTEILUNGEN DES VERBANDES DEUTSCHER KUNSTGEWERBEVEREINE

Auf der Münchener Delegiertentagung im Juli
ds. Js. wurde beschlossen, den Delegiertentag
1926 in Hannover und Hildesheim abzuhalten.
Da jedoch der Dresdener Kunstgewerbeverein im
Jahre 1926 sein 5o. Bestehen feiert, sind die
Vereine dahin übereingekommen, daß der Dele-
giertentag 1926 in Dresden stattfinden soll, und
gleichzeitig ein allgemeiner Kunstgewerbetag aus-
geschrieben werden. Beides geschieht sowohl aus
Rücksicht auf die Feier des 5o. Bestehens des
Dresdener Kunstgewerbevereins, als auch mit
Rücksicht darauf, daß in Dresden 1926 sowohl
eine große Gartenbauaustellung wie auch eine
Internationale Kunstausstellung stattfinden soll.

Im Verein für Deutsches Kunstgewerbe Berlin
finden im Winter 1925-26 u. a. folgende Vor-
träge statt:

i3. 1. 1926, Garlendirektor Erwin Barth, Ber-
lin, „Die soziale und ästhetische Bedeutung öf-
fentlicher Gartenanlagen" (mit Lichtbildern).

27. 1. 1926, Prof. Dr. Hans Mackowsky, Ber-
lin, „Alte und neue Friedhofskunst" (mit Licht-
bildern).

10. 2. 1926, Geh.-Reg.-Rat Prof. Dr. Adolf
Miethe, Berlin, „Künstliches Gold und seine Ent-
stehung" (mit Lichtbildern).

2&. 2. 1926, Geh. Hofrat Dr. Peter Bruck-
mann, Hcilbronn, „Neuzeitliche Silberarbeiten"
(mit Lichtbildern).

Alle Vorträge beginnen 8 Uhr.

Die Verhandlungen über die Luxussteuer sind
noch nicht beendet.

Der Fachverband für die wirtschaftlichen In-
teressen des Kunstgewerbes E. V., Berlin, beab-
sichtigt eine 2. Generalversammlung einzube-
rufen, die sich mit der Frage des Fortbestehens
des Verbandes befassen soll.

Sämtliche Mitglieder der dem Verband ange-
schlossenen Vereine erhalten Heft Nr. 3 der
„Form" mit den Mitteilungen des Verbandes,
entsprechend dem Beschluß der Münchener Ta-
gung. Voraussetzung für die Uebersendung ist,
daß der Verein den für 1925 festgesetzten Ver-
bandsbeitrag an den Vorort Berlin abgeführt
hat.
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