Heidelberger Zeitung — 1863 (Juli bis Dezember)

Page: 322
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^arm^r, LtrümpL's, Hänäselnili^, IInt6r-
Iaok6u L L6inLl6iä6r, 01iä.l68, Oao1i6ii62,
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nahme:

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Lsräinos ü 1'NuUo, mixoä kivllos,
Voino Voino u. s. w.


68.1-1 V/M.

LeiomllemoniLvke 8prLeklekrmetkoäe.

Unterzeichneter erlaubt sich ergebcnst anznzcigen,
datz er vachstcn Monat etnen Lchrcursus der eng-
lische« und sranzöfischen Sprache für Kindcr
von 10 biS 16 Jahren zu eröffnen beabsichtigt. —
Nach Ablauf des Lnrsus wird eine öffenttiche Prü-
fung abgchatten werdcn. Näheres zu erfragen in
merner Wohnung. Lubwigsplatz Nr. 2.

(2) C. W. Nedden.

Denicnigen Bcluaiern ors Hciveiderger Schiosscs,
welche sich für dcn zahmcn Siorch (HanS) inttres-
sirten, der sich schon länger als 3 Zahre daselbst
befand, dienc zur Nachricht, daß derseibc gestcrn
durch gefühUost verwildertc Gaffenbuben todt-

Zu vorunethen. Auf 1. Novembcr dcr
drrtte Stock in dem Neubau der Academicstraße,
bcstehend aus 5 nach dcr Straße gehcnden Ztm-
mern nebst zwei freundtichen Gaubcn unb sonfti-
gem Zugehör. Zu erfragcn
(l)_Wcstlichc Hauptstraße Nr. 48.

Stadttheater in Heidelberg.

Freitag, den 2. Oktober.

Zweite Probevorstellung.

Zum ersteumale:

Zm Vorzimmer Seiner Excellenz.

Schauspiel in 1 Akt vou R. Hahn.

Hierauf:

Doktor und Frieseur

oder:

Die Sucht »ach Aüenteuern.

Pöfse in 2 Akten »on K. Kaiier.

Zu vermiethen 1 bis 2 Stuben, möblirt
Naheres bei der Erpedition dieser Zeitung. (16)

Fremdenliste

vom 30. Septembcr bis 1. Oktober.

lbrlnL L»rl. Wurz, Prof. a. Paris. Schönleber,
Kfm. a. Bieiigheim. Bonnefeld, Kjm. aus Fiäukjuri.
Qertel. Kaujm. aus Lahr. Frau Regierungs-Räthin
Finkenjchir mii Familie aus Beireuih. River, Propr.
auS Amcrika.

Itütvl ilcklcr. Mr. u. MrS. Moissen a. PariS.
Mr. Lerry a. Australien. Buschmann u. Gem. aus
Dresden. Salndccken u. Fam. a. Frankjurl am Main.
Recordan u. Fam. a. Lausanne. Schniaiicken u. Fam.
a. Heilbronn. Leidheck u. Gem. a. Glogau. Schmeling
u. Fam.', Guisbesitzer a. Schlesien. Hackland u. Fam.
a. Amstcrdam. Rohl, Ksm. a. Marburg. Baron von
Cromward und Dienschaft ans Wien. Löffer, Kaufm.
aus Kaffel.

ȟtel Hvlirlecker. Opp-nhcim, Kausm. aus
Hamburg. Brvfft, O.-Lieui. a. Frankfuri. Wellin II.
Sohn,'Hosralh a. KarlSruhe. Ward, Reni. a. Ncw-
Iork. v. Grone, Ritierguisb. a. Woiseiibüliei. Migautt
u. Buyier a. Bremen. Baronin von Vicüngstoff und
Scheijarejty mit Fam- u. Bed. a. Riißiand. Lohiell,
Rem. a. Uiigarii. Kaseiowsky II. Frau a. Äcrlin. Mad.
Sohl auS Sleitza. Diifor! uiii Frau aus Genf.

Illül«! Vlcloiii. Harkcr, Privat. auS London.
Dansey, Major ä. Liverpool. Bcckmann, Kaufm. aus
Altona. Koerstinger n. Genr. a. Düffeldorf. v. Wwm-
hald u. Fam. a. Schwede». Harrijon, Osstz. a. Eug-
land. Aiackmann aus Edinburg. Mdm. Hawcs »us
Zrland. Scholmanu, Kfm a. Leipzig.

Il«IIi»i>«Ior »»t. Wagner mit Gcm. a. Paris.
Steinbruck, Affeff. a. Berli». Purri u. Gem. aus
Hannovcr. Jwan von Grünerwaid aus der Schwe^.
Siegjricd aus Sirahburg. Prcudour mii Familie aus
Slrahburg

LluropLlsollbr »vk. Mr. u. Miß EngliSH,
Rent. a. Lviidon. Mr. u. Miß Osborne, Renl. auS
Englaud. Gebrüder Kaus mil Fam. aus Slraßburg.
Hennanii Hartwig a. Rotenburg. Miß James Burlon
u. Mr. Fritz Gerald a. Jrlaud. vr. Wihl, Rillcr v.
Schwarz a. Paris. E. Jaspar a. Ouncy.

llllusiülsoliSr Ilot Bilttou mil Familie uud
Dieiiersch. a. Loudon. Mad. Wclch ni. Dienersch. aus
New-Iork. Frau Barouin v. Goiard de Soncoiiion
nebst Dienersch. a. Esthland. Waison m Frau, Rent.
a. London.

IkrizoriGolier Illot'. Hensen, Apoih. a. Paris.
Fchleisen, Rent. a. Braunschweig. Siammer, Phoio-
graph aus Siuttgari. Paronei n. Fam, Rent, auS
Frankfuit, Mrs. Wcslau, Priv, a, England. Rehm,
Stiideni aus Basel.

II»ru»8tü>lter lllloll. v. Kodicky in. Fam. ,ans
Warjchau. Rückcri ni. Fr. a. Dresden. Wilingei, Rent.
a. Braunschweig. Roß, Capian a. Kai'isruhe. Larsen
m. Fr. aus Schweden. Bauichmidi, Ksm. auS Lübcck.
Dr. Becker a. Hamburg. Reyn, Ksm. aus Fianksuri.
Fels w. Fam. a. Darmstadi. Steinberg a. Cöln. Tho-
mas a. Holzhausen, Peyn, Ksm, a, Siegen,
lltittor Maas, Kjni. a. Frankfurt. Bcck, Kfm,
a. Düsseldors. Rneter, Kfm. a. Jserlohn, Wöhrle,
Baubeaniier a. Dinkelsspiel. Weriier, Kfm, a, Koln.
Cropp, Studi. a. Göttingen. Fr. Wilhclm n. Tochier
a. KariSruhc. Soldan, iIymnasiallchrer a. Marburg.
Diimar, Kfm. a. Cöln. Schmidi, Kfm. a, Jseriohn.
Düchcrhof, Kfm. a. Jseilohn. Schneider, Pfarrer auS
Neuendorf. Schncidci', Lehrer a, Magen, Schneidcr,
Cand, der Phil. a, Trier,

<-»I>1«»«8 llllorr. Fr, Döring m. Tochier aus !
Mainz. HaaS, Studi. a. Diüenburg. Schimper, Dok- !
ior a, Schwetzingen. Meyer, Mctzger a, Neustadi, !
Roeckler, Metzger a, Baden. Christ, Mctzger a. Dürk- !
heim. Hirsch, HandelSm, a. Bensheim, Oppenhcimer, !
Kfm. aus München, Hoffmann, Kfm. aus Franksurt. !
Oretz, Lehrer a. Achern.

<H»I«l«»08 «»88. Ehrmann, Ksni. aus Fried' !
berg. Eppstein mii Fam., Pari. a. Warichau. David, >
Ksm. a. Landau. Neuberger, Kjm. a. Sennfeld. Majer, !
Kfm. a. Baierihal. _

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Magazin, und kann soglcich gcgen billigcn Ntieihzins
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Heidelbcrg, 29. Scptembcr. Zch habe es sür
angemeffcn gehaiteii, auf dtc meiner Erktärung
in Nr. 226 d. Bl. von der Rcdaction angehängte
Bemerkung nicht zu antworten. — Da dieselbe aber
m Nr. 228 sich dic Freihcit nrmmt, mcinen Namen
wciter anzuführen, so halte ich es für Mannes-
pflicht, für denselben einzustehen und «eiter zu
antworten.

Dic Red. erlaubte sich, uber den Scgen dcs
Papstes, der das auch von unsercr bad. Verfaffung
anerkannte kirchlichc Oberhaupt der Katholiken ist,
in crner Weise öffentlich zu sprechcn, wclche jeden
Kätholiken, dem dicser Segen etwas wcrth ift,
deleidigcn mußte. Wir, dic wir diesen Standpnnkt
einnchmen, sind also in unscrem Rcügionsgefühlc
belcidigt «orden und diese öffentliche Belcidigung,
welche in Hcrabsctzung ciner uns heiiigcn religiösen
Handlung bestcht, legte unS die Psticht auf, die-
selbe auch öffentlich zu rügen. Wtr haben diese
Gewiffenspflicht erfüllt unb hnfften die Sache da-
mit crledigt. —

Die Rcd. jedoch ist andcrer Ansicht, indrm sic in
ihrem Anhängsel zu mciner Rüge verlangt, ich
möge ihr erlauben, die ausgesprochene Rüge ent-
schiedcn zurückzuweiseu und im llebrigen die Be-
urthcilung des härmloscn Scherzes dem aufgeklär-
ten kathol. Publikum zu nbcrlaffen.

Zch erlaubc indeffen dcr Redaction nicht dic
ausgesprochene Rüae zurückzuweiscn, ohne daß fic
Gründe für die Zurückwetsung angibt. Zch er-
laubc inSbesondere nicht, ben Angriff als cinen
hariylosen Scherz zu erklären. — Wenn man in
dem Artikel in Rr. 228 — aus Baden v. 26. Sept.
offen ausspricht, daß diese Preffe ctne ihrcr Auf-
gaben darin erblicke, gegen den Kaiholicismns an-
znkämpfen, so dürfen wir «vhi keck behaüpleii, daß
der Spott, den man mit dcm Sxgcn deS Papstcs
gctrieben hat, kein harmloser Scherz war, sondern
daß einc tendenzrösc Absicht zu Grundc lag und
wahrlich, charaktervoller wärc cS gewesen, auch hier
diese Absicht zu bekennen, als zu cinem derartigcn
unmanniichen Ausweg seinc Zustucht zu nehmen,
btese Betridigung im Gedrängc dann als eincn
harmlosen Scherz hinzustellen.

Wrr nicht aufgcklärtcn Katholiken verlangcn
überdieS als babische Staaisbürger, daß man un-
scre reügiösen Anschauungen wic alle anderen, wenn
auch nicht theile, Loch wcnigstens achtc und nicht
verspolte nnd in diesem unserem Verlangen stehen
wir aus dem Boden unserer Vcrfaffnng. So lange
die römisch kathoiische Religion in derseiben
ancrkannt tst, so tangc bestreiten wir der Red. dcr
Heid. Zcitung, wie jever anderen, das Rechi, uus
in unlcren romisch katholischcn reügiösen Anj'chau-
ungen zu kränken obcr sie verächtüch zu mache»,
ja auch »Iir „harmlosen Scherz" damit zu treibrn.

Gegen düfes Bestreben «ar unsere Rügc gerich-
tct, und wenn Rüge nicht gcnügt, weun man sic
sogar noch spöttisch zu machen sich erlaubt, fo pro-
testiren wir hiermit feterüchst. Wir wollen Fric-
dcn zwischen den rcügiöscn Anschauungen unb Eon-
fessionen, unb unserer Scite «ird man keinen Vor-
wurf machen könncn, diesen Frieden hi-r gestöri
zu haben; wir giauben aber auch zur Erhattung
LeS rcligiosen FriedcnS bkizutragcn, wcnn wir je-
dcm Vcrsiichc, unsere reiigiöscn Anschauungcn öf-
ftnliich iächcriich zu machcn, auch öffentlich ent-
schieden ciitgegi'ntretcn unb wenn wir daher auf
Provocätionc» öffenilich antworteii, so sind wir es
nicht, welche Len reiigiöscn Frieben gestört haben!

Dcr Artikct in Nr. 228 — aus Badcn 26. Scpt.
berührt mich cigenttich nicht; die Einstcchtung mei-
neS NamenS gibt mir aber auch hicr daS Rechi,
zn antworten. Da ich znfällig die Rcdcn der Pro-
ftfforen Hetüngcr und Hafner zu hören Gelegen-
heii haitc, so kann ich öffcnküch crkiären, daß auch
hier das Bcstreben der Rcd. 'zu Tagc tritt, alleS
Katholische, wo eS sich knndgibt, zu enistcllen und
zu verhöhnen. Betdc Rcdcn hatten im Zusammcn-
yangc ganz anderen Sinn und brauchen das Ur-
theii eines jedcn vorurtheüsfrcien, dcnkcnden M->n-
nes nicht zn fürchtcnz ich halte daher meinen Vor-
wurf gegen dtc Redaction so langc aufrecht, als
fie ntcht betde Redcn nach dem stenograph. Berichtc
zu ihrer Rechifcrtigung wörllich abdruckt.

I. Z. Liudau

im Auftrage ciner Anzahl hiesiger

Kaiholiken.

Dic Red. hat sich geweigert, vbige Enigegnung
auf ihre Provocation in den redactionellcn Theü
deS Blattes aufzunehmen. llm kcine Verzögerung
zu duldcn, eescheint solche dahcr als Znscrat.

Zndem ich diescs Vcrfahren der Oeffentlichkcit
nicht vorenthalten »jlll, wird das Gerichk cntschei-
den, ob die Redactwn zu btescr Zurückweisung be-
rechtigt ist. ^

I- H. Linda«.

Es «äre einc starkc Zumuthung, in cine Polcmik
aus vorstchenben uliramontanen Erguß des Hcrrn
Z. I. Lindau cinzugehen, und thcilen «ir dcnscl-
ben auf Kosten des Herrn Einseiiders mit, über-
zeugt, daß sich »as Machwerk von sclbft richten

Die gegen unS geschlcudertcn Jnvectiven vcrzeihen
wir dcm Einftndcr, weil wir thn bei Beurtheilung
der ganzen Sache nicht fürzurechnungsfähig halten.

Die Red. d. Heidelb. Ztg.

Rcdactton, Druck und Vcrlag von Adolph Emmerüng, VerlagS-Buchhandlung und Büchdruckerei in Hetdklberg.

Hiezu ein« Beilage: „Heidelberger gainilieublätter" Nr. liO.
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