Heidelberger Zeitung — 1863 (Juli bis Dezember)

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Uaiversttäts - Nachrichten.

Jn Fre ibürg' hat fich Hr. Dr. von Kahlden als
Prtvatdocent der philosophkschen Facultät a» hiesiger Hoch-
schule habtlttirt.

Vermischte Nachrichken.

Aus Bade». Während In Frclburg b-i der Fcicr
des 18. Ocwber d-S Militär nur durch eiue kleine Auzahl
V-teran-n in bürgerlicher Kl-idnng »ertretea war, und da«
acttde Osfieicrcorps durch da« Srscheinen °n d-n Fcniiern
glänzte, hat nach dem M- A. in Mannhetm Hr. Obrift
Delormc an da« aus dem Eicrcierplatz versammelte Regt-
mcnt über dtc Bedeutung dcS 18. OctvderS gesprochen and
ht-rbei nam-utltch tn schönen krästigen Zügen dte Stellung
und Arrfgabe der zum Schutze deS BaterlautcS uutcr dtc
Waffcn biruf-ucn deutschcu Männer hervorgchoden —
Au« stchirer Onelle wtrd dcm Schw. M. »on Freiburg
bertchlet. daß die V-isanimlnng der katbot. Geiftlichcn tn
Appcnwctcr mit stch selbft tn Wideispruch gekommen tft,
wic ste der ncuen Schuleinitchlung länipsend detkommen
könne, und daß man die Sache den Kaptteln überlasscn
wollc , irelche dcn Gegenftand prüfen und derathcn sollcn.
Dann soll erft von dicscn etne Versammlung veranstaltet
weidca, welcher di-Borschläge »orgclegt und nach Beschluß-
faffnng dem Erzbii'chof unterbrcilet wcrdcn. — ÄuS der
badischen Psalz rvird dcr Allgem. Ztg. beitchtet, daß stch
kürzlich eine Änzahl sogen. Conservativ - Liberaler, d. h.
Gegner der gegenwärtigcn Mchrhcit dcr bad. Abgcordnctcn-
kammer, an einem „stillen Plätzchen" znsammengesunden
und beschlossen haben, bei den koinmenden Ersatzwahlen zur
zweiten Kammer sich wcder alS Wähler, noch als Wabl-
beweibc, zu bctheiligen, anch ketne ctwaige Wahl gnzuneh-
men, nm ntcht dte Rollc vcilorener Poften sptelcn zn
müffcn.

KarlSruiire, s. Oct. Nachftehenie 8 Eanzleigehtlfen,
welchc fich der tm Mynat Scptembcr d. Z. ftattgchabten
Camiralasfiftcntcnpiüsnng unlerzogen haben, nämttch: Peter
Martin von Hügckshetm, Kail Frirdrtch Schmtdt von
Durlach, Fitdoltn Ämann von Rhctnhetm, Heinrich Eyer-
mann von Mannhetm, Angust Fnrlwängter von Nhcin-
helm, Karl Ludwlg Fäßler von Eonstanz, Eduard PinS
Gariz von Brchuien, Karl Eberltn von Hetdclberg, Johann
Edüard König von Grünssetd. und Mar Kletn von Bruchsal,
find nnter dtr Eameralasfiftcnten aufg-nomm-n wvrden.
Nach Eilaffe» großh. FtnanzministerinmS wllrde die er-
tcdtglc Untererheberstelle zu Waldshnt dem UiltcreiheberS-
gehilfen Rry t» Mannhcim und die dadurch erlcdtgte Ge-
htlfcnstellc bet dcr Stcucretnnchmeret I. tn Man^hcim dem
Uutererheber Allgeycr ta Jöhliugru, sodann dte det der
Haltnenkaffc Dürrheim erledtgte Buchhaltcrstclle dem setther
der Domäncnverwaltung Fretbnrg als Bnchhattrr beige-
geben'en Cameralasfistenten Friedrich Reinmuth von Hetdel-
bcrg übrrtragen. Zu Eanzletgchilfcn wurdcn crnannt: Äarl
Hetzcl »on Freibnrg, Wllhclm Schmidt von THIengen,
HicronymuS Zwirner von Wcrthcim, Auguftin WalterS-
berger »on Binzgen, Aug. Kistner »on Hohenstadt, Adolph
Schuler von Mahlberg, Frtedrich Schäfcr von Karlsruhe,
Karl Hcniich von Dallau, Adam Friedrtch Pcter Satzger
von Durlach, Karl Ftuzer von HetmSheim. Den Stcuer-
aufsehern Brütsch tn Klcinlanftnburg, Tscherter tn Zell
und Ph. M. Wenz in NrckarbtschofShcim wurdc dte Aus-
zeichnnng für irsährigc treue Dtenftr vcrltchcn, Versrtzt
wnrdcn: dic Stcucrobcrausseher Feld III Bruchsal nach
Schwrtzingcn, Mar in Schwetztngen nach Bruchsal, Schaffncr
in Waldttrch nach Bnchcn; dtc Steueipusseher Bcrger in
Leopoldshafcn nach Ktppenhetm, Bock tn KarlSrnhc nach
Schtltach, Brauch in Schütach nach Lahr, Bretntng in
Kandern nach KarlSinhc, Bußet tn Lahi nach RothcnsclS,
Dcnz in HeiteiShiim nach Rvthwejl, Emitch tn Emmrn-
dtngcn nach Gengenbach, Fianl in Rheinbtschofshetm nach
Breisach, Frtcdrtch in Aglasterhausen nach NcckarbischosS-
beim, Haitmann tn Rothweit nach Ettttngen, Hcuß tn
Obcrkirch nach Offtubnrg, Htllenbiand in Graben nach
RheiiibtschofShetm, Kahthofer tn Stockach nach Ncustadl,
Kaiser tn Neckargemüiid nach Obcrktrch, Künzel tn Ktppcn-
hctm nach Etchstctlen. Lindemann in Breisach nach Kandern,
Raßler in Rothensels nach Btlllghctni, Schmidt tn Eppin-
geu nach Neckargcmünd, Schütz in Billtgheim nach Graben,
Stcrnberger in Eichstetten nach Waldktrch, Lrapp tn Buchen
nach LeopoldShaftn, Tsch-rt-r tn Zell nach Achirn, Vctler
tn Achern nach HeittrShelm, Vtllhaucr in Eltltngcn nach
Obrighetm, Wenz in NeckardtschosShetM nach Eppingrn,
W-nz tn Offrnburg nach Emmendtngen, Ztmmermann tn
Neustatt nach Stockach,

— Mannheil», 1S. Oct. Aus eilic d-tatlltrl- Be-
schretbung der htesigrn F-stfitcr teS 18. OctoberS »erztchtr
tch. Dtesr könneu St-, -sowett fle Jhnen zwcckdtenltch
schitnt, am destin ans den ht-stgen Localdlättein schöpsen,
dic ex «kLoio darans ctngchrn müff-n. Rur s° vtcl will
tch bcmerilii, daß dte zwei g-tstigea Gtarizpilnkte derseldcn
dic Predtgi diS StadlpsarrerS Schcllcndrrg nnd dtr
Festrrde d<S Ob-rrcgiffeurS Wots warrn. Dt- erftcrc
wurde iu der Titnttaltsltrche gehalten, welche nach allge-
metnem Urthcil setl der Rdbcrt-BlumS-Fctcr im Jahie
1848, dic dekaniultch in etne sehi aufgercgt- Zett fi-l, nicht
urchr so übersüllt gewesrn jein soll, Man sah Mttgtieder
aller Eonsession dartn, sogar solchr, dtc s-hr stark llttra-
montan grfärbt stnd nnd noch nlr -ine proiestanttschc Kiiche
betretcn hailen, Dei Lert dcr Pcdtgt, tn welchcr das
pottttschc nnv reltgiöse Elimcnt in geistieichir. W-ts- mit
-inand-r verbuntcn waren, war auS dem 95,.Psatm, VerS
8 bt« 8 cntnommen: „Kommt, laßt nn» andeten, nnd
Inteen, und ntedeifallin voi dem H-ira, der unS gemacht
hat, Denn «r ist unser G-tt, und wir LaS Volk s-tnrr
W-ld-, «nd Echafe siiner Hand. Heutc, so ihr sctll»
Stlmme hört, so versi-ck-t cucr H-rj uicht " So sollten
di- „Hospredtger" vor dru gekiöntcn Hinpt-rn spi-cheu,"
— Dtc Fcstredc d-S OdcrregtffrurS W-Is wurte von d-m
Batkoij deS Theatcrgebäiides heiab zu der auj dem Schiller-
platze »ersammrlten M-Uge gcsprochin. Ein sretmülhtgeies
und vvn der glühendsten Begetsteiung durchwehteS Wort ist
wohl noch bct keinci Octoberfeter vemvmmen worden. Es
zündele tn j-dem Herzen, tn das es fi-l, »ud ha« »usge-

' zetchnete Sprachorgan de« R-dnerS machte e» mögttch, daß
i dcm Publlkum kekae Sylbc verkoren grng. Dcffen unge«
achtct wünschcn wtr, daß dte Aera der fchönen Reden nun
voinbee sctn und dtc d-r grvßen Tbaten anbrechcck mögc,
Vtellcicht btldet die dtesjährtge Jnbelfcier den Wcnde-
punkt!__

* Heidelberg, 111. Octbr. Se. Kontgl. H-Hett der
Erbgroßherzog von Wcimar ist gestern mtt hohem Gefolge
wteder hter eingetroffen, um setur Studten aus uuseier H-ch-
schule fortzusetzen. Hochd-rs-lb- wohntc b-rettS d-n hegon-
ncnen Voplesnngcn bet, S-tn Abst-tgqnartt-r bqben Sc.
Köntgl, Hoheit sür dtese« Semcster tn tem Hause dc«
Hrn. Dr. Ulrtch ta der Anlage genommen,

Ü Heidelberg, 20, October. Der Ge-
werbeveretn hal gestern über eine Sqche
berathen, welche für aüe Gewerbetreibenden
entschieden von der größten Wichtigkeit tst, dte
Herstellung etner zweckmäßtgen Werkstatt-
Ordnung. So länge dte Zunftverfaffung
bestand, Iteh dte allmächttge Poltzet den Met-
stern thren startc» Arm, um dte Gesellen zur
Etnhaltung gewtffer Regeln zu zwtngen, und
führte die wtderspänsttgen Arbetker nölhtgcn-
salls mtt Gewalt tn dte Werkstatt zurück. Dte-
ser Zustaiid ist gottlob gründltch besetttgt, denn
dte Poltzet hat etngesehen, daß ste trotz threr
Vtelgeschäfltgkett cs dennoch Ntemanden zu
Danke machen kann, daß sie daher vtel beffer
thrc btsher in Unmündigkeit gehaltenen Ktnder
für volljährtg erklärt und thnen zuruft: Helft !
i Euch setbst! An die Stelle deS polizetlichen !
Zwanges, wodurch die Menschen entwürdtgt,
des Sclbstvertrauens und der Manneskraft
beraubt wurdkn, tst der freie Vertrag zwischen ?
Metster und Geselle getreten. Daß dabet tm !
Aiifang arge Verwirrung emtretcn werde, hat !
jeder Verständigc vorausgesehen; die btsher
mtt bei'dcn Armcn aus dte Krücke der Poltzet
sich stützenden Kleinen sehen fich plötzlich die«
ser bkgipemen Stütze beraubl unv genölhtgt,
thre schwachen Beinchen zu selbsteigenem Gehen
zu gebrauchen. Aber o Wunder, balo ist der
erste Schrecken überstande» und tn nengewon-
nener Kraft freul man sich ver etgentltch mehr
geschenkten als errungenen Frethctt, Daß man
dabei mehr als früher denken und selbstthätig
sein muß, versteht sich voü selbst. Drum srisch
ans Werk! Erkennrn wir klar, worin der
Fehler besteht, sv tst der erste Schritt zur Ab-
hilse geschehen. Nach dcr Ansicht fast aller
Meister stnd dieselben der größten Ünannehm«
ltchkeit ausgesetzt, wcil ste sich zu sehr von dem
guten Wiüen der Gcsellen abhängig-sehen u.
ste gtauben diesem Uebetstand durch Etnfüh-
rung einer guten Werkstatt - O r dnu n g
wenigstkns shctlwetse Äbhilfe zu schaffe», Wte
dte Erfahrung einzelner hter thätiger, größerer
Gewerbtreibcnden und dte Erfahrung anderer
Städte lehrt, tst diese Erwartung auch wohl-
begründet. Deshalb hat der Gewerbeverein,
der zu allem Fortschrilt im Gewerbewescn den
Anstoß geben wtll, dte Sache in dieHandcze-
nommen und beschloffen: auf Errichtung einer
zweckmäßigen Werkstatt-Ordnung hinzuarbeiten.
In öer Erkenntntß, daß eine solche Ordnung
nur dann tüchtig und segensreich sein kann,
wen» sie auf bem freien Etnverständniffe dcr
Betheiligteii beruht, wenn sie allseilig init
Vertrauen ausgenomuicn wtrd, hat der Ge-
wcrbveretn zugleich beschlossen, dem Arbeiter-
btldungsverein vorzuschlagen, dtc neu zu
schaffende Ordnung genietnsam mit dem Ge-
werbverein zu beraihen. Die Herren Gch,
Rath Rau, Dr. Schmitz, Genz, W. Wolf,
Buffemer und I. Weber stnb bereits mit der
Beraihung beauftragt. Hoffentltch wird der
Arbeiterveretn nun das tn ihn gesetzte Ver«
trauen rechtfertigen und freudig die Hand zum
gnten Werke bieten. — Nach dem Vorschlage
von Herrn Wvlf sollen obige Herren auch
darüber berathen, wie den zureisenden Gesellen
am besten Arbeit nachgewiesen werden kann,
da das wüste Herbergswesen mit Recht im-
mer mehr verfällt und deshalb sehr häufig
Metster und Gejellen sich gegenseitig nicht zu
finden wissen,

Aufruf zur Betheiligung an der
Gründung einer höheren Töchter-
schule.

Obgleich wir in Hewclberg mehrere Prtvak-
anstallen für die höhere Ausbtldimg der wetb»
lichen Jugend besitzen, welche mehr oder weni-
ger GuteS hiertn leisten, so hat sich unter den i
hiesigen Elnlyohnern und namentlich der Bür- >

. gerschaft, nach dem Vorgange vkeler StSdte
! das Bedürfviß fühlbar gemacht, auch tn hie-
! siger Stadt etne sogcn. «Höherc Töchterschule"

I zu befitzen, da man von einer solchen nach den

> Erfahrungen neben mäßtqeren Schulgeldcr»,
i im Vergleich mit Privatanstalten, beffere Er-
' gebntsse in der wetbltchen Erztehung zu er-
! warlen berechtigt ist, wctl namentlkch bet Pri-

> patanstalten das Lchren meistenS nicht Selbst-
! zweck, sondern Mi'ttel zum Erwerbc i'st.

Die Gründc htefür wnrden sett längerer
! Zeit in htesigen und auSwärttgen Blättern
i mehrsach, nnd zuletzt tn dem durch die Heidel-
j bergci Zcttung veröffentltchten Bertchte deS
! Zwölferausschusses erörtert, weßhalb wtr unS
I enthalten, schon Bckanntes zu wkederholen.

Den Wünschcn Ausdruck zu geben, hat sich

> durch Wahl aus etntgen Versammlungen hte-
siger Etnwohner der unterzeichnete Änsschuß
gebildet, welchem aufgetragen wurde, di'e nö-
thigen Etnlettunge» zu treffen, eine »Höhere
Töchterschiilc" dahier tn'S Lebcn zu rufen,
welche den Erwartungen der hiesiqen Etn-
wohnerschaft entspricht. Der Ausschuß hat
stch dicsem Auftrag unterzogen.

Nach dcm Aussührungsentwurf tst ein lau-
fender jährlicher Aufwand erforderlich von
4900 fl.

Für dte Einrichtunq alS etiimalige Anschaf-
fuiig, welche üitt 1200 fl, vorgesehen tst, und
ftir Gründung etnes Fönds sollen 250 nnver-
zinsltche Actten s 10 fl,, im Gesammtbetrag
von 2500 fl, aufgebracht werden, welchc durch
Verlvosung in füns Jahren wteder hetmbezahlt
werden sollen, weßhalb hicrzu tn den ersten
fünf Jahren etn weiterer Aufwand von jähr-
lich 500 fl, nöthtg wtrd, so daß der Jahres-
aufwand in dtescm Zeitraum auf zusammen
5400 fl. anwächst, welche durch Schulgeldcr
gedeckt we'rdcn svllen. Der Uebernehmer etner
Actie stiflet der Schule nur dte Ztnjen htefür,
welche, wenn dte Actie erst im fünften
Jahr zur Heimzahlung kommt, zu 5 Procent
nur auf 2 fl. 30 kr. anstetgen, so daß stch
ole Opfer der Actionäre sür jede Actie bloS
zwischcn dcn Beträgen von 30 kr. bts höch-
stens 2 fl. 30 kr. in fünf Jahren bewegen. »

Die Ausführung dieses UnternchmenS hängt
nun zunächst nur so zu sagen allein von der
Beiheiligiing der Einwohner ab.

Es tst selbstverständlich, daß die Bekträge
an Schulgeldern um so gertnger werden, je
größcr dte Betheiligung in der Beschtcknng
von Ktndern sein wtrd, uur daß sie vorauS-
sichtlich dic Höhe jener von Privatanstalten
durchschnittlich nicht crrcichen werden.

ES werden nunmehr Listen in Umlauf ge-
setzt, in welche di'e Theilnehmer sich einzeichiien
und dabei die Zahl der der neuen Schule zu-
gedachten Töchter, sowi'e auch die Anzahl der
zu übernehmenden Actien bemerken wöllen. Diese
Unterzeichnung ist jedoch vorläufig eine bloS
provisorische, nicht bindende; sie hat
nur den Zweck, die Größc der zu erwarten-
den Betheiligung zu ermitteln, und ob diese
überhaupt dic Herstellung der neuen Anstalt
bei mäßigen Schulgeldern ermöglicht.

Nach dem Schluß der UnterzeichnungSlisten
wird alsdann eine Hauptversammlung aller-
Unlerzcichner veranlaßt werden, in welcher
alle Verhältnifse nochmals dargelegt und die
Unterzeichner eingeladen werden sollen, thre
Bethei'ligung hiernach für blndend zu erklären
oder zurückzuiiehmen.

Wir hoffen uns sn dem Glauben an den
bewährtcn Sinn der Heidelberger Etnwohner
für Eitiführung wohlthätiger Ei'nrichtungcn in
hiesigcr Stadt, zumal wenn sie eine so hoch-
wichtt'ge Sache, wie eineN höheren Unterricht
unserer weiblichen Jugend betreffen, nicht zu
tänschen, wenn wir cine recht große Bethetli-
gung erwarten, zu der wtr hierdurch cinladen.

Heidclbcrg, 19. Oktober 1863.

Hossmcister, Gemeinderath. Schaaf,
Waisenrichter. Maier, Seifensieder.
Surgweger, Uhrenmacher. Aleck,
Profeffor. Iäger, Kaufmann. Mtto,
Kaufm. Itoll, Lederhändlcr. Loos, .
Kausm. Wolf, Lampist. vr. Shoma,
_Advokat. Dillinger, Notar.

Für tic Abgebrannten tn Schtlltngstadt ferner ee-
h-lt-n: K, W, 1 fi. zg . jm Ganzen 71 fi. bst kr.
Heizltch d-nlt D, es.
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