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Böker, Doris [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 19): Landkreis Cuxhaven — Braunschweig, 1997

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.44259#0240

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Stotel, Kirche St. Margaretha, Grundriß (Kiecker, Il, 1939, S. 99)

Stotel, Kirchhof, Stele, Anf. 19.Jh.

An



Ev. Kirche St. Margaretha

Im Norden des Dorfes steht die ev. Kirche inmit-
ten des leicht erhöhten, von einer Feldsteinmauer
eingefaßten alten Friedhofs (An der Kirche). Sie
wurde als Kapelle von den Stoteler Grafen ge-
gründet, jedoch ist der Zeitpunkt ihrer Erhebung
zur Pfarrkirche nicht nachweisbar. Es handelt
sich um einen verputzten Backsteinsaal, dessen
kleinteilig geschichtetes Feldsteinmauerwerk in
den unteren Teilen und der Westwand wohl noch
der ursprünglichen Anlage aus der 1. Hälfte
des 13.Jh. angehört. Sie wurde um 1500 in
gleicher Breite durch einen Strebepfeilerchor mit
5/10-Schluß verlängert. Etwa aus dieser Zeit
dürfte auch der Westturm stammen, der seit sei-
nem Umbau 1860 einen Dachreiter trägt. Bei
einer umfassenden Instandsetzung der Kirche
1747/48, u.a. mit Ausbesserung des Mauvuer-
werks, wurden in den Saal eine hölzerne Seg-
mentbogentonne, Priechen sowie eine dreiseitige
Emporenanlage eingebaut. Ihre Brüstungsfelder
zeigen Darstellungen aus der biblischen Ge-
schichte, die erst 1928 freigelegt und bei der
jüngsten Instandsetzung der Kirche 1990 restau-
riert wurden.

Der auf Wölbung berechnete Chor besitzt neugo-
tische Fenster aus dem Jahre 1913, deren szeni-
sche Glasmalereien von H. Schiffers (Bremerha-
ven) stammen. Den Raumeindruck im Osten be-
herrscht der um 1660 gearbeitete Kanzelaltar mit
einem Abendmahlgemälde unterhalb der Kanzel
und einer seitlichen Rahmung durch die Figuren
der vier Evangelisten, die zwischen gewundenen
korinthischen Säulchen in zwei Stockwerken
übereinanderstehen. Der Aufsatz mit einem
Kreuzigungsgemälde trägt als Bekrönung die Fi-
gur Christi als Triumphator. Reiche Knorpel-
schnitzereien schmücken die Flügelbretter. Das
sechseckige hölzerne Taufbecken (dat. 1639)
stellt eine kunstvoll ornamentierte Arbeit aus der
Schule L. Münstermanns dar. Die Figuren auf
dem Deckel wurden 1909 neu geschnitzt.

Auch in Stotel haben sich auf dem Kirchhof eine
Anzahl von Stelen des 17./18.Jh. erhalten, die
alle aus Obernkirchener Sandstein hergestellt
sind und an den unterschiedlich ausgebildeten
Köpfen Kreuzigungs-, Auferstehungsszenen,
Wappen und geflügelte Engelsköpfe zeigen.
Südlich der Ortschaft am Rande des Stoteler
Moors liegt der ehemalige, etwa 1860 eröffnete
jüdische Friedhof der Gemeinde, doch haben
sich auf der baumgesäumten Parzelle kaum
Grabsteine erhalten.

Die Ortschaften Landwürdens

Die vormalige Gemeinde Landwürden erstreckt
sich von der Weser etwa fünf Kilometer nach
Osten landeinwärts bei einer Länge von zwölf Ki-
lometern vom Bütteler Siel bis zum neuen Lune-
siel. Ihre politische Eingliederung bis 1974 in den
Kreis Wesermarsch erklärt sich aus der histori-
schen Zugehörigkeit zur Grafschaft Oldenburg.
Landesherrliche Rechte über Landwürden waren
den Oldenburgern aus dem Erbe der Ende des
12.Jh. ausgestorbenen Grafen von Versfleth zu-
gefallen, jedoch scheint ihr Besitz erst durch die
Niederlage der Stedinger 1234 gesichert worden
zu sein. Im Jahre 1408 waren die Grafen gezwun-
gen, Landwürden an die Stadt Bremen zu ver-



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