Wingenroth, Max; Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 7): Die Kunstdenkmäler des Kreises Offenburg — Tübingen, 1908

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AMT KEHL. — WILLSTETT.

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Lichtenberg; 1803 wurde es badisch. — Willstett hat einen sehr berühmten Sohn in
Joh. Mich. Moscherosch (Philander von Sittewald), der 1601 als Sohn des Amtmanns
hier geboren wurde.

Evang. Pfarrkirche. 1357 S. Georg als Patron erwähnt. Heute ein einfacher Pfarrkirche
schmucker Bau des 18. Jhs. aus Bruchstein mit Mörtelverputz. Die architektonischen
Schmucktheile aus rothem Sandstein. Der Westfront ist der viereckige Thurm vorgelegt, Thnrm

Fig. jo. Willstett im Jahre 1643 nach Merian.

dessen zwei unterste Geschosse an den Ecken von Pilastern mit Rocaillekompositkapitälen
verziert sind. Im untersten Geschoss öffnet sich die mit flachrunder Gesimslinie abge-
deckte Thür in die Kirche, an deren Sturz das Wappen des Landgrafen Ludwig von
Hessen, darüber von grossen Voluten gestützt ein flachbogiger Giebel. Die so umschlossene

Inschrifttafel mit der Inschrift in Cursiv:

Deo

TRJUNJ

Saluti populi

poni jussit

LUDOWICUS

Princeps Hereditarius

Hassiae Landgravius

MDCCLVI

Thür
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