Wingenroth, Max ; Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 7): Die Kunstdenkmäler des Kreises Offenburg — Tübingen, 1908

Seite: 151
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AMT OBERKIRCH. — ERLACH.

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wir nicht mehr erkennen, dagegen sind bei B noch die Spuren des Brunnens bezw. der
Cisterne nachweisbar.

Fig. ?8. Ruine Fürsteneck.

Auch über das Alter der Burg gibt uns der Befund keine Auskunft. Wenn Kolb
behauptet, sie sei ca. i2 6ovvon den Fürstenbergern zum Schutz von Oberkirch angelegt
worden, so fehlen dafür alle Anhaltspunkte; ebensogut können das schon die Zähringer
getan haben.

ERLACH

Schreibweisen: Erlehe 1285; Erlech 14. Jh.; Erloche 14. Jh.; Erleiche 1411;
Erlach 1533. (Ort, wo viele Erlen stehen.)

Archivalien: Mitteil. d. histor. Komm. Nr. 19 (1897), S. 23.

Literatur: K. Fehrenbach, Auszüge aus einer Erlacher Ortschronik des Joachim
Kupferer, Oberkircher Bote 1894, Nr. 144—151; 1895 Nr. 3—70.

Ortsgeschichte: E. ist seit dem 13. Jh. bekannt. Es mag damals wohl in den Ortsgeschichte
Besitz des Bischofs von Straßburg gekommen sein, dem es bis 1803 gehörte; es lag in
der Herrschaft Oberkirch bezw. im Distrikt Ullemburg. 1250 schon besaß das Kloster
Allerheiligen hier einen Hof, außerdem waren die Neuenstein und Schauenburg hier
begütert.1) Auch gab es ein Geschlecht: »die Erlach von Ulm«, das, in Offenburg
ansässig, im 14. und 15. Jh genannt wird und Ende des 16. Jhs. ausstirbt.2)

Die kath. Pfarrkirche (ad S. Anastasium), als Kapelle seit 1511 laut ihrer Inschrift Pfarrkirche
bestehend, 1876 zur Pfarrkirche erhoben; früher war Erlach Filiale der Pfarrei Ulm.3)

« *) Das Großh. Baden, S. 814.

2) Kindler v. Knobloch, Oberbad. Geschlechterbuch I, 107.

3) Bad. Beobachter 1882, Nr. 175.
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