Wingenroth, Max ; Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 7): Die Kunstdenkmäler des Kreises Offenburg — Tübingen, 1908

Seite: 672
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KREIS OFFENBURG.

Glocken Drei Glocken, die größere neu, die mittlere mit Reliefs des Krucifixus und Brust-

bildern von Petrus und Paulus: Bin gegossen worden in Villingen bei Benjamin Grie-
ninger 1780; die kleine mit Muttergottesrelief und h. Sebastian: Benjamin Grieninger
gos mich 1780.

Die ursprünglich dem Mittelalter entstammenden Umfassungsmauern des Friedhofes
sind im 18. Jh. neu hergestellt und gedeckt worden.

WOLFACH

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Ortsgeschichte

Schreibweisen: Wolfhachaada. 1084; Wolvaca. 1095, 1156,1291, i293und 1320;
Wolfacha im und 1148; Wolvahe 1121, 1136, 1235, 1298, 1301 und 1305; Wolvah
13. Jh. und 1328; Wolfache 1294; Wolfa 1299, 1328 und \^t\ Wolfahe 1303, 1317
und 1359; Wolvach 1312, 1340 und 1382; Wolfach 1328, 1395 und 1480; villa
Wolfacha 1148. Als Stadt ausdrücklich erwähnt: ze Wolfach in der statte 1305 und
1365; bürg und stat 1367; oppidum 1467; zu Wolfach in der vorstat 1551.

Literatur: H. Roys, Wolfach und sein Kiefernadelbad, Karlsruhe 1857. Carl
Kettner, Das Kiefernadelbad Wolfach und seine Umgebung in histor.-statist.-topograph.
Beziehung, Wolfach 1888. Woerls Reisehandbücher, Führer durch Wolfach, Würzburg
1887. W. J. A. Werber, Die Kniebisbäder Sulzbach, Antogast, Freiersbach, Peterstal,
Griesbach, Rippoldsau und Wolfach, Erlangen 1863. Jos. Bader, Klausnerin Leutgart
von Wolfach, Deutsche Frauenbilder aus verschiedenen Jahrhunderten, Freiburg 1877.
W. Franck, Bestrafung einer 7ojähr. Frau zu W. (Hexe) 1640, Frbgr. Z. II, S. 430.
F. J. Mone, Zur Geschichte des Bettels, von 1363 bis 1367 (Wolfach), Z. 19, S. 159—163.
Ders., Der eiserne Ofen im Rathaus zu Wolfach, Z. 19, S. 303—305. Ders., Ge-
schichtliche Notiz, betreffend Bibliothek zu W., Z. 19, S. 487. Ders., Wirtstaxe zu W.,
Z. 19, S. 31. Ders., Der Stadtschreiberdienst-, Dienstboten- und Einwohnereid, Ordnung
der Ratsstube, Büttelordnung 1470, Jährl. Steueranlage im 15. Jh., Z. 20, S. 42—49.
Ders., Der Schauertag zu W., Z. 20, S. 76/77. Ders., Neujahrsgebräuche zu W.,
Z. 20, S. 74/75. Wichtige handschriftliche Notizen des August Armbruster, im
Besitze desselben.

Ansichten: Federzeichnung auf dem »Mathemat. der Gräffl. Fürstenberg. Herr-
schaft im Kintzgerthal etc., verzeichnet durch Jacob Mentzinger, Burger zu Basell
Anno 1655« (Fig. 376), im Fürstlich Fürstenbergischen Archiv zu Donaueschingen; ältere
Bleistiftzeichnung, danach, mir in Photographie von J. G. Straub in Wolfach überlassen;
Federzeichnung, wohl gleicher Ursprung; Kopie der Karte von 1655 im .gleichen Archiv
von 1796; Gesellenbrief aus dem 18. Jh. mit kleinem Kupferstich der Stadt als Kopf-
stück, mir in einem 1770 unterzeichneten Exemplar aus Privatbesitz vorliegend; Aquarell,
gezeichnet F. J. Saxe, im Privatbesitz in Wolfach; verschiedene Lithographien des 19. Jhs.,
wovon eine mit dem Eisgang 1830 von Mooser gezeichnet und X. Hillebrand & Cie.
in Freiburg lithographiert erwähnt sei.

Ortsgeschichte: 1084 zum ersten Male genannt, gehörte Wolfach dem gleich-
namigen Dynastengeschlechte, als dessen erster eben 1084 in der Gründungsnotiz des
Klosters S. Georgen Fridericus de Wolfaha erscheint. Das Stammschloß des Geschlechtes
lag etwas oberhalb über dem heutigen Oberwolfach. Vermutlich ist die älteste Ansiedelung
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