Wingenroth, Max ; Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 7): Die Kunstdenkmäler des Kreises Offenburg — Tübingen, 1908

Page: 288
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KREIS OFFENBURG

»Burkart und Johannes zwene gebrudere, hern Johanneses seligen eines ritters von
Berembach süne«, aus dem oben zuerst genannten Geschlecht, dem Bischof Johannes
von Straßburg und seinem Stift »alles ir reht an der bürge Berembach und an allen
den gutern, die sie obewendig des gedoßes in dem tale zu Noppenowe mit der bürge
von grave Cunrat herre ze Friburg hattent zu lehenne«. 1455 hören wir noch einmal
von dem »Schloß Berenbach«, das wohl nachher irgendwie zerstört wurde.

An der Stelle der Burg liegt nicht etwa, wie Kindler von Knobloch meint,
heute der Bauernhof auf dem ötschenfeld, sondern nur in der Nähe. Sie krönt eine
etwas vorspringende Kuppe des Gebirges über dem Renchtal, 159 m über dem Meere,
die nach drei Seiten einigermaßen schroff abfällt. Geringe Reste von Mauern aus
Bruchsteinmauerwerk erheben sich noch über den Boden, andere sind noch in Spuren

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Fig. rji. Plan der Bärenburg bei Ramsbach.

nachweisbar, andere endlich nur noch an der Terraingestaltung (s. Fig. 171). Die größte
Wehr mußte sich gegen die Südseite, die Bergseite, richten, von der aus man heute den
Zugang zur Burg findet. Hier scheint ein künstlicher (?) Graben hergestellt worden zu
sein, in dem heute die Straße läuft. Von dieser abbiegend, den Fußweg betretend,
haben wir rechts die Reste eines 5x6 m großen, vorn halbrunden Baues E, einer
Bastion (?), von der aus die Mauer nach Norden zog. Links vielleicht die Spuren eines
Bergfriedes A mit etwa 4 m Weite im Innern und 2 m starken Mauern, und des Vor-
hofes B, wenn nicht A und B ein größeres turmartiges Wohngebäude bildeten. Weiter
nach Norden ein Plateau mit dem Mauerzug C, wohl eine an den Zwinger sich an-
schließende Vorburg; in der Mauer eine noch heute erkenntliche Türöffnung, die wohl
den unteren Haupteingang zur Burg bildete. Mehr ließ sich ohne Grabungen nicht
feststellen.

RINGELBACH

Schreibweisen: in dem Ringelbach 1225 etc.; zu dem nydern Ringelbach 1386;
zu obern Ringelbach 1386. (Bach des Ringilo oder auch von der schlängelnden, ring-
förmigen Gestalt des Baches.)
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