Nordleda,
Kirche
ZZ
HEIZUNG
1897 hat sich die Struktur der östlichen Ortsrand-
situation mit der Kirche unverändert erhalten.
Ev. Kirche St. Nikolaus
Zurückliegend von der südlichen Straßenflucht
erhebt sich auf der baumbestandenen, von ei-
nem Graben umgebenen Kirchwurt die wohl aus
dem Anfang des 13. Jh. stammende Kirche (Ot-
terndorfer Straße). Der aus Feldsteinen und z. T.
gespaltenen Granitfindlingen aufgeführte Saal
mit eingezogenem Chor besaß ursprünglich eine
Apsis, die 1902 durch einen polygonalen Schluß
in Backstein ersetzt wurde. Den gleichfalls in
Backstein gemauerten, mächtigen Westturm
(wohl 15. Jh.), nach einem Brand 1687 wieder-
hergestellt und 1824 mit einem Zeltdach verse-
hen, schmückt unterhalb des reich profilierten,
hölzernen Traufgesimses ein tropfenförmiger
Fries. Die Schiffenster wurden im 16. Jh. (Südsei-
te) und 18. Jh. (Nordseite) verändert. Chor und
Schiff trennt im Inneren ein Rundbogen, dessen
Bogenansatz gegenüber der ursprünglichen
Höhe von 1,60 Meter heute bei etwa 2,50 Meter
liegt.
Dominierend für den Raumeindruck ist die Holz-
balkendecke (bez. 1648) mit ihrer 1664/65 aus-
geführten Bemalung in Orange-, Rotbraun- und
Blaugrautönen. In von Ranken gerahmten Roll-
werkmedaillons sind in einer südlichen Reihe
Propheten und Moses, in einer nördlichen Chri-
stus und die Apostel dargestellt. 1938 wurde die
Decke von dem Maler Bücker (Hannover) restau-
riert. Im Westen ist sie über der Orgel kuppelartig
erhöht und zeigt musizierende Engel in Medail-
lons zwischen Rankenwerk. Neben der Westem-
pore (wohl 2. Hälfte 17.Jh.), deren Brüstung
durch gewundene Säulchen gegliedert wird, wur-
de in der 2. Hälfte des 18.Jh. eine in Emporen-
Kirche St. Nikolaus, Kniebank, 1639
262
Kirche
ZZ
HEIZUNG
1897 hat sich die Struktur der östlichen Ortsrand-
situation mit der Kirche unverändert erhalten.
Ev. Kirche St. Nikolaus
Zurückliegend von der südlichen Straßenflucht
erhebt sich auf der baumbestandenen, von ei-
nem Graben umgebenen Kirchwurt die wohl aus
dem Anfang des 13. Jh. stammende Kirche (Ot-
terndorfer Straße). Der aus Feldsteinen und z. T.
gespaltenen Granitfindlingen aufgeführte Saal
mit eingezogenem Chor besaß ursprünglich eine
Apsis, die 1902 durch einen polygonalen Schluß
in Backstein ersetzt wurde. Den gleichfalls in
Backstein gemauerten, mächtigen Westturm
(wohl 15. Jh.), nach einem Brand 1687 wieder-
hergestellt und 1824 mit einem Zeltdach verse-
hen, schmückt unterhalb des reich profilierten,
hölzernen Traufgesimses ein tropfenförmiger
Fries. Die Schiffenster wurden im 16. Jh. (Südsei-
te) und 18. Jh. (Nordseite) verändert. Chor und
Schiff trennt im Inneren ein Rundbogen, dessen
Bogenansatz gegenüber der ursprünglichen
Höhe von 1,60 Meter heute bei etwa 2,50 Meter
liegt.
Dominierend für den Raumeindruck ist die Holz-
balkendecke (bez. 1648) mit ihrer 1664/65 aus-
geführten Bemalung in Orange-, Rotbraun- und
Blaugrautönen. In von Ranken gerahmten Roll-
werkmedaillons sind in einer südlichen Reihe
Propheten und Moses, in einer nördlichen Chri-
stus und die Apostel dargestellt. 1938 wurde die
Decke von dem Maler Bücker (Hannover) restau-
riert. Im Westen ist sie über der Orgel kuppelartig
erhöht und zeigt musizierende Engel in Medail-
lons zwischen Rankenwerk. Neben der Westem-
pore (wohl 2. Hälfte 17.Jh.), deren Brüstung
durch gewundene Säulchen gegliedert wird, wur-
de in der 2. Hälfte des 18.Jh. eine in Emporen-
Kirche St. Nikolaus, Kniebank, 1639
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