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Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 1): Die Kunstdenkmäler des Kreises Konstanz — Freiburg i.Br., 1887

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https://doi.org/10.11588/diglit.1229#0336

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312 KREIS KONSTANZ.

dann die Kirche zu O. 'mit grossen Kosten ganz neu' (MERCK Chron. d. B.
Const. S. 361): das ist der jetzt noch stehende Barockbau, der keinerlei archi-
tektonischen Werth hat. ' -

In der Kirche auf dem Altar schönes Barockcrucifix aus Silber (17. Jh.).

Vor dem Portal Spätrenaissance-Wappen eines Fürstbischofs.

Ein Paar spätgothischer L e u ch t e r. An der Portalthüre gutes E i s e n s ch 1 o s s.
(16.-17. Jh.).

Neben der Kirche eine KAPELLE, Barockbau. An der Aussenseite ein
Grabstein von 1602 (einer Brigitta . . . geb. Graterin) und zwei Spät-Renais-
sance-Wappen. Das Innere war nicht zu sehen.

KIRCHHOFS KAPELLE, einschiffiger spätgothischer Bau; spitzbogiger
Triumphbogen. V1

Epitaph: 1771 D. Wilibaldus Cronacher Administrator huiu-
satis (!) loci Em. princ. Const. victima praenobilis (sie!).

Neben der Kirche Reste des KLOSTERS, spätgothischer Bau mit Kreuz-
stöcken. Ueber einer Thüre prächtiges Renaissance-Wappen.

Rechts von der Kirche (No. 58) Renaissance-HAUS mit guter Thüre und
schönem, von zwei Engeln gehaltenen Abtswappen. Ein anderes, seither verschwun-
denes Riegelhaus geben wir Fig. 79 nach Weysser.

RADOLFZELL

PFAHLBAUTEN im See und bei Mettnau. MONE Ztschr. XVII 406
DEHOFF Mitth. Zur. XIV 144.

ANONYM. De miraculis s. Märet'(/o. Jh."] bei MONE Quellens. I
62—67. Ausg. MG. S. IV 449—52. MONE eb. III /jj. GERBER! Jh.
AI. 268. — WALCHNER K. Geschichte der Stadt Radolfzell. Frcib. 1825. —
Von WEECH Das Archiv der Stadt Radolfzell (Ztschr. f. Gesch. d. OR.
XXXVII 1). - GINSHOF ER Die Millenarfcier der Kirche und Stadt
Radolfzell (Freib. Diöc.-Arch. IX 33$). — Urkunden d. Stadt R. von 1267
bis IJ93- Chronol. geordnet «. verzeichnet. Textgabe zur 8. Versamml. d.
Ver. f. Gesch. d. Bodensee's 1878. Radolfzell 1878. — LÖWENSTEIN
Aus dem. innern Leben der Stadt R. i7n 16. u. 17. Jh. (Schriften d. Ver.
f. Gesch. d. Bodensee's u. s. f. 1880, X 33 f.).

KIRCHE (Tit. B. M. V.) und ehemaliges Stift:

Der von MONE a. a. 0. und in den MG. herausgegebene Anonymus De
miraculis s. Marci lässt Ratolf oder Radolf, der angeblich einem adligen Hause
Alemanniens entstammte (man brachte ihn in Zusammenhang mit dem gleich-
namigen Gaugrafen der Bertholdtbar und demnach mit den Zäringern!) einen Schüler
Egino's sein, der sich von dem Bisthum Verona nach der Niederzelle auf der Insel
Reichenau zurückgezogen hatte und dort 802 starb (s. d. Art. Reichenau). Ratolf,
nach seines Meisters Verzicht Bischof von Verona geworden, hatte dessen Beispiel
816 auch weiter gefolgt, indem er sich in der Nähe der Reichenau in die

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