Samstn,, 21. Miirz 19(13.
Drittes Blatt.
45. Iahraana. — ^ 68
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Arschrint täglich, Sonntags ausgeno»men. Preis mit FEilienblättern monatlich 50 Pfg. in's HauS gebracht, bei der Expedition und den Zweiganstalten abgcholt 40 Pfg. Durch
die Post bezogen vierteljährlich 1.35 Mk. ausschliehlich Zustellgebühr.
AnzeigenpreiS: 20 Pfg. für die Ispaltige Petitzeile oder deren Raum. Reklamezeile 40 Pfg. Für hiesige Geschäfts- und Privatanzeigen ermähigt. — FUr die Aufnahme von Anzeigen
an bestimmten Tagen wird keine Verantwortlichkeit Wernommen. — Anschlag der Jnserate auf den Plakattafeln der Heidelb. Zeitung und den städt. Anschlagstellcn Fernsprecher
Weue Kefetze.
Mit dem kommonden 1. Npril treten drei Gesetzent-
^ürse sn volle llraft, deren Fertigslellung im Entwnrs
und demnüchstige Durchberatung nicht ganz leicht nnrr:
?ie SeemannSord n nng , das Fleischbe -
! ch augesetz u. das Saccharingese tz. Für die
<Lichtigkeit der ,Seeman n sord n u n g ist erst noch
ietzter Tage ein bedeutsames Schlaglicht bezeichnend ge-
U>esen, welches in der Rede des n a t i o n a l l i b e r a -
! e n Abgeordnetn Dr. Semler bei Beseitigung des mehr-
tach erwähnten Druckfehlers in zwei sttichtiuigen aus die
Erreichung eineS Kompromisses geworfen wurde, dessen
^ustanLekommen auch fiir die Verabschiedung dieses Ent-
svurses sich als eine unerlätzliche Voraussetzung heraus-
ltellte. Der Abgeordnete Dr. Semler legte mit Recht
Wert darauf, daran zu erinnern, in welchem Matze es
Alungen sei, die Rheder, untec denen es anch nicht we-
uige verhältnismäßig kleine Leute giebt, zu einer Reihe
von erheblichen Konzessionen an den sozialpolitischen Geist
. kr Zeit zu vermögen. Er hob alsdann hervor, datz der
lezialpolitische Fortschritt, den die deutsche L>eemamis-
^rdnung darstelle, auch im Auslande gewiirdigt zu wer-
^en beginne. Das ist für nnser Ansehen alS auch-seefah-
rende Nation ganz gewiß nicht ohne Wert.
Wurde das Zustandekommen der neuen Seemanns-
°rdnung dadurch nicht erheblich erschwert, datz öie Sozial-
oeniokratie den Bogen ihrer Ansprüche zu überspannen
zuletzt bemüht war, so tauchten während der Durch-
^eratung des F l e i s ch b e s ch a u g e s e tz e s besonders
^swegen immer neue Hindernisse aus, weil zu den denk-
°ar schwierigst zu erreichenden Kompromissen diejenigen
öehöcen, welche zwischen den Jnteressenten der heimischen
wndivirtschaftlickien Produktion nnd des seiner sttatur
j^ach internatwnalen Welthandels zustande gebracht wer-
öen sollen So sehr in manchem Stadinm der Beratung
de>
Fleischbeschaugesetzes die Neigung auf agrarischer
^eite stch vermissen lietz, sich zu Opsern bereit zu zeigen,
tse gebracht werden mutzten, nm so weniger überflüssig
es, erneut heroorzuheben, wie es gerade der inzwischen
^erstorbene Graf Klinckowström gewesen ist, der seine
charteifreunde dazu vermochte, sich mit dem Erreichbaren
^ufrieden zu erklären.
Welcher Widerstand dem Zustandekommen des Sac -
a r i n g e se tz e s erwuchs, ist noch in frischer Erinne-
^Ung. Zusammenhang mit der Neugestaltnng der
ckuckersteuergesetzgebung war die Monopolisierung der
^accharinfabrikation notlvendig. Bei ersterer rechnete
^Uan auf eine Zunahme des heimischen Konsums, wenn
Ach nicht im Handumdrehen, so doch in absehbarer Zeit.
os hei der bisherigen Fabrikation und dem bis-
7?rigen Vertrieb des Saccharins geblieben wäre, würde
Ae Crreichung dieses Zweckes und ihrer auch in steuer-
i'olitischer Hinsicht nicht unwiesentlichen .Konseqnenzen
^uhezu unmöglich gemacht wordeü sein. Fmmerhin ist
^ begreiflich, datz dies Gesetz manche Anfeindung erfährt.
Aus Stad t und Land.
Heidelberg, 21. März.
„ b Französische Vorträge. Jn seinem Vortragc üüer Bcau-
aurchcus schjckie Hrrr Olivier das gleiche voraus, Ivie in
üücr Marivaux, datz es nämlich nicht möglich sei, in drci
, Nrrelstundon ein vollständiges Bild des Dichters zu gebcn,
t?tz er sich also darauf üeschränkcn müssc, scine merkivürdigsten
bnten hcrvorzuhebcn. Von ciner eigentlichen Leüeusbcschrei-
Fng tzcs Dichters vollständig absehcnd, kmn es ihm hauptsäch-
darauf an, in grohen Zügen cin Bild seincs Wescns zu ge-
iv" Und in cngstem Zusammenhange damit darzulegen, was
^Pumarchais den klassischen Persönlichkeiten des französischen
HbUspiels Neues hinzugefügt hat, dcr Manu, dessen Werk so
, > seinem Leben verschmolzen ist, dah beide kaum von einander
r" lrennen sind. — Was zunächst des Dichters Moral betrifft,
s, rrfuhr sre eine sehr verschiedenartige Beurteilung, je nach
hF Scite, von der sie ausging. Nicht zu leugnen ist, dah er
A>vas man heutzuiagc eiucn Streber nennt, dah er ohne
jE^^uken in der Wahl seiner Mitiel versuhr, dah ihm Ränke
rc Arr nicht sremd ivaren; aus der andeveu Seite sind ihm
auch jvirklichc Herzeusgüte, ja, Edelmut, verbunden mit
«hrer Vaterlaudsliebe, nicht abzusprechen. Man darf cben
sicli Bcurtcilung all die Hindernisse nicht vergessen, die
Kp >hm in scincr Dichterlaufbahn hemmend entgegenstellten,
h^Frrnisst, die zum grohen Tcil in der sittlichen Verderbt-
Nr/ winer Zeii begründet waren. Beaumarchais tvar ein
h^ Rch sei„er Zeit von etwas weitherziger Moral, bon. stark
°°rtrx^„der Sinnlichkeit; er war durchaus nicht fleckcnlos,
erpn ^ Gure hatte entschieden die Oberhand bei ihm. Er
alz s sich als vortrefflicher Sohn, Gatte, Vater und Bruder,
°r Kamerad, Berufsgeiwsse, Bürger und Patriot, wenn
So i? ^'"e eigenen Jniercssen dabei nicht zu vergessen pflegte.
ger-Mr beispielsweise sein Simr sehr auf den Gelderwerb
gr_A>tet; auf der anderen Seite kam es ihm auch wieder auf
nirbi ^rldverluste nicht an, wie z. B. bei der höchst uneigen-
BxMen Herausgabe der Werke Boltaires; so trug er auch den
gerj seines Vermögens, ja die Armut, in die er schlretzlich
dertr l Murren. Voll bitteren Hasses gegen die Haupt-
er ^^.her tiesen silllichen Verkommenheit seiner Zeit muhte
t>on und sein Gewissen erleichtern und so die Revolu-
seinF">t vorbereiten helfen. Hoch über den meisten Dichtern
»Nd ,stehend, war ihm die Schriftstellerei eine Kunst
alZ "'u,t ein Handwerk, ein Luxus, den er sich erst erlaubte,
>>m in autcn N^rmöaevsverbältnissen besaud, und ferner
ein Haupimittel, um Einfluh auf die öffentliche Meiuuug zu
gewinnen. Die Rührstücke „Les deux Amis" un!d „Engenie
mir kurz erwähnend, wandte sich Herr Oliviec des Dichters
bcrühmten Lnstspielen „Le Barbicr de Söville" und „Le
Mariagc de Figaro" zu. Auf eine Aualyse dcr allbekanmeu
Werke verzichterrd, ging er nur auf die Hauptpersönlichkciteu
der beiden Stücke näher ein, und zwar mrr iirsoweit, als die
selben dnrch Beaumarchais eine llmwandlnng erfahrcn haben
im Vergleich zu den überlieferten Hauptpcrsönlichkeiten des
frauzösischen Lustspiels: Figaro, der, wie alle Figureu des
Beaumarchaisschen Theaters, keine Puppe, sonderu eine leben
dige Persönlichkeit von Flcisch u»d Blut mit ausgeprägtem Cha
rakter ist, wird besteheu, so lange die französische Rasse besteht,
denn er bcingt eine ganze Gesellschaftsklasse, cine ganze Epoche
zum Ausdruck und ist die glänzendste Verkörperung des Kam-
merdieners seiner Zeit. Figaro, dem Namen und der Kleidung
nach Spanier, im übrige.r« aber der echte Pariser aus dem
Volke, ist der natiirliche Sohn des Doktors Bartholo, hat alle
möglichen Berufsarten ausgeübt, viel gelittcn, viel bcobachtct.
^seinc .Worte flicgeu gleich stühlerneu Pfeilen unter die ver-
derbte, verrottete Gesellschast seiner Zeit, die rn ihnen den
Kern der encyklopädischen Lehren eines Diderot, eines Rous-
seau, eines Voltaire erkennen und bewundern muh. UiNd die-
ser Figaro, der zugleich voll von JdealismuS und Realismn?»
voll von heitcrem Skcptizismus und beihendem Witze ist, dieser
Figaro, vor dem alle übrigen Figuren der beiden Lusispiele
stark zurücktreten, ist kein anderer als Beaumarchais selbst und
zwar übertrifft das Original das von ihm eutworfene Selbst-
bildnis noch in jeglicher Weise. Verschiedone der merkwürdig'
sten Auftritte aus den beiden Lustspielen, darunter der berühmre
Monolog, die der Redner mit groher Kunst vorlas, konnten ihre
Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlcn. — Dcr schwachköpfige
Graf Almaviva versinnbildlicht den lasterhaften, verdcrbten
Adel seiner Zeit. Durch seine Eisersucht quält er seine Ge-
mahlin, durch seine Grausamkeit wird er der 'Schreckeu uud das
Unglück seiner Untergebenen. — Bartholo, das Urbild des Bür-
gers, der die alten Zustände wieder hergestellt wüuschte, ist
nicht der überlieferuntzsgemähe Bormund, der mit Leichtigleit
hintergangen wird: Rosine gelingt es nicht, ihn.zu täuschen,
und Figaros Arglist reicht gerade aus dazu. — Rosine, die
zwar nicht eben naiv zu nemren ist, Lesitzt gleichwohl mchr
Ehrerchaftigkeit, mehr echte WeiLlichkeit und zugleich mchr
Leben als die entsprechenden Franengestalten der lleberliefe-
rnng. — Von den untergeordneten Persönlichkeiten, wie z. B.
Basile und Bridoison, sei hier nnr erwähnt, dah sich Beaumar-
chais bei ihrer Zeichnung streng an die Uebertiefernutz gehaltcn
hat. —- Am Schlusse seines zehnten und letzten Vortrages an-
gelangt, warf Herr OlitMr einen kurzen Rückblick anf die
Neihe-der von ihm behandeltcn französischen Dichtcr, welche,
dem Zeitabschnitte von Molieres Tod bis zur Revolution an-
gehörend, eine anziehende Darftellnng der Entwicklung des fran-
zösischen Lustspiels im 18. Jahrhundert und zuglerch ein an-
schauliches>,Bild der Sitten jener Zeit bietet. — Auch an dieser
Stelle sei Hervn Olivier Dank gesagt, dah er in so liebenswür-
diger uud uneigenuütziger Weise dem geistigcn un-d materiellen
Wohle des Heidelberger Lehrerinnenvereins gedient und zu-
gleich einem gröheren Püblikum den Genuh geboten hat, schö-
nes Französisch in anmutigster Form zu hören: Er hat es
vortrefflich verstanden, den zi-m Teile ctwas ferulicgeu-deu
Stoff anziehend unü oft sehr erheiternd zu gestalten.
W Kiinstverein. Die dieSwötchentliche Ausstclluug im Kunst-
vereiu wird fast durchweg von Damcn beherrscht. Ernc ganzc
Kollektion Naturstudicn sandte Frl. Georgiue Nuhn-Berg-
hausen b. Karlsruhe, ebenso Rela Königsmami-München; Frl.
Erna Loog-Heilbronn ist mit mehreren Stillleben vertreten.
Ein Blumcnstück (Veilchen) sandte Frl. Gcorg-Deidesheim,
mdhrere Landschaften Agnes Meyerbof-Frankfurt und Engenie
Schrld-Karlsruhe. Ein- wirknngsvolles Gemäldc, Brenta Do-
lomiten von der Abendson-ne angeglüht, bringt Gottfried Hofer-
Rom, ein Kinderportrait H. Hossmann-Heidelberg, K. Wagner-
München, Pserdebald (Aqnarell), H. Reiffenscheid-Mnnchen
30 Radiernngcn. Prof. Ferd. Brütt ist mit eiuem umfaugrci-
chen, hochiuteressanten Bilde vertreten, Christus victor. Auf
dieses figurenreiche Gemäldc, sowie auf die übrigen ausge-
stellten Werke werden wir in der nächsten Woche noch zu spre-
chen kommen.
)!( Postalisches. Postanweisungen und Briefseiidungen
mit Nachnahme nach Fes mid Marrakesch (Marokko) können
wieder abgeliefcrt werden.
Manriheim, 19. März. (V e r s ch i e d e n e s.) Am 17.
d. M. schlich sich abends halb 11 Uhr ein unbekannter Manu
in das Haus Rheinaustrahe Nr. 26 dahier. Als ein Bewoh-
ner dieses Hauscs Licht holte, um sich nach dem Unbekaimten
umzusehen, stürzte sich letzterer voni S. Stock aus über das
Treppengelän-der hinunter nach dem 4. Stock, wo er bewuhtlos
liegen blieb. Der anscheinenb geistesgestörte fremde
Mann wurde mittels Sanitätswagen ins allgemeine Kran-
kenhaus berbracht; vermutlich ist derselbe identisch mit dem am
26. J-uli 1875 iu Dierbach geborenen Jakob Gclbcrt. — Jm
Diakonissenhaus dahier v e r st a r b gesteru morgen A.6 Uhr
ein achtjähriger Knabe von- Waldhos infolge eines Magen- und
Schlundleidens, das er sich daldnrch zugezogon-, dah cr v o r
zwci Jahren in seiner clterlichen Behansung Salzsäure
getrunkcn hat.
I I Baden-Badcn, 19. März. (M a l e r - A u s st a n d.)
Samstag, den 14. März, fahte eine gutbesuchte Malerversamm-
lung dcu Beschlutz, in eine Lohnbewegung cinzutreteu, wobei
die Forderungen gestellt webden: 43 Pfg. Minimallohn un>d
achttägige Lohnbezahlung. Die Forderungen wurden Montag
früh den Prinzipalen zugestellt uud bis Montag Slbend die
Bewilligungssrist angesetzt. Es haben inzwischen nur einige
Meister bewilligt, so dah Dieustag Früh 120 Mami in den
Ausstand getreten sinld.
Rastatt, 19. März. (T o n e r d e l a g e r. ) Jm Barme
Oberlauterbach entdeckte man eine 30 Zentimeter dicke kohlen-
artige Erdschicht und darunter eine Schicht Töpfererde, deren
Dicke noch nicht ermittclt werden konntc. Nach fachmännischem
Urteile soll die gefunden-e Töpfererde allen an sie gestellten An-
sorderungen entsprechen.
Ans Baden. Wie anf dem Feldüerg, so fiudct auch auf dem
Grohen Belchen in diesem J-ahre wieder eine Msmarckfeier
statt und zwar am Palmsonntag, den 6. April, mittags halb
1 Uhr. Am Samstag ist eine Vorfeier im Gafthof des Voge-
senklubs auf dem Groheu Belcheir. — Auch auf dem Sand
wird eine Bismarckfcier abgehalten. Am Samstag, den 28.
März, abends, findet daselbft ein Festkommers und am Sonn-
tag, deu 29., mittags 1 lchr, ein Festessen statt.
Tßeater- und Kunstnachrichten.
— Das Megandsche Drama „Nacht" fand bci seiner Ur-
aufsührnng im Oldenbnrger Hoftheater einen starken Erfolg.
Das Drama behandelt das Trustproblem. Jm Mittelpunkt
steht eine Persönlichkeit, dereu rücksichtsloses Streben nach
Macht stch durchsetzt, aber dann auch eincn Wi.derstaud gegen
sich heraufbeschwört, dem sie zuletzt- crliegt. Das Stück ent-
wickelt in folgerichiiger Steigerung die seelischen Vorgänge
und parallel dazn die sozialcn Folgen, die das Vorgehen des
Helden nach sich zieht. Dcr dritte un-d vierte Mt mit ihrer
starken dramatischen Spannung und Bewegung schlugen durch,
am Schluh würde der Autor, ein juuger Bremer, mehrmals
geruseu._
Verantwortlich für den redaktionellen Teil F. Montua, für deri
Jnseratenteil Th. Bertenbusch, beide in Heidelberg.
Suppsnvürksl ist meivv pavolsl
Lowwt nosivartst Ls-
suoll, 8wä Lravks ia äsr
k'awilis, ist llsios klsisoll-
brülls vordamisn ockor
viU wan äas RimUlsisoll
oiollt «skt- vmi lliaktlos
anökookso, sollslksa lllsggi's
8llppeovürks1 aris äsr
rloti" -
kertisst n««r«ttti«tt»it«n tt»«Ii
6rossss I-agsr in
ltori'on-ltomtlon, Vkiss u. karbiA, IVIavo-Nekoi'mksmlisil,
k!oi'ma»iöm6en,Un'.oi'>iosön,Untöi'jaoIisn,8ooIten,Ki'Lgsa.
«ansvliöttön, Oi-Lvattsn, ttemclonltnöpfvnu. »osonlrägorn.
amen-«. kerren.Wre«r-8rr»SN
llssepd üecirer.
133 Nallptstrasss 133. 817 Dvlspkoll 817.
8kampooing, Vnklulation, Klanioui'e, »aai-si-dsitvn.
^»i»1»»ii»«i'I«i»-V«0«11«»»-^«tIIr«L.
Käw. vv» Löni^s
swpüslllt:
LIIs Usullsltsll Lllk klvm Osdists äsr Illllollcksiroratioll.
Srössts ^.llsvalll m
lloeliLvtts-, »vIvAvllkvtts- llllä Mrrvnxvsvdvllkvv
LiUixs, absr kssts Ursiss. Lllkwsrksams öeckisnung.
kirner, ^VillniLnn L Liv.,
8p62tLlA«8eWtt kitr Lvtvt- v. »LusIlLttullKSvesell,
185 Rauptstr., iii vllssrsn nsu »usxsllautsn RLumsn 185,
smpksdlsnk.VsrlobllvzsNilIoollrsitsnll.clxl.alspassenäeüsscllsolcs
Illkslssrvlos von äsn sinkaedstsn bis su äsn keinstsn.
ItLlkssssr'vlos (von 6 »nä 12 Dasssn) in rsicllsr üusvskl.
S1or>-, V/olir-, V/«sotl Ssrvlss.
dkur srsts» kallrillat. K Lillixsts Lisiss.
Lvltvsts» Oescllält äiessr krauell« aw Llatrs.
Lessrsgdüeker
euixüvlijt iu i»^i«ii8t«i' ^»»8»vr»1»I, mit
Oolä^odllilt voll Ntz. 1.30 un.
änl. »vtlstein XLelilvlMr.
Nödvl-, kettvll-, Spivxvl- VeppiekIaZvr
Leläslbsrg
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Llttlnrov-LIirvLolltttiisvtt.
LilliAsts krsiss ^ krösst« Xoswakl 4k> keells keäleallvA.
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AnzeigenpreiS: 20 Pfg. für die Ispaltige Petitzeile oder deren Raum. Reklamezeile 40 Pfg. Für hiesige Geschäfts- und Privatanzeigen ermähigt. — FUr die Aufnahme von Anzeigen
an bestimmten Tagen wird keine Verantwortlichkeit Wernommen. — Anschlag der Jnserate auf den Plakattafeln der Heidelb. Zeitung und den städt. Anschlagstellcn Fernsprecher
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Mit dem kommonden 1. Npril treten drei Gesetzent-
^ürse sn volle llraft, deren Fertigslellung im Entwnrs
und demnüchstige Durchberatung nicht ganz leicht nnrr:
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ietzter Tage ein bedeutsames Schlaglicht bezeichnend ge-
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! e n Abgeordnetn Dr. Semler bei Beseitigung des mehr-
tach erwähnten Druckfehlers in zwei sttichtiuigen aus die
Erreichung eineS Kompromisses geworfen wurde, dessen
^ustanLekommen auch fiir die Verabschiedung dieses Ent-
svurses sich als eine unerlätzliche Voraussetzung heraus-
ltellte. Der Abgeordnete Dr. Semler legte mit Recht
Wert darauf, daran zu erinnern, in welchem Matze es
Alungen sei, die Rheder, untec denen es anch nicht we-
uige verhältnismäßig kleine Leute giebt, zu einer Reihe
von erheblichen Konzessionen an den sozialpolitischen Geist
. kr Zeit zu vermögen. Er hob alsdann hervor, datz der
lezialpolitische Fortschritt, den die deutsche L>eemamis-
^rdnung darstelle, auch im Auslande gewiirdigt zu wer-
^en beginne. Das ist für nnser Ansehen alS auch-seefah-
rende Nation ganz gewiß nicht ohne Wert.
Wurde das Zustandekommen der neuen Seemanns-
°rdnung dadurch nicht erheblich erschwert, datz öie Sozial-
oeniokratie den Bogen ihrer Ansprüche zu überspannen
zuletzt bemüht war, so tauchten während der Durch-
^eratung des F l e i s ch b e s ch a u g e s e tz e s besonders
^swegen immer neue Hindernisse aus, weil zu den denk-
°ar schwierigst zu erreichenden Kompromissen diejenigen
öehöcen, welche zwischen den Jnteressenten der heimischen
wndivirtschaftlickien Produktion nnd des seiner sttatur
j^ach internatwnalen Welthandels zustande gebracht wer-
öen sollen So sehr in manchem Stadinm der Beratung
de>
Fleischbeschaugesetzes die Neigung auf agrarischer
^eite stch vermissen lietz, sich zu Opsern bereit zu zeigen,
tse gebracht werden mutzten, nm so weniger überflüssig
es, erneut heroorzuheben, wie es gerade der inzwischen
^erstorbene Graf Klinckowström gewesen ist, der seine
charteifreunde dazu vermochte, sich mit dem Erreichbaren
^ufrieden zu erklären.
Welcher Widerstand dem Zustandekommen des Sac -
a r i n g e se tz e s erwuchs, ist noch in frischer Erinne-
^Ung. Zusammenhang mit der Neugestaltnng der
ckuckersteuergesetzgebung war die Monopolisierung der
^accharinfabrikation notlvendig. Bei ersterer rechnete
^Uan auf eine Zunahme des heimischen Konsums, wenn
Ach nicht im Handumdrehen, so doch in absehbarer Zeit.
os hei der bisherigen Fabrikation und dem bis-
7?rigen Vertrieb des Saccharins geblieben wäre, würde
Ae Crreichung dieses Zweckes und ihrer auch in steuer-
i'olitischer Hinsicht nicht unwiesentlichen .Konseqnenzen
^uhezu unmöglich gemacht wordeü sein. Fmmerhin ist
^ begreiflich, datz dies Gesetz manche Anfeindung erfährt.
Aus Stad t und Land.
Heidelberg, 21. März.
„ b Französische Vorträge. Jn seinem Vortragc üüer Bcau-
aurchcus schjckie Hrrr Olivier das gleiche voraus, Ivie in
üücr Marivaux, datz es nämlich nicht möglich sei, in drci
, Nrrelstundon ein vollständiges Bild des Dichters zu gebcn,
t?tz er sich also darauf üeschränkcn müssc, scine merkivürdigsten
bnten hcrvorzuhebcn. Von ciner eigentlichen Leüeusbcschrei-
Fng tzcs Dichters vollständig absehcnd, kmn es ihm hauptsäch-
darauf an, in grohen Zügen cin Bild seincs Wescns zu ge-
iv" Und in cngstem Zusammenhange damit darzulegen, was
^Pumarchais den klassischen Persönlichkeiten des französischen
HbUspiels Neues hinzugefügt hat, dcr Manu, dessen Werk so
, > seinem Leben verschmolzen ist, dah beide kaum von einander
r" lrennen sind. — Was zunächst des Dichters Moral betrifft,
s, rrfuhr sre eine sehr verschiedenartige Beurteilung, je nach
hF Scite, von der sie ausging. Nicht zu leugnen ist, dah er
A>vas man heutzuiagc eiucn Streber nennt, dah er ohne
jE^^uken in der Wahl seiner Mitiel versuhr, dah ihm Ränke
rc Arr nicht sremd ivaren; aus der andeveu Seite sind ihm
auch jvirklichc Herzeusgüte, ja, Edelmut, verbunden mit
«hrer Vaterlaudsliebe, nicht abzusprechen. Man darf cben
sicli Bcurtcilung all die Hindernisse nicht vergessen, die
Kp >hm in scincr Dichterlaufbahn hemmend entgegenstellten,
h^Frrnisst, die zum grohen Tcil in der sittlichen Verderbt-
Nr/ winer Zeii begründet waren. Beaumarchais tvar ein
h^ Rch sei„er Zeit von etwas weitherziger Moral, bon. stark
°°rtrx^„der Sinnlichkeit; er war durchaus nicht fleckcnlos,
erpn ^ Gure hatte entschieden die Oberhand bei ihm. Er
alz s sich als vortrefflicher Sohn, Gatte, Vater und Bruder,
°r Kamerad, Berufsgeiwsse, Bürger und Patriot, wenn
So i? ^'"e eigenen Jniercssen dabei nicht zu vergessen pflegte.
ger-Mr beispielsweise sein Simr sehr auf den Gelderwerb
gr_A>tet; auf der anderen Seite kam es ihm auch wieder auf
nirbi ^rldverluste nicht an, wie z. B. bei der höchst uneigen-
BxMen Herausgabe der Werke Boltaires; so trug er auch den
gerj seines Vermögens, ja die Armut, in die er schlretzlich
dertr l Murren. Voll bitteren Hasses gegen die Haupt-
er ^^.her tiesen silllichen Verkommenheit seiner Zeit muhte
t>on und sein Gewissen erleichtern und so die Revolu-
seinF">t vorbereiten helfen. Hoch über den meisten Dichtern
»Nd ,stehend, war ihm die Schriftstellerei eine Kunst
alZ "'u,t ein Handwerk, ein Luxus, den er sich erst erlaubte,
>>m in autcn N^rmöaevsverbältnissen besaud, und ferner
ein Haupimittel, um Einfluh auf die öffentliche Meiuuug zu
gewinnen. Die Rührstücke „Les deux Amis" un!d „Engenie
mir kurz erwähnend, wandte sich Herr Oliviec des Dichters
bcrühmten Lnstspielen „Le Barbicr de Söville" und „Le
Mariagc de Figaro" zu. Auf eine Aualyse dcr allbekanmeu
Werke verzichterrd, ging er nur auf die Hauptpersönlichkciteu
der beiden Stücke näher ein, und zwar mrr iirsoweit, als die
selben dnrch Beaumarchais eine llmwandlnng erfahrcn haben
im Vergleich zu den überlieferten Hauptpcrsönlichkeiten des
frauzösischen Lustspiels: Figaro, der, wie alle Figureu des
Beaumarchaisschen Theaters, keine Puppe, sonderu eine leben
dige Persönlichkeit von Flcisch u»d Blut mit ausgeprägtem Cha
rakter ist, wird besteheu, so lange die französische Rasse besteht,
denn er bcingt eine ganze Gesellschaftsklasse, cine ganze Epoche
zum Ausdruck und ist die glänzendste Verkörperung des Kam-
merdieners seiner Zeit. Figaro, dem Namen und der Kleidung
nach Spanier, im übrige.r« aber der echte Pariser aus dem
Volke, ist der natiirliche Sohn des Doktors Bartholo, hat alle
möglichen Berufsarten ausgeübt, viel gelittcn, viel bcobachtct.
^seinc .Worte flicgeu gleich stühlerneu Pfeilen unter die ver-
derbte, verrottete Gesellschast seiner Zeit, die rn ihnen den
Kern der encyklopädischen Lehren eines Diderot, eines Rous-
seau, eines Voltaire erkennen und bewundern muh. UiNd die-
ser Figaro, der zugleich voll von JdealismuS und Realismn?»
voll von heitcrem Skcptizismus und beihendem Witze ist, dieser
Figaro, vor dem alle übrigen Figuren der beiden Lusispiele
stark zurücktreten, ist kein anderer als Beaumarchais selbst und
zwar übertrifft das Original das von ihm eutworfene Selbst-
bildnis noch in jeglicher Weise. Verschiedone der merkwürdig'
sten Auftritte aus den beiden Lustspielen, darunter der berühmre
Monolog, die der Redner mit groher Kunst vorlas, konnten ihre
Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlcn. — Dcr schwachköpfige
Graf Almaviva versinnbildlicht den lasterhaften, verdcrbten
Adel seiner Zeit. Durch seine Eisersucht quält er seine Ge-
mahlin, durch seine Grausamkeit wird er der 'Schreckeu uud das
Unglück seiner Untergebenen. — Bartholo, das Urbild des Bür-
gers, der die alten Zustände wieder hergestellt wüuschte, ist
nicht der überlieferuntzsgemähe Bormund, der mit Leichtigleit
hintergangen wird: Rosine gelingt es nicht, ihn.zu täuschen,
und Figaros Arglist reicht gerade aus dazu. — Rosine, die
zwar nicht eben naiv zu nemren ist, Lesitzt gleichwohl mchr
Ehrerchaftigkeit, mehr echte WeiLlichkeit und zugleich mchr
Leben als die entsprechenden Franengestalten der lleberliefe-
rnng. — Von den untergeordneten Persönlichkeiten, wie z. B.
Basile und Bridoison, sei hier nnr erwähnt, dah sich Beaumar-
chais bei ihrer Zeichnung streng an die Uebertiefernutz gehaltcn
hat. —- Am Schlusse seines zehnten und letzten Vortrages an-
gelangt, warf Herr OlitMr einen kurzen Rückblick anf die
Neihe-der von ihm behandeltcn französischen Dichtcr, welche,
dem Zeitabschnitte von Molieres Tod bis zur Revolution an-
gehörend, eine anziehende Darftellnng der Entwicklung des fran-
zösischen Lustspiels im 18. Jahrhundert und zuglerch ein an-
schauliches>,Bild der Sitten jener Zeit bietet. — Auch an dieser
Stelle sei Hervn Olivier Dank gesagt, dah er in so liebenswür-
diger uud uneigenuütziger Weise dem geistigcn un-d materiellen
Wohle des Heidelberger Lehrerinnenvereins gedient und zu-
gleich einem gröheren Püblikum den Genuh geboten hat, schö-
nes Französisch in anmutigster Form zu hören: Er hat es
vortrefflich verstanden, den zi-m Teile ctwas ferulicgeu-deu
Stoff anziehend unü oft sehr erheiternd zu gestalten.
W Kiinstverein. Die dieSwötchentliche Ausstclluug im Kunst-
vereiu wird fast durchweg von Damcn beherrscht. Ernc ganzc
Kollektion Naturstudicn sandte Frl. Georgiue Nuhn-Berg-
hausen b. Karlsruhe, ebenso Rela Königsmami-München; Frl.
Erna Loog-Heilbronn ist mit mehreren Stillleben vertreten.
Ein Blumcnstück (Veilchen) sandte Frl. Gcorg-Deidesheim,
mdhrere Landschaften Agnes Meyerbof-Frankfurt und Engenie
Schrld-Karlsruhe. Ein- wirknngsvolles Gemäldc, Brenta Do-
lomiten von der Abendson-ne angeglüht, bringt Gottfried Hofer-
Rom, ein Kinderportrait H. Hossmann-Heidelberg, K. Wagner-
München, Pserdebald (Aqnarell), H. Reiffenscheid-Mnnchen
30 Radiernngcn. Prof. Ferd. Brütt ist mit eiuem umfaugrci-
chen, hochiuteressanten Bilde vertreten, Christus victor. Auf
dieses figurenreiche Gemäldc, sowie auf die übrigen ausge-
stellten Werke werden wir in der nächsten Woche noch zu spre-
chen kommen.
)!( Postalisches. Postanweisungen und Briefseiidungen
mit Nachnahme nach Fes mid Marrakesch (Marokko) können
wieder abgeliefcrt werden.
Manriheim, 19. März. (V e r s ch i e d e n e s.) Am 17.
d. M. schlich sich abends halb 11 Uhr ein unbekannter Manu
in das Haus Rheinaustrahe Nr. 26 dahier. Als ein Bewoh-
ner dieses Hauscs Licht holte, um sich nach dem Unbekaimten
umzusehen, stürzte sich letzterer voni S. Stock aus über das
Treppengelän-der hinunter nach dem 4. Stock, wo er bewuhtlos
liegen blieb. Der anscheinenb geistesgestörte fremde
Mann wurde mittels Sanitätswagen ins allgemeine Kran-
kenhaus berbracht; vermutlich ist derselbe identisch mit dem am
26. J-uli 1875 iu Dierbach geborenen Jakob Gclbcrt. — Jm
Diakonissenhaus dahier v e r st a r b gesteru morgen A.6 Uhr
ein achtjähriger Knabe von- Waldhos infolge eines Magen- und
Schlundleidens, das er sich daldnrch zugezogon-, dah cr v o r
zwci Jahren in seiner clterlichen Behansung Salzsäure
getrunkcn hat.
I I Baden-Badcn, 19. März. (M a l e r - A u s st a n d.)
Samstag, den 14. März, fahte eine gutbesuchte Malerversamm-
lung dcu Beschlutz, in eine Lohnbewegung cinzutreteu, wobei
die Forderungen gestellt webden: 43 Pfg. Minimallohn un>d
achttägige Lohnbezahlung. Die Forderungen wurden Montag
früh den Prinzipalen zugestellt uud bis Montag Slbend die
Bewilligungssrist angesetzt. Es haben inzwischen nur einige
Meister bewilligt, so dah Dieustag Früh 120 Mami in den
Ausstand getreten sinld.
Rastatt, 19. März. (T o n e r d e l a g e r. ) Jm Barme
Oberlauterbach entdeckte man eine 30 Zentimeter dicke kohlen-
artige Erdschicht und darunter eine Schicht Töpfererde, deren
Dicke noch nicht ermittclt werden konntc. Nach fachmännischem
Urteile soll die gefunden-e Töpfererde allen an sie gestellten An-
sorderungen entsprechen.
Ans Baden. Wie anf dem Feldüerg, so fiudct auch auf dem
Grohen Belchen in diesem J-ahre wieder eine Msmarckfeier
statt und zwar am Palmsonntag, den 6. April, mittags halb
1 Uhr. Am Samstag ist eine Vorfeier im Gafthof des Voge-
senklubs auf dem Groheu Belcheir. — Auch auf dem Sand
wird eine Bismarckfcier abgehalten. Am Samstag, den 28.
März, abends, findet daselbft ein Festkommers und am Sonn-
tag, deu 29., mittags 1 lchr, ein Festessen statt.
Tßeater- und Kunstnachrichten.
— Das Megandsche Drama „Nacht" fand bci seiner Ur-
aufsührnng im Oldenbnrger Hoftheater einen starken Erfolg.
Das Drama behandelt das Trustproblem. Jm Mittelpunkt
steht eine Persönlichkeit, dereu rücksichtsloses Streben nach
Macht stch durchsetzt, aber dann auch eincn Wi.derstaud gegen
sich heraufbeschwört, dem sie zuletzt- crliegt. Das Stück ent-
wickelt in folgerichiiger Steigerung die seelischen Vorgänge
und parallel dazn die sozialcn Folgen, die das Vorgehen des
Helden nach sich zieht. Dcr dritte un-d vierte Mt mit ihrer
starken dramatischen Spannung und Bewegung schlugen durch,
am Schluh würde der Autor, ein juuger Bremer, mehrmals
geruseu._
Verantwortlich für den redaktionellen Teil F. Montua, für deri
Jnseratenteil Th. Bertenbusch, beide in Heidelberg.
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133 Nallptstrasss 133. 817 Dvlspkoll 817.
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185 Rauptstr., iii vllssrsn nsu »usxsllautsn RLumsn 185,
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Illkslssrvlos von äsn sinkaedstsn bis su äsn keinstsn.
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