Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 2): Nordostdeutschland — Berlin, 1906

Seite: 19
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Beh

— 19 —

Bei

BEHRENHOF. Pommern Kr. Greifswald. Inv. I.
Dorf-K. Chor Feldsteinbau im Oberg. Stil, die ehemalige Über-
wölbung Hängekuppel. Lhs. got. Backsteinbau, Basl. von 3 J.;
Qwb. nur im s Ssch. erhalten. T. wird nicht erwähnt. Ganze L.
25,6. Got. Wandmalereien.

BEIDENDORF. Mecklenbg.Schw. AG Wismar. Inv. II.
Dorf-K.» Gewölbter got. Backsteinbau, der platt geschlossene Chor
frgot., 2 rck. Gwb. über quadr. Gr.; ebenso, nur in größerem
Maßstab, das Sch., massiger 4giebeliger W-T.

BELGARD. Pommern Kreisstadt. Inv. III. — Meß-B.
Marien-K. Got. Backsteinbau, nach Brand 1506 wiederhergestellt.
3 sch. Basl.°, im Lhs. so breit als lang, Chor 2 J. und 3/s Schluß,
Sterngwb. auf schlichten 8eck. Pfl. (im Msch. jetzt flache Decke),
W-T. mit einfacher welscher Haube, 3teilige Fenster, Rosettenfriese.
Ein hübsches Detail an der äußeren Chorwand die aus gebrannten
Tonplatten hergestellte Umrahmung" einer jetzt leeren Nische.
Großer Altarbau in nordischem Bar.

Von den Resten der Stadtbefestigung am besten erhalten das
Hohe Tor».

BELG EN. Brandenburg Kr. Königsberg. [K.]
Dorf-K. Jetzt Scheune, rck. got. Granitquaderbau, Fenster un-
verglast.

BELITZ. Mecklenbg.Schw. AG Laage. Inv. I.
Dorf-K. 1. H. 14. Jh. Gedrungene flachged. Basl. mit gewölbtem
polyg. Chor. — Großes Wandgrab" der Familie Schmeker 1602
in niederländisch beeinflußter Renss., Sandstein mit Marmorreliefs,
eine der bedeutendsten Arbeiten dieser Art in Mecklenburg. Gut
geschnitztes Gestühl von 1670. (Das Inv. von 1811 verzeichnet
eine sehr reiche Ausstattung von hauptsächlich heraldischem Inter-
esse; letzte Rest. 1886.)

BELLIN. Mecklenbg.Schw. AG Krakow. Inv. IV.
Dorf-K.0 Etwa 2. V. 13. Jh., mehr rom. als got. Der ursp. Cha-
rakter im wesentlichen erhalten. Anlage und Behandlung erinnern,
wie viele mecklenbg. Kirchen dieser Zeit, unmittelbar an west-
fälische Vorbilder. Feldsteinbau mit Backsteingwb. Er zerfällt
in 3 Abteilungen, jeder mit 1 quadr. Gwb. Turmhalle und Ge-
meindehaus haben in der Außenansicht fortlaufende Fluchtlinien,
im Innern ungleiche Mauerstärke und Trennung durch breiten
Gurt. Nach O Abstufung: eingezogenes, niedriges Chorquadrat,
noch niedrigere Apsis. Die Gwb. als Hängekuppeln gebildet,
sehr stark steigend, so daß sie im Querschnitt einen Halbkreis
erreichen. Die Rippen (auch an der Halbkuppel der Apsis vor-
handen) wahrscheinlich nur aufgesetzt. Fenster schwach spitzbg.,
im Lhs. in Drillingsgruppen. — Wand- und Deckengemälde

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