Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 2): Nordostdeutschland — Berlin, 1906

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A. Schlüter einige figürl. Stuckwerke zurückgehen (C. Gurlitt
1891). In der Art seiner Schule die Ausstattung der Mecklen-
burgischen Kammern. Deckenmalereien von Terwesten 1698
und Schoonjans. Von Eosander die Kap. und Porzellan-Kammer
im WFlügel 1706, sowie die anschließende lang gestreckte Oran-
gerie 1709—12. — Im O der Neue Flügel von G. W. v. Knobels-
dorf/ 1740—43, im Obergeschoß die 40 m lange Goldene Galerie
mit Vorsaal und 3 Wohnzimmern Friedrichs d. Gr., neben den
Bauten in Potsdam die großartigste und glänzendste Entfaltung
des Rokoko in Norddeutschland, die Dekorationen von /. A.
■ Nahl, Deckengemälde von A. Pesne. Längs der Gartenseite
des Neuen Flügels und der Orangerie eine Reihe von 24 Marmor-
büsten römischer Kaiser und Kaiserinnen, 1663 von Kaspar
Günther aus Danzig; Marmorstandbild der Minerva nach Artus
.Qucllimis (rest.). — Das Theater am WEnde der Orangerie und
das ellipt. Belvedere im Park 1788 von K. G. Langhans. —
Mausoleum 1810 nach Schinkels Entwurf erbaut zur Aufstellung
von Rauchs Sarkophag der Königin Luise; die Vorhalle 1826—28
in Granit erneuert; die Kap. erweitert 1841 nach dem Tode Fried-
rich Wilhelms III. und 1889 nach dem Tode Kaiser Wilhelms I.
(Centralblatt d. Bauverwaltg. 1890). — Teehaus Friedrich Wil-
helms III., 1821—25 von Schinkel. — [Grabmal des Prinzen Fer-
dinand f 1806 von G. Schadow aus der Schloß-Kap. 1906 in das
Hohenzollern Museum in Berlin übergeführt.]

CHECHLAU. Schles. Kr. Gleiwitz. tau. IV.
Pfarr-K. Schrotholzbau von 1517. Bemalte Bretterdecke0; durch
Streifen mit spgot. stilisirtem Laubwerk 4eckige Felder abgeteilt,
in denen teils Halbfigg. von Heiligen, teils Blumenkelche; an der
Chordecke Marientod. — 12 kleine Figg. von einem sp. ma. Altar,
neuerdings wiederhergestellt.

CHELM0NIE (in der Ordenszeit Grunenberg). WPreußen
Kr. Thorn. Inv. VI.

Dorf-K.» Etwa LH. 14. Jh. Anlage einfach, Ausführung sorg-
fältig und einheitlich. Flachgedecktes rck. Gemeindehaus mit desgl.
Chor, eingezogen. Turmlos. Eine Eigentümlichkeit die Disposition
der kleinen Sakristei an der OWand des Chors. Infolgedessen
steigen 3 Giebel übereinander auf. An den Langseiten Wechsel
von Fenstern und Blenden, darunter Fries in Flächenmuster von
schwarzen Steinen.

CHEMNITZ. Mecklenbg.Schw. AG Penzlin. Inv. V.
Dorf-K. Schlichter Feldsteinbau. Von Interesse die urkundl. Da-
tierung auf 1305.

CHLASTAWE. Posen Kr. Meseritz. Inv.
Dorf-K. (evang.). lsch. Fachwerkbau von 1637, das Innere0 noch
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