Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 2): Nordostdeutschland — Berlin, 1906

Page: 76
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dürrer Arkatur, Arbeit kaum mittelmäßig. 2 Steinepitaphe 1590,
1597. Mehrere spgot. Kelche, einer bmkw. durch seine ausge-
dehnten figürl. Reliefs. Silberner Belt 1504. [Bülowsches Ante-
pendium«5, Stickerei des 14. Jh., im Mus. Schwerin.]
Schloß0. Renss.Umbau einer got. Anlage, heute verstümmelt.
Reste von Terracotta-Rundbildern usw. weisen auf Schulzusammen-
hang mit Wismar und Gadebuch; Inschr. 1556, 1661.

BYSCHEWO. Pr. Posen Kr. Bromberg. iriv.
Pfarr-K.« Geputzter Ziegelbau 1633 gew. Die Gwb. des Sch.
und der Ausbau im Rok. erneuert.

BYT HIN. Pr. Posen Kr. Samter. Inv.
Dorf-K. Spgot. Ziegelbau 1534 (Inschr.), wie in Ottorowo.

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(Ce, Ch, Ci, Cz; im übrigen unter K.)

CENTAWA. Schles. Kr. Groß-Strehlitz. Inv. IV.
Pfarr-K. 16. Jh. Zu nennen wegen der hübsch bemalten Kassetten-
decke0 von 1585.

CERADZ. Posen Kr. Posen West. Inv.
Dorf-K. Spgot. Ziegelbau im O 3seit, geschl., Sterngwb. — Spgot.
Holzbildwerke, S. Anna selbdritt und Gottvater mit dem Leich-
nam des Sohnes. 2 Grabsteine 2. H. 16. Jh.

CHARLOTTENBURG. Brandenburg. Inv. [K.]
Kirche des ehem. Dorfes Lützow, jetzt Tochter der Luisen-K. Rck.
Ziegelbau, die Umfassungsmauern in frgot. Verband, mit spitzbg.
NTür; die Strebepfl. 1848 beim Umbau unter A. Stiller hinzu-
gefügt (Zeitschrift f. Bauwesen 1852). — Taufstein 1599.
Königl. Schloß. (Berlin und seine Bauten 1896. Dohme, Bar. und
Rok. Architektur.) Der Mittelbau beg. 1695 von A. Nering als
Sommersitz der Kurfürstin Sophie Charlotte. Seit 1701 bedeutende
Erweiterung unter Eosander v. Göthe. Zuerst scheinen die beiden
Hofflügel hergestellt zu sein; dann wurde der Hauptbau mit den
Flügeln verbunden und über diese hinaus verlängert. Für die
Fronten blieb im wesentlichen die schlichte Architektur des Mittel-
baues maßgebend; jedoch erhielt dieser am Hofe ein kräftiges
l Risalit mit Giebel und darüber einen 48 m hohen wirkungsvollen
Kuppel-T., dessen krönende Fortuna 1711 von Andreas Heidt
aus Kupfer getrieben. Den 76 m im Quadrat messenden Ehrenhof
schließt an der Straße ein hohes Schmiedegitter mit 2 hübschen
Häuschen für die Wachen, voll. 1712. Im Mittelbau mögen auf
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