Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 2): Nordostdeutschland — Berlin, 1906

Seite: 329
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Ost

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Ott

OSTROG. Schles. Kr. Ratibor. Inv. IV.
Schloß. Zuerst 1245 erwähnt. Wenig bedeutender, modernisierter
Renss. Bau.

Schloß-Kap.= E. 13. Jh., im Gr. 6,3:11,8 m,' 6kappige Gwbb.,
reiche Ourt- und Dienstgliederung mit zierlichem Detail. Die
NWand in 3X3 Sitznischen0 aufgelöst; die Wimperge derselben
enden in Kreuze0 von durchgehend wechselnder Form.
[H. Grab-Kap. 1647, jetzt abgebrochen.]

OSTROKOLLEN. OPreußen Masuren. Inv. VI.
Dorf-K. 1667, ganz aus Holz, lsch. mit 3seit. Schluß. Die derbe
Ausstattung aus derselben Zeit vollständig erhalten.

OSTROMETZKO. WPreußen Kr. Kulm. Inv. V.
Dorf-K. 1632, lsch., 4 J. im Lhs., 2 J. und Schluß aus 6Eck im
Chor, abgeflachte Kreuzgwbb.

OSTROW. Brandenburg Kr. OSternberg.
Dorf-K. Spgot. Ziegelbau, lsch. 3seit. geschl., Kreuzgwbb.; vor
der WSeite Holz-T. 1686.

OSTROW. Posen Kr. Posen-Ost. Inv.
Burg» im Lednica-See, innerhalb eines Ringwalles geringe Reste
eines Granitbaues mit sprom. Doppel-Kap.

OSTROWITT. WPreußen Kr. Löbau. Inv. X.
Kirche. 14. Jh. Langes Rck., an den Seiten wechseln Fenster und
Blenden, der zur Hälfte einspringende T. mit eigentümlichem Ab-
schluß, über 4 Giebeln Umsetzung aus 8 Eck.

OSTROWITT. WPreußen Kr. Strasburg. Inv. VIII.
Dorf-K. AusMa, E. 16. Jh. eingreifende Wiederherstellung. Die
Blenden des OGiebels und die Zinnenkrönung des W-T. verwandt
den Renaissanceseiten des Schlosses Gollub.

0STR0W0. Posen Kr. Ostrowo. Inv.
Kath. Pfarr-K. Blockholzbau nach 1782, bmkw. als 3sch. Basl.

OSTROWO. Posen Kr. Strelno. Inv.
Dorf-K. Spgot. Ziegelbau, 1 sch., quadr. Chor mit Staffelgiebel.

OTTENDORF. Schles. Kr. Bunzlau. Inv. III.
Dorf-K. 15. Jh., im Sch. renss. Stichkappentonne, Chor mit 2 J.
Kreuzgwbb. — Doppelflügeliger Schnitzaltar 1587.

OTTENDORF. Schles. Kr. Sprottau. Inv. III.
Dorf-K. Granitbau aus spätestem Ma. — Doppelflügeliger Schnitz-
altar A. 16. Jh. Bildnisgrabsteine 2. H. 16. Jh.

OTTENSEN. Schlesw.Holst. Kr. Altona. Inv.
Kirche. 1735—38. Langbau mit 5seitigem Schluß, gegipste Holz-
muldendecke, Emporen, Kanzelaltar. — Taufstein0, 1. H. 13. Jh.,
Überg.St, auf Renss.Fuß. Teile einer prachtvollen Lichtkrone
von 1738. — Auf dem Friedhof die schlichten Grabmäler Klop-
stocks und seiner beiden Frauen.
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