Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 5.1930

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Geräten (Maienbaum, Rundlauf, Wippen, Schaukeln).
Seitlich vom Turn-Spielplatz befindet sich die 30
mal 5,00 m große Sprungbahn. Sie dient für das
Turnen am Reck, Barren und Bock, wie auch für
Hoch- und Weitsprung. Durch die seitliche Anord-
nung der Sprungbahn ist ein ungestörtes Turnen an
den genannten Geräten sichergestellt. Um eine Ver-
bindung zwischen der Spielwiese und dem Turnspiel-
platz herzustellen, wurde die Pflanzung dieses
Platzes unterbrochen. Die Ost- und Westgrenze die-
ses Platzes wurde in Einheit mit dem Kleinkinder-
spielplatz bepflanzt. Der Platz steht mit den Sand-
lagerstätten und dem Planschbecken in direkter Ver-
bindung. Damit die eben erläuterten Plätze leicht
frisch begrandet werden können und der Spiel- und
Lagersand bequem erneuert werden kann, wurde für
eine Zufahrt an der Südgrenze des Turnspielplatzes
Sorge getragen.

Sämtliche Platz-, Wege- und Rasenkanten erhalten
eine stabile Einfassung. Dadurch werden die jähr-
lichen Instandhaltungskosten wesentlich reduziert.

Sämtliche Wege und Plätze erhalten eine staub-
freie und dauerhafte Deckenlage aus braunrotem
Grand. Die farbige Wirkung dieses Materials ist
für die gesamte Anlage ebenso wichtig wie seine
erprobte Haltbarkeit.

Sämtliche Anpflanzungen erhalten Namenschilder.

Bei der Auswahl der Gehölze ist auf den Vogel-
schutz Rücksicht genommen.

Die Bewässerung der Spielwiese und sonstigen
Anpflanzungen erfolgt durch geeignete Regen-
apparate.

An geeigneten und im Entwurf bereits vorge-
sehenen Stellen sind stabile Sitzbänke und Abfall-
körbe aufgestellt.

Die Einfriedigung und die Pforten sind einer
guten Haltbarkeit wegen aus verschweißten und ge-
strichenen Stahlrohren mit Drahtgewebefüllung her-
gestellt und müssen genügend Schutz gegen Ka-
ninchen bieten.

Sämtliche Baulichkeiten sind in Holzkonstruktion
aufgeführt.

MONTESSORI-MÖBEL

RUDOLF SCH WAR Z

Die Möbelchen sind in Wiiklichkeit ziemlich zier-
lich. Beim Entwurf, den ich gemeinsam mit Hanns
Schwippert durchführte, haben wir folgende Gedan-
ken verfolgt: Die pädagogische Methode von Maria
Montessori beruht auf dem Gedanken der Selbst-

bildung des Kindes an der Wirklichkeit. Das Kind
soll sich selbst bilden, und diese Bildung soll im Um-
gang mit der Wirklichkeit erreicht werden. Das Tun
des Kindes wird genau so ernst genommen wie das
des Erwachsenen. Die Methode ist unfantastisch

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