Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 5.1930

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MITTEILUNGEN DES DEUTSCHEN WERKBUNDES

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15. MÄRZ 1930

Jahresversammlung des D.W.B, in Wien
22.—26. Juni 1930

Vorläufiges Programm.

Sonntag, den 22. Juni 1930.

Empfang der Teilnehmer in LINZ. Fahrt mit Schiff
durch die Wachau nach Wien.

Montag, den 23. Juni 1930.

Vormittags: Sitzung des Vorstandes und Aus-
schusses. Nachmittags: Autorundfahrt durch die
Stadt und Ausstellungsbesuch. Abends: Fest im
Ausstellungsgarten.

Dienstag, den 24. Juni 1930.

Vormittags: Mitgliederversammlung. Nachmittags:
Otto-Wagner-Denkmal-Enthüllung. Empfang und
Tee beim Bundesminister im Schönbrunner Schloß.

Mittwoch, den 25. Juni 1930.

Vormittags: Öffentliche Kundgebung (Redner
Herr Professor Frank, Wien). Abends: Besuch
der Oper, anschließend Empfang im Rathaus
durch den Bürgermeister.

Donnerstag, den 26. Juni 1930.

Ausflug nach Stift Klosterneuburg, Rückfahrt
durch den Wienerwald. Jause auf dem Schloß
Kobenzl. Abends Heuriger in Grinzing.

Im Anschluß an die Tagung ist auf Einladung der
Ungarischen Gesandschaft am
Freitag, den 27. Juni 1930

ein dreitägiger Ausflug nach Budapest in Aus-
sicht genommen. Bei genügender Teilnehmerzahl
(Mindestziffer etwa 30 Personen) würde sich der
Preis für Hinreise mit Schiff 1. Klasse, Rückreise
Schnellzug 2. Klasse, drei Ubernachtungen in
einem erstklassigen Hotel, volle Verpflegung und
eine Rundfahrt durch Budapest auf etwa 80 M.
für die Person stellen. Bei Verzicht auf die Rund-
fahrt ermäßigt sich der Preis um etwa 5 M.
Da diese Fahrt außerhalb des eigentlichen Ta-
gungsprogramms vorgesehen ist, bitten wir unsere
Mitglieder, ihre Absicht etwaiger Beteiligung
rechtzeitig bekanntzugeben, damit die Verhand-
lungen mit den zuständigen Stellen aufgenommen
werden können. Die Anmeldung hierfür ist selbst-
verständlich zunächst unverbindlich.
Das genaue Tagungsprogramm werden wir recht-
zeitig jedem Mitglied zustellen. Wir bitten aber
den Termin bereits jetzt vorzumerken und einen
Besuch in Aussicht zu nehmen.

Wiederholt sind in Zeitschriften und Prospekten
Waren „im Werkbundstil" angezeigt worden. Wir
Hachen erneut (siehe Heft 1 dieses Jahrganges)
darauf aufmerksam, daß es keinen Werkbundstil
gibt und daß auch niemand die Berechtigung erhält,
seinen Erzeugnissen eine Bezeichnung in Verbin-
dung mit dem Namen unseres Vereins zu geben. Es
gibt keine Werkbundöfen, keine Werkbundbetten
und keine Siedlungen im Werkbundstil, aber es gibt
offenbar immer noch eine große Anzahl Leute, die
noch nicht begriffen haben, daß es nur eine Werk-
bundgesinnung gibt.

Mitgliedsbeitrag. Wir erinnern nochmals
an die sofortige Uberweisung des Mitgliedsbei-
trages für das laufende Rechnungsjahr und ver-
weisen wegen der Höhe des Beitrages auf unser
Rundschreiben vom 27. Januar 1930, das allen Mit-
gliedern zugegangen ist. Vom 25. März ab werden
wir die bis dahin nicht eingegangenen Beiträge
durch Nachnahme erheben und die Mitgliedskarte
für 1930 gleichzeitig beifügen. Wir bitten um Ein-
lösung der Sendung bei Vorzeigung durch den Post-
beamten. Die Zeitschrift „Die Form" können wir vom
1. April ab nur noch denjenigen Mitgliedern zustel-
len, die bis dahin den Beitrag für das laufende Jahr
entrichtet haben.

Stuttgart. Kunsthaus S c h a I I e r. 15. März
bis 1. April: Erna R a a b e, Stuttgart. April 1930:
Xaver Fuhr, Mannheim, Professor Adolf Hilden-
brand, Pforzheim. Lucia Moholy, Berlin, Fotos.

Von unseren Mitgliedern

Kunstgewerbeschule Hannover. Der
seit einigen Jahren an der Schule tätige Grafiker
Karl Dröge wurde zum Leiter der Abteilung für
Grafik und zum Professor ernannt.

Bei dem Wettbewerb um den Schulhausneubau
mit Lehrerwohnungen für Wengelsdorf wurde der
Entwurf des Baurats Barth in Rössen bei Merse-
burg als bester von den eingegangenen Entwürfen
anerkannt und für die Ausführung bestimmt.

Bei dem internationalen Wettbewerb zur Gewin-
nung von Entwürfen zu einem monumentalen Fres-
ken-Zyklus für die Zentralhalle des Los-Angeles-Mu-
seums für Geschichte, Kunst und Wissenschaft in
Los Angeles (Kalifornien) erhielt Kunstmaler Erwin
H e t s c h , München, den ersten Preis.

Bei dem von dem Stadtrat München ausgeschrie-
benen Wettbewerb für die Gestaltung von Licht-
masten der elektrischen Straßenbeleuchtung ge-
wannen Postbaurat F. Holzhammer und Stadt-
baurat H. V o l b e h r je einen Preis von 500 RM.

Bei dem Wettbewerb für eine Volksbadeanlage in
Planitz (Sa.) wurde Architekt Fritz Steudtner,
Dresden, der 4. Preis zugesprochen.

Ausstellungen

Berlin. In allen Räumen des Funkturmhallen-
Vierecks findet vom 23. Mai bis 3. August eine rein
künstlerische Schau ..Altes Berlin" statt, deren Ge-
samtleitung in den Händen des Direktors des Mär-
kischen Museums, Dr. Stengel, liegt.

Der Duisburger Museumsverein, der im
März „Neue Porzellane in Kunst und Technik", Aus-
stellung der Staatlichen Porzellanmanufaktur, Berlin,
bringt, worin die funktionell überzeugenden Stücke
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