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Neuer General-Anzeiger: für Heidelberg und Umgegend ; (Bürger-Zeitung) — 1893 (Juli bis Dezember)

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21)

dem

ledig, und mit dieser Bemerkung gingen am an-
deren Tage die Akten an das Landgericht zurück.
Und doch hatte Hans v. Flottwell einen Um-
stand unerwähnt gelassen, der, wenn er bekannt
gewesen wäre, ganz dazu angethan war, die
Untersuchung in das richtige Fahrwasser zu
lenken.

ilierbach, nebst
uellbrunnen und
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Aus Wcrh und Jern.
* Neckarbischofsheim, 8. Aug. Vorgestern
fand hier daS 4. R a d fa h r er fe st der Neckar-
sektion statt. Begünstigt vom Wetter, nahm das-
selbe in allen seinen Theilen einen guten Verlauf.
Etwa 50 Radfahrer nahmen an dem Feste theil;
auch der Gauvorstand Herr Schlatter aus Mann-
heim war anwesend. Preise erhielten: 1) Im
Distanzfahren: 1. Herr Schatz aus Frankenthal,
2. Herr Metzger von Karlsruhe und 3. Herr Ge-
strich von Neckargemünd. 2) Im Gauverbands-
fahren: 1. Herr Gestrich von Neckargemünd, 2.
Herr Schatz von Frankenthal, 3. Herr Metzger
von Karlsruhe. 3) Im Landsturmfahren: 1. Herr
Schlatter von Manheim, 2. Herr Boppol von
Karlsruhe, 3. Herr Gruner von Karlsruhe. 4)
Im Langsamfahren: 1. Herr Moritz Oppenheimer
von hier, 2. Herr Merz von Aglasterhausen, 3.
Herr Klauser von hier. 5) Im Sektionsfahren:
1. Herr Gestrich von Neckargemünd, 2. Herr Kirsch
von Meckesheim, 3. Herr Berthold Wolf von hier.

erte
n Orchesters
» 8. August,
'2 Uhr im
Karten.
htabonnenten 4v

stempel Wienbrands aufgedrückt, mit dem dieser
alle derartigen in seinen Händen befindlichen
Papiere zu bezeichnen Pflegte. Das war des Be-
weises genug, um die Annahme zu rechtfertigen,
man habe in der That die Originalpapiere vor
sich. Daß der Rückempfang des Geldes nicht
gebucht war, konnte füglich, ohne daß man der
Wahrscheinlichkeit zu nahe trat, lediglich auf
ein Versehen des Kommissionärs zurückgeführt
werden.
M't Rücksicht auf diese Erwägungen hatte
das Landgericht auf Einstellung der Untersuchung
gegen Oberleutnant Hans v. Flottwell erkannt.
Am Tage darauf, nachdem jene Entscheidung
des Landgerichtes in Stavenhagen eingegangen
war, erhielt der Offizier eine Citation vor den
Regiments-Ches. Es war keineswegs das erste
Mal, daß etwas derartiges geschah, und Hans
hatte in allen derartigen Fällen eine so große
Menge von Ermahnungen zur Besserung und
zur Umkehr auf seinem abschüssigen Wege in
Güte und Ernst entgegennehmen müssen, daß er
auch über das, was er heute zu hören bekommen
würde, kaum im Zweifel sein konnte. Natürlich
richteten sich seine Muthmaßungen, wer ihm bei
dem Obersten eine neue Suppe eingebrvckt haben
könne, vor Allem auf Grünow. Hatte dieser in
der That geschwätzt, so wußte er, daß er verloren
war. Allein der ^Leichtsinnige entschließt sich fast
immer nur schwer an die letzten Eventualitäten
zu glauben, ihm war es ja seit Jahren immer
und immer geglückt durchzuschlüpfen, wenn bereits
jede Pforte verschlossen schien. Daß er in solcher
Beziehung der Nachficht des Obersten das Aller-

Jn diesem würde mithin der präsumtive Nachfolger
des Herzogs Ernst II. zu sehen sein. Prinz Alfred
ist am 15. Oktober 1874 zu London geboren und
steht in der preußischen Armee als Lieutenant ü lu
suite des 6. Thür. Jnf.-Regiments No. 95.
— Der „Voss. Ztg." zufolge sind die Berichte
der landwirthschaftlichen Zentralvereine über die
muthmaßlichen Ernteergebnisse und die etwa gegen
die Futternoth zu ergreifenden Maßregeln nunmehr
eingelaufen und sollen demnächst amtlich veröffentlicht
werden.
— Die mit fo großer Bestimmtheit auftre-
tende Blättermeldung, daß zwei höhere russische
Zollbeamte nach Berlin entsandt seien, um den
Zollkrieg möglichst schnell zu beendigen, stellt sich
als ebenso unbegründet heraus, wie das gleich-
falls verbreitete Gerücht, daß die hiesige Anwe-
senheit des früheren russischen Botschafters von
Oubril mit dem Zollkriege im Zusammenhang
stehe. Russische Zollbeamte oder andere Unter-
händler sind weder bis zur Stunde hier einge-
troffen, noch ist in der hiesigen russischen Bot-
schaft oder an anderen amtlichen Stellen deren
bevorstehendes Eintreffen angekündigt. Wenn
die fragliche Meldung überhaupt aus Petersburg
stammt, so kann sie nur auf einem Mißverständ-
niß beruhen. Die russische Regierung hat that-
sächlich zwei höhere Beamte ernannt, die zu wei-
teren Verhandlungen nach Berlin gehen sollen.
Doch werden diese erst Ende September hier ein-
treffen, da die Fortführung der Verhandlungen
über den Abschluß eines deutsch-russischen Handels-
vertrages, wie bereits vor dem Ausbruch des
gegenwärtigen Zollkrieges bestimmt war, erst am
1. Oktober beginnen wird. Was den ebenfalls
zu den Verhandlungen von russischer Seite be-
stimmten Pariser Agenten des russischen Finanz-
ministeriums, Rafsalovitsch, anlangt, so hieß es
schon vor längerer Zeit, daß dessen dauernde
Uebersiedlung von Paris nach Berlin beschlossene
Sache sei. Daß der Minister Witte gerade
diesen Herrn als seinen besonderen Vertreter nach
Berlin entsendet, könnte vielleicht als ein gün-
stiges Anzeichen betrachtet werdin.
— Die größte Zahl der Selbstmorde hat
unter allen deutschen Bundesstaaten das Königreich
Sachsen aufzuweisen. Zwar zeigen sie seit dem
Jahre 1881, in dem sie mit 1248 (4,2 von je
10 000 Einwohnern) die höchste Zahl erreichten
eine Abnahme, doch bleiben es immer noch mehr
als 1000 Unglückliche, die in jedem der folgenden
Jahre ihrem Leben freiwillig ein Ziel gesetzt haben.
Nach dem soeben erschienen „StatistischenJahrbuch
für das Königreich Sachsen" ist ihre Zahl in den
letzten zwei Jahren wiederum gestiegen. Während
im Jahre 1890 nur 1066 Selbstmörder (855
männliche, 221 weibliche und 10 Personen unbe-
kannt gebliebenen Geschlechts) gezählt wurden, kamen
im Jahre 1891 1172 Selbstmorde (bei 902 Per-
sonen männlichen, 262 Personen weiblichen und 8
Personen unbekannt gebliebenen Geschlechts) und
im vorigen Jahre 1179 Selbstmorde (bei 945,

(Fortsetzung.)
Einmal war der Offizier, wenn er von
Zusammenhänge der Waffe mit der That
wußte, auf eine derartige Frage unzweifelhaft
vorbereitet gewesen und hatte er wegen derselben
Nach irgend einer Seite hin die Unwahrheit ge-
sagt, so mußte das aus dem Zeugniß seines
Burschen, der bereits im Vorzimmer wartete, zur
Genüge erhellen.
Die unmittelbar darauf vorgenommene Ver-
nehmung des Burschen und die der namhaft ge-
wachten Zeugen im Laufe desselben Tages, soweit
dieselben in Stavenhagen ansässig waren, bestä-
tigten die Angaben des Oberleutnants in allen
ihren Einzelheiten. Bezüglich des Revolvers gab
der Bursche noch an, daß die Möglichkeit mähe
liege, ein Handwerksbursche könne denselben ge-
stohlen haben in der Annahme, das kleine glän-
zende Ding bestehe aus Silber. Die Wohnung
des Herrn von Flottwell liege außerhalb des
Borsaals und habe einen besonderen Eingang,
sei auch häufig nicht verschlossen und namentlich
dann nicht, wenn der Offizier bei seinem Weg-
gehen sich in dem Glauben befinde, der Bursche
sei im Hause. An durchreisenden Wanderburschen
iber leide man in Stavenhagen nicht Mangel.
Die Gesammtheit dieser Aussagen sprachen
den Offizier, vorausgesetzt, daß in der Hafenstadt
gleich günstig gezeugt würde, jeden Verdachts

* *
Nur wenige Tage später, nachdem die Akten
in Sachen des Wienbrandschen Mordes von dem
Auditoriat in Stavenhagen an das Landgericht
in der Hafenstadt zurückgelangt waren, erfolgte
die Antwort, daß die von dem Oberleutnant
Hans v. Flottwell bei seiner Vernehmung ge-
machten Angaben durchweg auch von den Aus-
sagen der von ihm namentlich bezeichneten, dort
befindlichen und in dem besten Rufe stehenden
Zeugen ihre Bestätigung gesunden hätten. So
blieb also von der Untersuchung, so weit sie
gegen den Offizier gerichtet war, nur ein einziger
unaufgeklärter Punkt übrig : die fehlende Ein-
tragung über den Rückempfang des Geldes in
Wienbrands Büchern.
Denn daß die Summen in der That gezahlt
worden waren, schien schon um deswillen keinem
Zweifel zu unterliegen, weil der Schuldner sich
im Besitze der über seine Schuld ausgestellten
Wechsel befand, die, wenn sie auch mit einem
Quittungsvermerke nicht versehen waren, doch
zweifelsohne in der Hand Wienbrands sich be-
funden haben mußten, denn einmal war der
Vordruck von diesem eigenhändig ausgefüllt und
von dem Schuldner lediglich unterschrieben, außer-
dem aber war ihnen der wohlbekannte Geschäfts-

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Deutsches Reich.
Berlin, 8. August.
Ueber die Denkschrift die der preußische
Finanzminister in Frankfurt den Delegirten ver-
legen wird, weiß die „Berl. Börs.-Ztg." zu be-
richten : „Der Vorzug der Miquel'schen Denkschrift
liegt, wie in eingeweihten Kreisen erzählt wird,
darin, daß nicht etwa positive Vorschläge gemacht
werden, sondern daß eine große Reihe von Steuer-
Projekten fertig gearbeitet ist. Es wird an der
Hand des positiven statistischen Materials nach-
gewiesen, was jede der einzelnen in Betracht zu
ziehenden Steuern einzubringen vermöchte. Ferner
ist darin auch die Frage der Amortisation der
Reichsschuld in Bezug auf den Antheil der Einzel-
staaten an der Aufbringung der zur Amorsation
nöthigen Summen erörtert. Vornehmlich beschäftigt
sich die Denkschrift aber mit der Darlegung der
aus den einzelnen Steuern zu erwartenden Ergeb-
nisse. Es ist selbstverständlich, daß Schatzsekretär
v. Maltzahn mit dem Inhalt der Denkschrift genau
bekannt ist. Für ihn sind Ueberraschungen um so
weniger darin enthalten, als die Ausführungen sich
zum großen Theile auf Mittheilungen des Reichs-
schatzamts stützen."
— Der „Post" zufolge theilte der thüringische
Staatsminister dem Weimarer Korrespondenten auf
der Durchreise mit, die Frankfurter Konferenzen
dauerten vier Tage. Das Hauptsteuerobjekt
sei zweifellos der Tabak, nebenbei sei eine Zünd-
hvlzfteuer vorgeschlagen.
— Die Erkrankung Herzogs Ernst II. von
Sachsen-Ko burg-Gotha legt bei dem hohen
Alter des Fürsten die Frage nach der Erbfolge im
Falle seines Todes nahe. Herzog Ernst ist am 21.
Juni 1818 in Koburg geboren und folgte am 29.
Januar 1844 seinem Vater, Herzog Ernst I. in
der Regierung. Er würde mithin im nächsten
Jahre sein fünfzigjähriges Regierungsjubiläum be-
gehen können. Am 3. Mai 1842 vermählte er
sich zu Karlsruhe mit Prinzessin Alexandrine von
Baden, die Schwester des regierenden Großherzogs
Friedrich. Diese Ehe blieb kinderlos. Nach den
Bestimmungen des Hausgesetzes des herzoglichen
Hauses von 1. März 1855 ist die Regierungs-
folge erblich im Mannesstamme nach dem Rechte
der Erstgeburt und der Linealerbfolge. In Er-
mangelung jeglicher sukzessionsfähiger Nachkommen
des Herzogs Ernst II. geht demnach die Nachfolge
auf Nachkommen des einzigen, am 14. Dezember
1861 verstorbenen Bruders des Herzogs, des Prinzen
Albert, über. Von den männlichen Nachkommen
des Prinzen Albert aus seiner Ehe mit der Königin
Viktoria von Großbritannien käme zunächst der
Prinz von Wales in Betracht; da dieser jedoch als
zukünftiger Erbe der Krone von Großbritannien
und Irland ausscheidet, so wäre sein jüngerer
Bruder, Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh, erb-
folgeberechtigt. Schon früher hieß es, daß der
Herzog von Edingburgh seiner Erbansprüche auf
Sachsen-Koburg und Gotha zu Gunsten seines
älteren Sohnes, des Prinzen Alfred, entsagt habe.

meiste zu verdanken habe und daß diese Nachsicht
in der Hauptsache von der Rücksicht abhing, die
Allmer auf seinen alten Vater nahm, darüber
waren Zweifel bei ihm allerdings ausgeschlossen,
aber gerade weil sich diese Nachsicht so oft als
stichhaltig erwiesen hatte, vertraute er auch dies-
mal darauf, daß er abermals sich durchwinden
werde.
Allein mit dieser Hoffnung sah er sich gründ-
lich getäuscht. Der Oberst empfing ihn mit einer
Kälte in Ton und Miene, die ihm gleich von
vornherein andeutete, daß das Spiel für ihn ver-
loren sei.
„Der Ausgang der gegen Sie eingeleiteten
Untersuchung, Herr v. Flottwell," fo begann
Oberst Allmer, „hat bewiesen, daß man Sie un-
schuldig im Verdachte des Mordes hatte. Ich
hatte das non Allem Ansange an vorausgesetzt;
in den Aunalen des Regiments wäre dasEegen-
theil etwas Unerhörtes gewesen. Das ist aber
das einzig Erfreuliche, was ich zu berühren habe,
sonst sind alle Ihre Verhältnisse so unklar, wie
möglich, Herr v. Flottwell. Alle meine väterlich
ernsten Ermahnungen sind ohne Erfolg gewesen,
es ist nach keiner Seite hin eine Besserung ein-
getreten. Die Untersuchung hat zwar ergeben,
daß sie das mühelos genug erworbene Geld zur
Tilgung eines Theiles ihrer Schulden angewendet
haben. Aber durch diesen einzigen Umstand hat
das durch Ihren Unverstand ins Rollen gekom-
mene Rad in seinem verderblichen Laufe nicht
aufgehalten werden können. Es find mir neuer-
lich Geschichten zu Ohren gekommen, welche die
ernstesten Bemängelungen gegen Ihre Führung

222 und 12 Personen) vor. Der Prozentsatz (3.3
auf je 10 000 der mittleren Bevölkerung) blieb in
beiden Jahren derselbe. Wie früher, so hat man
auch jetzt wieder die nachweisbaren oder muthmaß-
lichen Ursachen des unheimlichen Schrittes zusammen-
gestellt, aber es ist doch ein schwankender Grund,
auf dem man da baut. In vielen Fällen bleibt
die wahre Ursache dem menschlichen Auge gänzlich
verborgen. In fast 300 Fällen wird Melancholie
als Ursache angeführt, in etwa 150 ein körperliches
Leiden, in etwa 100 Trunksucht, in anderen Furcht
vor Strafe, in noch anderen Zerrüttung der Ver-
mögensverhältnisse, in einigen verletztes Ehrgefühl
u. a. m.
Karlsruhe, 8. Aug. In Sachen der Er-
bauung einer Bahn Amorbach-Walldürn und
Miltenberg-Wertheim soll jetzt, nachdem
jahrelang sich das Projekt hingezogen, energisch vor-
gegangen werden. Bayerischerscits besteht wohl die
Absicht, die Baku, soweit sie auf bayerisches Gebiet
kommt, zu bauen, badischerseits will man sich nicht
so recht erwärmen. Nachdem die Versuche, Bayern
zu veranlassen, auch die auf badisches Gebiet kom-
mende Strecke zu erbauen, nicht den gewünschten
Erfolg gehabt, sind nunmehr das Bahnbaukomite
wie die Vorstände der Handelsvereine Miltenberg
und Wertheim dahin übereingekommen, in der Folge
gemeinschaftlich in ihren Bestrebungeu für den Bau
der beiden Bahnlinien vorzugehen. Auf diese Weise
hofft man, die die Ausführung schädigenden Sonder-
interessen zu beseitigen und eine Verständigung
Badens und Bayerns eher zu ermöglihen. Der
größere Ausschuß des Eisenbahnkomites der Linie
Miltenberg-Amorbach-Walldürn beruft nun die
Stadt- und Gemeindevorstände des Mainthales,
sowie die Landtagsabgeordneten und Amtsvorstände
der Bezirke Aschaffenburg, Obernburg, Miltenberg,
Wertheim und Buchen zu der ersten gemeinschaft-
lichen Sitzung auf den 13. ds. Mts. nach Milten-
berg ein zur Berathung der einzuleitenden Schritte
zur Erreichung der Ausführung beider Bahnlinien.
Die Verbindung Heilbronns mit dem Main würde
dadurch eine direktere und bedeutend kürzere werden
als die bestehende.
Karlsruhe, 8. Aug. Zur Bekämpfung des
Futtermangels hat, wie s. Z. berichtet, der Bundes-
rath in seiner Sitzung vom 20. v. Mts. beschlossen,
den Besitzern von landwirthschaftlichen Brennereien
bis zum 15. Juni 1894 zu gestatten, von der in
ihren Brennereien gewonnenen Schlempe an
andere Landwirthe abzugeben, ohne daß den Bren-
nereien dadurch der landwirthschaftliche Charakter
verloren geht. Von der Großh. Zolldirektion sind
die Zoll- und Steuerstellen, gemäß dem Erlasse
des Großh. Ministeriums der Finanzen vom 2.
d. Mts., hiervon mit dem Auftrage in Kenntniß
gesetzt worden, die Besitzer landwirthschaftlicher
Brennereien von diesem Bundesrathsbeschlusse in
geeigneter Weise zu verständigen.
München, 8. Aug. Die Gründung eines
bayrischen Raiffeisen-Verbandes scheint nun in ab-
sehbare Nähe gerückt. Herr Verbandsanwalt Ram-

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Schlafft, m Kost

moser in Bernau verschickt an die oberbayerischen
und niederbayerischen Vereine ein Zirkular, nach
welchem die einzelnen Kassen aufgefordert werden,
in Bälde die bestimmte Erklärung abzugeben, ob
sie einem freien unabhängigen bayerischen Verbände
beitreten, beziehungsweise vom Neuwieder Ver-
bände in einen solchen übertreten wollen. Auch
wurden die Vereine oder Herren Vereinsleiter er-
sucht, etwaigen Bedenken, Wünsche und Anträge
Herrn Rammoser recht freimüthig zu äußern, damit
sie bei den fraglichen Verhandlungen verwerthet
werden können.
Ausland.
Nom, 7. Aug. Der Minister des Innern
theilte den Vertretern der fremden Mächte mit, die
in zwei kleinen Gemeinden der Provinz Alessandria
ausgebrochene Cholera sei erloschen. In Italien
kämen jetzt nur vereinzelte Cholerafälle vor, in
Neapel wäre die Cholera im Verschwinden begriffen.
Es seien energische Maßnahmen getroffen, um die
Einschleppung und Verbreitung der Cholera zu ver-
hindern. In Udine und Pontebba ist die ärztliche
Ueberwachung der Reisenden, sowie Desinfektion der
Wäsche wied«: eingeführt.
London, 8. Aug. Einer Meldung des Bureau
Reuter ausBuenos Aires zufolge, ist der Gou-
verneur der Provinz Buenos Aires, Costa, ver-
kleidet nach La Plata entflohen. In einer Adresse
an die Provinzial-Legislatur klagt derselbe die Na-
tionalregierung an, die Insurgenten und Radikalen
unterstützt und beschützt zu haben. Angesichts der
Entlassung der Provinzialtruppen herrscht in La
Plata unter den Einwohnern, welche Unruhen be-
fürchten, große Aufregung. Tausend Insurgenten
von der Partei Mitrista verließen unter Führung
des Generals Campos Pereira, um nach La Plata
zu gehen. Dreitausend Mann Nationaltruppen
gingen von Lamas nach La Plata ab, der Kriegs-
minister begab fich mit zwei Kanonenbooten eben-
dahin^

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186.
verantwortlicher Redakteur:
Herrn. Streich.
Heidelberg, Mittwoch, den 9. August
He
Druck und Verlag:
ckmann, Dörr L lvurm.
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