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Neuer General-Anzeiger: für Heidelberg und Umgegend ; (Bürger-Zeitung) — 1893 (Juli bis Dezember)

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Für

für Herdelberg und Umgegend

-K



Expedition: Anuptstrcrße Hkr. 26.

Expedition: Kanptstrcrtze Wr. 25.

18«

1»S3

Z4)

1, 4 Z, Küche-c- a/
11 Ä.lNe. K-U'Zß-

ür NichtabonneN


Kine dunkle Hbut.
Roman von E. P. von Areg.

Deutsches Reich.
Berlin, 23. August.
— Gegen die beabsichtigte Wein-
steuer weist der „Rhein. Kurier" auf die be-
drängte Lage der Nheingauer Winzer hin: „Keine
andere Weingegend hat in Folge der vielen Miß-
jahre so sehr Noth gelitten, wie gerade der Rhein-
gau, und da die Weinsteuer hauptsächlich auf
bessere Weine gelegt werden soll, so wird wiederum
der Rheingauer Winzer am meisten getroffen. Der
Rheingauer setzt die Erzielung von großer Menge
hintan, um eine möglichst gute Ernte zu gewinnen.
Wird also eine Steuer auf bessere Weine gelegt,
so muß der Rheingauer am meisten herhalten.
Wie wenig gewinnbringend übrigens der Weinbau
bei uns ist, das lehrt die königliche Domänenver-
waltung. Sie besitzt die besten Lager, erzielt stets
die höchsten Preise und doch hat sie in den Jahren
1867 bis 1891 nur einen Durchschnitts-Reinertrag
von 3^2 pCt. erzielt. Wenn also dieses beste
Weingut kaum noch eine Verringerung seiner Ein-

nahmen ertragen kann, wie viel weniger der kleine
Winzer, der bei weitem nicht die Einnahmen er-
zielt, wie die Domäne! Die Weinsteuer ist aller-
dings eine LuruSsteuer. Aber sie wird nicht von
denen getragen, die sich den Luxus einer theueren
Flasche Wein gestatten können, sondern nur vom
Winzer, denn bei dem großen Angebote ausländi-
scher Weine wird der letztere Wein auf Kosten des
inländischen Weinbaues begünstigt, der Trinker
greift naturgemäß lieber zu einem billigen, als zu
einem teureren Weine. Wir glauben, daß eine
Wein- oder Schaumweinsteuer dem Staate verhält-
nißmäßig wenig einbringen wird und große Theile
der Bevölkerung in ihrem Besitzstände bedrängt."
— Ein Kongreß katholischer Kauf-
leute wurde am Montag in Hildesheim ab-
gehalten. Derselbe sprach sich für weitere Aus-
dehnung der Sonntagsruhe aus. An die sach-
lichen Verhandlungen schloß sich eine Festver-
sammlung, auf der Abg. Lieber sprach. Die
Festversammlung gestaltete sich zu einer überaus
glänzenden Kundgebung für das Centrum und Dr.
Lieber. Abg. Lieber wurde mit Jubel empfangen
und sprach unter stürmischem Beifall über die ka-
tholische Einheit und die Notbwendigkeit einer Er-
neuerung der Gesellschaft durch das Zusammen-
wirken aller gläubigen Kräfte.
— Zu den neuen Organisations-
plänen für das Handwerk erinnert der
„Vorwärts" daran, daß die Jnnungsführer in
keiner Weise die Wünsche der überwiegenden Mehr-
heit der deutschen Handwerksmeister vertreten, denn
die Innungen haben im deutschen Kleingewerbe
eine viel geringere Verbreitung gefunden, als man
nach Erlaß des Jnnungsgesetzes vom 18. Juli 1881
allgemein erwartete. In ganz Deutschland bestanden
am 1. Dezember 1890 blos 10 223 Innungen
mit 321219 Jnnungsmitgliedern, so daß kaum
10 pCt. der deutschen Handwerksmeister, in Baden
noch nicht 5pCt. und in Württemberg noch nicht
1 pCt. aus dem Beitritte zur Innung sich irgend
welchen Vortheil versprachen. In vielen Theilen
Deutschlands überwiegen die freien Gewerbevereine
die Innungen sowohl an Zahl der Vereine als
der Mitglieder beträchtlich. Man ersieht hieraus,
daß die Innungen nicht das Recht haben, sich als
die einzig berufenen Vertreter der Handwerker-
interessen zu gebärden.
— Wie der „Kreuzztg." aus Rom gemeldet
wird, bilden die Vorgänge in Aigues-Mortes den
Gegenstand eines italienischen Rundschreibens an
die Mächte.
Darmstadt, 23. Aug. Die Wah lmänner-
Wahlen werden am 25. September stattfinden.
Gotha, 23. Aug. D'er Herzog Ernst
ist gestern Abend um 11^ Uhr gestorben.
Ernst II., Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha
war am 21. Juni 1818 geboren und folgte am
29. Januar 1844 seinem Vater in der Negierung.
Er war seit 3. Mai 1842 mit der Prinzessin
Alerandrine von Baden, einer Schwester
unseres Großherzogs, vermählt, ohne sich jedoch

eintretcn lassen, als ob er eine Antwort erwarte,
erwiderte er:
„Ich weiß nichts von ihm. Ich war nie sein
Vertrauter. Was er gethan hat, wird er selbst
verantworten können."
Weiler nickte zur Bestätigung nur leicht den
Kops und verlor über Eduard Rosenbaum kein
Wort mehr. Aber er hatte sich, als er aus den
Muthmaßungen und Kombinationen des Assessors,
die er heute gehört und aus den Thatsachen, die
er im Laufe dieses Nachmittags bereits erfahren,
jenes Gebäude des Verdachtes gegen v. Grünow
und seine Genossen aufgebaut hatte, das sich bei
allen seinen einzelnen vordringenden Schachzügen
bis jetzt als vollkommen zutreffend erwiesen hatte,
sogleich sagen müssen, daß die allergrößte Wahr-
fcheinlichkeit dafür vorliege, wenn man überhaupt,
wie das doch mehr und mehr zweifellos wurde,
etwas Ernstliches gegen das Leben Hugo von
Flottwells unternommen habe, eine solche That
könne nicht von einem Einzelnen allein, sondern
sie müsse von mindestens zwei gemeinsam Agi-
renden ausgeführt worden sein. Die That, die
noch immer unentdeckt war, mußte an einem Ort
geschehen sein, der mindestens einigermaßen abseits
von dem Verkehre anderer Menschen lag, so daß
man nicht zu fürchten brauchte, leicht überrascht
zu werden, man mußte nothwendiger Weise die
Leiche am Orte der That selbst oder mindestens
in seiner nächsten Nähe verborgen haben, denn
im anderen Falle wäre doch eine Entdeckung
sicher erfolgt, auch war es nothwendig gewesen,
Hugo von Flottell an jenen abgelegenen Ort zu
locken, wo die That geschehen sollte.

vstiv-üreM
. Wundlausen der Fü^'
cherkerzen
n Schnaken,
lilM-PriiMllte

geschlossen hatte. „Aber reden Sie zuerst von
dem Gelde, das ich haben soll, wenn ich schwatzen
werde, denn schwatzen soll ich doch!"
„Sie sollen hundert Mark haben, Rosenbaum,
wenn Sie mir mit der Wahrheit dienen!"
Die Augen des Anderen begannen zu glänzen.
Hundert Mark! Das schien ihm eine Summe,
für die man den Branntwein hektoliterweise kaufen
konnte. Er richtete sich auf und versuchte eine
möglichst gerade Stellung einzunehmen, und als
ihm das zur Noth gelungen war, sagte er:
„Fragen Sie, ich will reden!"
„Vor vier Jahren, im Semptember kam
Herr v. Grünow von Stavenhageu hierher, den
Plan zu einer Schurckerei fix und fertig in der
Tasche. Nur die Helfershelfer suchte er noch und
wandte sich an Sie, Rosenbaum."
„Er log, wenn er Ihnen sagte, ich sei ihm
zu Willen gewesen!"
„Ich wußte das bereits. Als Sie ihn ab-
gewiesen haben wandte er sich an einen Zweiten.
Diesen Zweiten sollen Sie nicht verrathen, Rosen-
baum, denn es war Ihr Bruder der damals zu-
fällig von Bremen hier war, um Sie zu besuchen.
Bei dieser Gelegenheit traf Grünow mit ihm zu-
sammen."
Rosenbaum machte von dem ihm eingeräumten
Recht Gebrauch. Er antwortete nicht auf die Be-
schuldigung, die Weiler gegen seinen Bruder er-
hob, stumm mit zusammengezogenen Augenbrauen
und fest übereinander gebissenen Lippen hörte er
mit an, was Weiler vorbrachte. Erst als dieser
am Ende seiner Worte eine längere Pause hatte

hinaus, denn er vermochte nur mit Anstrengung
sich aus den Füßen zu erhalten. Schwankend kam
er auf die Beiden zu.
„Meine Frau hat Besuch", sagte er lallend,
„feinen Besuch. Wollen Sie sehen, wie es uns
geht, Herr Weiler?" Das Alles kaum halb ge-
müthlich, halb tücktisch heraus. Der Mann hatte
offenbar die gute Laune des Angetrunkenen, der
nicht sonderlich entzückt ist, in seinem Heim einen
Mann vorzufinden, der seine Verhältnisse so genau
kennt, um wenig genug von ihm erbaut zu sein.
„Sie wissen," antwortete Weiler, „daß ich
um anderer Dinge, als der von Ihnen bezeich-
neten hierher komme. Ich brauche eine Aus-
kunft von Ihnen und deßhalb habe ich gewartet,
bis Sie kamen."
„Eine Auskunft?" erwiderte der Andere, aber
seine Stimme klang schon weit vorsichtiger und
bedächtiger, als man bei seinem stark ange-
rauchten Zustande hätte annehmen sollen. „Da
sind Sie an die falsche Adresse gekomme. Ich gebe
keine Auskünfte."
„Es handelt sich nicht um Etwas, was Ihnen
Schaden bringen kann, Rosenbaum. Auch ver-
lange ich die Nachricht nicht umsonst."
„Ei, das klingt schon besser. Geld will ich
gern verdienen. Was stehst Du da und horchst?"
wandte er sich an seine Frau. „Mach', daß Du
mit Deiner Krabbe hinaus kommst!"
Gehorsam nahm die Frau den Kleinen vom
Bette, und ging mit ihm hinaus.
„Jetzt reden Sie, Herr Weiler!" fuhr Rosen-
baum fort, als sich die Thüre hinter seiner Fran

bei denselben der Ueberzeugung Eingang zu ver-
schaffen, daß sie die Güter, auf die sie einen ge-
rechten Anspruch erheben, nicht von einem unüber-
legten Umsturz der gesellschaftlichen Ordnung er-
warten dürfen, sondern von der heilsamen Gewalt
und der heiligen Herrschaft jener Weisheit, welche
Christus der Herr vom Himmel herabgebracht und
über die Erde ergossen hat, um die Sitten der
Menschen zu lenken. Nicht minder hat unseren
Beifall gefunden der Beschluß des Bieler Kongresses,
demnächst abernials einen noch zahlreicheren Ar-
beitertag einzuberufen, durch dessen gemeinsamen
Beschluß die Sorgen derer, welche den Staaten vor-
stehen, dahin gerichtet werden, daß überall gleiche
Gesetze erlassen werden, welche die Schwäche der
Kinder und Frauen schützen und das durchzuführen
gebieten, was zu thun wir in unserem Rundschreiben
angerathen haben.
Und in der That braucht es nicht viel, damit
die durchschlagende Berechtigung dieser Sache sonnen-
klar sei. Denn wenn es irgendwie einen wichtigen
und begreiflichen Grund für die Staatsgewalt gibt,
auf dem Wege der Gesetzgebung die Verhältnisse
der Arbeiter zu schützen, so kann wahrlich keiner
wichtiger und begreiflicher erscheinen als die Noth-
wendigkcit, der Schwäche der Kinder und Frauen
zu Hilfe zu kommen, von denen ja die künftige
Generation ihren Anfang und Ausgangspunkt hat
und Kraft und Gedeihen eines jeden Volkes zum
großen Theile ausgehen. Andererseits kann Nie-
mand im Unklaren darüber bleiben, wie unvoll-
kommen der Schutz für die Arbeit der Arbeiter
wäre durch Gesetze, welche ein jeder Staat für sich
verschieden erließe. Denn da ja die verschiedenen
Maaren, die von da und dort kommen, oft an
demselben Punkte zusammenströmen, um verkauft
zu werden, so würde sicher ein bestimmtes Maaß
und Ziel, welches der Leistung der Arbeiter vorge-
schrieben wäre, die Produkte des Fleißes des einen
Volkes zum Schaden des andern fördern."

orrcerte
tischen
, den 23. AugE
littags ft»5 .

Jnfertionöpreisr
die Ispaltige Petitzeile oder deren Raum 5 Pfg.,
für auswärtige Inserate 10 Pfg», bei öfterer Wieder-
holung entsprechender Rabatt-

Her Papst über die soziale Frage.
. Unter dem 6. August hat Papst Leo XIII. an
schweizerischen Sozialresormcr Dekurtius eine
-Zuschrift gerichtet, darin heißt es wie folgt:
. „Die Natur unseres Amtes bringt es mit sich,
wir zur Hilfeleistung stets bereit und bei der
Hand sind, wo Traurige Trost, Schwache Schutz
Unglückliche Befreiung von ihren Leiden ver-
fugen. Angespcrnt durch das Bewußtsein dieser
erhabenen Pflicht und eingedenk der Lehre, welche
göttliche Heiland dem menschlichen Geschlechte
Ageben, haben wir an die katholische Welt in dem
Rundschreiben Herum Xovurum Worte gerichtet,
welche eine Botschaft der Liebe und des Friedens
enthielten.
Wir haben darin ausführlich über die Lage der
Arbeiter gehandelt, und uns als Ziel gesteckt die
Heilung des traurigen Zwiespaltes, der gegenwärtig
fe menschliche Gesellschaft schwer bedrängt: es
rängt ja über ihr wie eine schwarze Wolke die Er-
^gung der Volksleidenschaften; es bedroht sie ein
sausender Sturm und hat den Schrecken vor einem
Schiffbruch verbreitet.
,, Wir haben auch nicht unterlassen, bei den höchsten
^kgerlichen Autoritäten die Sache des arbeitenden
Volkes zu vertreten, damit eine so große und nütz-
"che Zahl von Menschen nicht verlassen und schutz-
ff einer gewinnsüchtigen Klasse preisgegeben werde,
f^che die Noth derselben zu ihrem eigenen Vor-
hsile verkehrt. Deshalb ist unseres Erachtens nicht
Zinder löblich als zeitgemäß und fruchtbar Euer
>Ian, der dahin geht, durch derartige Volksver-
frnmlungen, besonders aus der arbeitenden Klasse,
/ft Geister mit den Grundsätzen zu erfüllen, die
f'k aus den heiligsten Lehren der Kirche geschöpft
in der genannten Encyklika dargelegt haben,
auf Grund eines genauen Verständnisses dieser

»Klag- 20, P^t
echstundcn:
A'öis abends 5'E'

mschulc
uhjmoiM-T

(Fortsetzung)
^.„Daraufhin hat Eduard meinem Manne zu
T^Eihnachten den Rock geschickt, der Ihr Interesse
h^. Das ist Alles, was ich von der Ge-
weiß."
r „Und Sie wissen nicht, was Eduard Rosen-
hier zu thun hatte?" fragte Weiler.
„ Ehe die Frau antworten konnte, ertönte
draußen her auf dem Vorplatze ein schwerer
^wnnerschritt.
„Der Joseph kommt", sagte Franziska.
17. Kapitel
I/s- Derselbe Mann trat in die Stube, den der
. ßessor und Weiler am vorhergehenden Abende
jener verufenen Kellerkneipe, mit dem in
^age kommenden Rock bekleidet, angctroffen
hatten.
Er mochte Anfangs Dreißiger sein, seine mittel-
llloße, kräftig gebaute Gestalt war augenblicklich
öfters abgemagert und seine sonst gar nicht übel
beschnittenen Züge durch ein häßliches Laster ent-
stellt : den Trunk. Seine Augen lvaren mit breiten
"then Rändern umgeben und sahen wässerig und
llftlor aus, der Ausdruck seines Gesichtes war
sftsjchwommen und erschien so, als sei er halb
mde Der widrige Geruch des genossenen Brannt-
/ftivs entströmte seinem Munde; er war offenbar
erste Stadium der Trunkenheit bereits

eines Nachkommen zu erfreuen. Der Verblichene
gehörte lange Zeit zu den populärsten Männem
Deutschlands. Sofort nach seinem Regierungsan-
tritt begann er liberale Reformen. Der Herzog
bewilligte ein neues Wahlgesetz, sowie alle die bürger-
lichen Rechte nnd Freiheiten, die anläßlich der
1848er Revolution seitens der Volksparteien ge-
fordert wurden. Im Jahre 1849 befehligte Herzog
Ernst die thüringischen Truppen im Kriege gegen
Dänemark. Daß es ihm mit seinen liberalen An-
schauungen wirklich Ernst war, zeigte sich nach dem
Beginn der Reaktion in den fünfziger Jabren.
Der Herzog ließ sich zu keiner volksfeindlichen Maß-
regel bestimmen, hielt vielmehr an allen von ihm
genehmigten freiheitlichen Einrichtungen fest. Die
Musestunden widmete der reich begabte und mit
umfassender wissenschaftlicher Bildung ausgcstattete
Fürst der Musik, der Geschichte und der" Natur-
kunde. Von seinen Opern sind bekannt Casilda,
Santa Chiara und Diana von Szolanges. Von
seinen Schriften ist wohl die bekannteste des Her-
zogs Lebenswerk, seine Memoiren, die für den
spätem Geschichtsforscher ebenso werthvoll sein werden,
wie für die Zeitgenossen interessant. Da der ver-
storbene Herzog einen direkten Erben nicht hinter-
läßt, wäre nach dem Rechte der Primogenitur-Erb-
folge der älteste Sohn seines Bruders Albert und
der Königin Viktoria von England, also der Prinz
von Wales, zum Nachfolger berufen. Doch weil
dieser als künftiger König von England nicht auch
deutscher Bundesfürst sein kann, ist sein Bruder,
der Herzog von Edinburg, an seine Stelle getreten.
Letzterer soll jedoch gutem Vernehmen nach aus
seine Erbfolgerechte zu Gunsten seines Sohnes, des
Prinzen Alfred, verzichtet haben. Dieser ist
am 15. Oktober 1874 geboren, wurde am 15.
Oktober 1892 für volljährig erklärt und ist zur
Zeit ä la. suite des 6. thüringischen Infanterie-
Regiments Nr. 95. Seine Proklamation zum
Herzog dürfte im Laufe des heutigen Tages er-
folgen. (S. letzte Nachrichten.)
Ausland.
Rom, 23. Aug. Der König, Prinz Heinrich
und der Kronprinz trafen in Gaeta ein und be-
sichtigten die Hafen-Befestigung. Dieselben wohnten
den Nacht-Mankvern bei und reisen heute Abend
nach Spezzia ab.
Rom, 23. Aug. Ein behördliches Manifest
verbietet jede Ansammlung. In Neapel versuchten
die Manifestanten Fenster zu zerschlagen. Di-
Polizci verhinderte dieselben daran. Mehrere Ma-
gazine wurden geschlossen. Der Provinzialrath von
Neapel bewilligte 10,000 Frcs. für die Familien
der Opfer von Aigues Mortes.
Nom, 22. Äug. Heute ist das Ein ver-
stand n iß mit Frankreich über die letzten
Vorfälle angekündigt worden. Des Abends werden
die Zeitungen eine Veröffentlichung der Regierung
geben mit dem Inhalt der Depeschen von Resch-
mann, Brin und Durando. — Nach den Ver-
letzungen am Palazzo Farnese und der Verbrennung
von französischen Fahnen und Wappen in andern

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Verantwortlicher Redakteur:
Berni. Streich.
Donnerstag, den 21
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Heckmann, Dörr L Wurm.
 
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