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Neuer General-Anzeiger: für Heidelberg und Umgegend ; (Bürger-Zeitung) — 1893 (Juli bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.44142#0593

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Lord Kingscourt schwankte wie bewußtlos; dan"
bat und flehte er wieder, wie nur ein Liebende^
bitten und flehen kann; aber nichts vermochte
in der Entscheidung seines Wirthes, daß er das
Haus sogleich verlassen sollte, eine Aenderung zu
bewirken.
Endlich wandte sich der Gras an das
Mädchen.
„Schickst Du mich wirklich so fort, Alexa?"
fragte er verzweifelnd. „Muß ich wirklich gehen?
Gibt es keine Hoffnung mehr?"
Das Mädchen blickte auf. Eine unbeschreib-
liche Wehmuth lag in ihren Augen.
„Es gibt keine Hoffnung!" antwortete sie.
„Ich kann Dir nicht ohne die Einwilligung
meines Vaters folgen. Ich war ihm nie in
meinem Leben ungehorsam und kann es auch
jetzt nicht sein. Er hat für uns entschieden. Es
lastet ein Fluch auf mir, und deshalb müssen
wir scheiden."
„So muß ich denn gehen!" rief der Graf
trostlos. „Ich weiß, daß Du mich liebst, Alexa
und ich schwöre, daß, wenn Du nicht mein
Weib wirst, ich niemals heirathen werde. Ich
werde Dich stets als die Meine betrachten, ob
todt oder lebend, ob nah oder fern. Ich will
jetzt nicht weiter in Dich dringen und Dein
Loos durch meine Anwesenheit nicht noch schwerer
machen. Sie sollen nicht nöthig haben zu fliehen,
Mr. Strange. Morgen mit Tagesanbruch werde
ich Ihr Haus verlassen; aber ich werde nächstes
Jahr, und jedes Jahr, so lang ich lebe, Wieders
kommen. Vielleicht ändert die Zeit Deine-


»M- Telephon-Anschlrttz Nr. 1V2. dB

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8, pari.

Du

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ausgeschlossen, daß eine Anregung von ihn aus-
gehen könnte. Einmal haben wir noch vom Anar-
chismus am wenigsten zu leiden gehabt, und
das Bedürfniß zu internationalen Schritten macht
sich bei uns weniger geltend, als bei anderen;
sodann aber ist die allgemeine Lage die, daß ein
Eingreisen Deutschlands sofort zu allen möglichen
Verdächtigungen Anlaß bieten würde, die an sich
nicht angenehm sein, vor allem aber das Ge-
lingen des Werkes gefährden würden. Wenn die
anderen den Anarchismus nicht für gefährlich ge-
nug halten, um internationale Maßnahmen gegen
ihn in Vorschlag zu bringen, so können wir erst
ruhig abwarten, was die anderen thun oder —
nicht thun.

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gibt keine Entehrung, die Sie getragen ha^, die
ich nicht theilen könnte."
Mr. Strange schüttelte ernst sein Haupt.
„Ich dringe jetzt nicht mehr in Sie, mich
Ihre Geschichte wissen zu lassen," fuhr der Graf
fort. „Ich habe das vollste, unumschränkteste
Vertrauten zu Ihnen! Geben Sie mir Alexa
zur Frau und lassen Sie ihr Geheimniß bleiben
für immer. Niemand wird nach der Geschichte
meiner Gattin fragen. Ich bin mein eigener
Herr und habe Niemanden Rechenschaft über mein
Thun zu geben."
„Um so mehr Grund, daß ich Sie vor
einem raschen Schritt behüte," sagte Mr. Strange.
„Ich kenne die Engländer sehr gut; ich kenne
den an Hochmuth grenzenden Stolz der englischen
Aristokratie. Ich sage Ihnen, Mylord, daß
meine Tochter, so unschuldig, lieblich und schön
sie auch ist, eine Ausgestoßene aus der Gesellschaft
ist. Wäre ihre Geschichte Ihren Freunden be-
kannt, könnten all' Ihr Ansehen, Ihr Rang und
Reichthum ihr nicht die Pforten der Gesellschaft
öffnen. Die Königin wurde ihr nicht das Be-
treten ihrer Salons gestatten; Ihre Freunde
würden nicht mit ihr sprechen; Niemand würde
Umgang mit ihr pflegen; Jedermann, ob arm,
ob reich, würde fliehen. Ich sage Ihnen daher
wieder und wieder: es haftet ein Fluch auf ihr.
Lassen Sie sie allein — bei mir!"
Alexa hatte ihr Gesicht in das weiche
Polster des Lehnstuhls vergraben, in. welchem
ihr Vater gesessen hatte. Jedes seiner Worte
traf ihr Herz wie ein vernichtender Schlag.

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(immer.

Immer
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platz 3. .

Deutsches Reich.
Berlin, 11. Dezember.
— Gegen die Q u i ttun g s st e u er hat der
frühere Reichgerichtsrath und Reichstagsabgeordnete
Bäbr in den „Grenzboten" einen scharfen Aufsatz
veröffentlicht. Mit dem Quittungsstempel werde
die Rechtssicherheit besteuert, die die Quittung dem
Schuldner gewähren soll. Man könnte ebenso gut
auf jedes Rezept, das sich ein Kranker von seinem
Arzt verschreiben läßt, einen Stempel legen. Die
beständige Belästigung mit dieser Steuer müsse ins-
besonders Wiederwillen auf sich ziehen. „In der
ungeheueren Mehrzahl der Fälle ist der Quittung
ein todtes Papier. Der Empfänger legt sie in seinen
Kasten, um sie einige Zeit aufzuheben und später
zu vernichten. Nur dann wenn etwa die Gläubiger
nochmals Zahlung fordern sollte, holt man sie
wieder hervor, um sie dem Gläubiger vor Augen
zu halten. Fälle dieser Art sind aber bei der im
Geschäftsleben im allgemeinen herrschenden Redlich-
keit und Ordnungsliebe sehr selten. Und nun
soll man ein solches Stück Papier, das in tausend
Fällen gar keine Bedeutung mehr hat, noch mit einer
Steuer bezahlen? Wo viele Zahlungen zusammen-
fließen, wird sich die Steuer, trotz ihres geringen
Betrages, doch leicht zu ganz ansehnlichen Summen
aufbauschen."
— Aus einem früheren Entwurf desTabak-
steu erg es etz es theilt die „Südd. Tabakztg."
mit, daß darin die Hauptkonsum-Cigarre mit 5
Pfennigen um niedriger belastet war, als jetzt
die Fabrikatwerthsteuer mit 33l/g pCt. belastet.
Nach dem ersten Entwurf, welcher im September
von der Regierung ausgestellt war, sollte die Fünf-
pfennig-Cigarre eine Banderolesteucr von 8 pro
Mille tragen, während dieselbe gegenwärtig eine
Fakturasteuer von 12 Mk. zahlen soll. Schon in
diesem Entwurf hatte die preußische Regierung
einen Minderkonsum von 20 ptCt. ausdrücklich
ohne alle Umschweife klipp und klar angenommen.
Der Entwurf wurde zurückgezogen, weil die abge-

stufte Banderolesteuer nicht die gewünschten Mehr-
einnahmen versprach.
— Der preußische Lan dtag wird, soweit bis
jetzt darüber bestimmt werden kann, voraussichtlich
Dienstag, den 16. Januar, eröffnet werden und
zwar durch den Kaiser und König in Person. Die
besondere Feierlichkeit, welche dadurch der Sessions-
eröffnung beigelegt wird, weist nicht etwa auf un-
gewöhnlich wichtige Ausgaben hin, sondern ist
wohl dem ersten Zusammentreten einer neuge-
wählten Volksvertretung zuzuschreiben. Eine
Sessionseröffnung am 16. Januar Vormittags
entspricht gerade noch dem Wortlaut der Ver-
fassungs-Bestimmung, in der es heißt: „Die
beiden Häuser des Landtages werden durch den
König regelmäßig in dem Zeitraum von dem An-
fang des Monats November jedes Jahres bis
Mitte des folgenden Januar einberufen."
Ausland.
Paris, 10. Dez. Der Ministerrath
rieth gesetzliche und administrative Maßnahmen
gegen die Anarchisten. Morgen werden die
Gesetzanträge der Kammer vorgelegt, die die Be
strafung der Fabrikation von Erplosivstoffen zu
verbrecherischen Zwecken und jede Provokation zu
Erplostv-Attentaten enthalten. Die Regierung ver-
langt außerdem eine Geldbewilligung zur Ver
stärkung der Polizei. Der Attentäter ist ver-
haftet. Er befand sich unter den gestrigen Ver-
wundeten und erschien derart verdächtig, daß er in
Haft behalten wurde. Er erklärte, Vaillant zu
heißen und in Choisy Le-Roi zu wohnen. Er
wurde ins Hospital geschafft und wird dort von
vier Polizisten bewacht. Heute Morgen verhörten
der Pozizeipräfekt und der Staatsanwalt Vaillant,
der prahlend das Attentat eingestand. Vaillant
ist 32 Jahre alt, hat früher in einer Gerberei ge-
arbeitet, war dann nach Argentinien ausgewandert,
von wo er kürzlich zurückkehrte. Er ist fünfmal
wegen Diebstahls vorbestraft, seit 1884 an der
sozialistischen Bewegung bctheiligt und Mitglied
der sozialistischen Gruppe des achtzehnten Arron-
dissements. Vaillant erzählte ferner, die Bombe
habe in einem kleinen Eisenkopf bestanden, sei mit
Nägeln und chemischen Substanzen gefüllt gewesen,
die zusammenfließend die Explosion hervorgebracht
hätten. Er behauptet keine Komplizen zu haben,
was die Polizei bezweifelt. Bei der Haussuchung
in seiner Wohnung in Choisy Le-Roi, wo Vaillant
mit seiner Geliebten zusammenlebt, wurden keine
Sprengstoffe gefunden. Vaillant bezahlte pünktlich
seine Miethe und hatte in Choisy Leroi einen
philosophischen Cercle begründet.
Paris, 11. Dez. Von dem Sprengg eschoß
bat Vaillant selbst mit einem sichtlichen Behagen
eine genaue Beschreibung gegeben. Im Innern des
Gefäßes, in der Mitte war eilte Röhre befestigt,

hen
tohnnng,
n, Küche,
küche und
cr-Koffer
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l?, Part.

welche zwei Säuren endhielt, beide getrennt durch
einen mitSchwefelsäure getränktenBaumwollpfropfen.
Die Säuren — Pikrin- und eine Natronverbin-
dung— mußten sich nach Durchdringung der Baum-
wolle vereinigen und eine Sprengung herbeiführen.
Das Gefäß war mit Papier, Nägeln und Metall-
stücken gefüllt. Vaillant hat in Paris seine Wohnung
in der Rue Daquerre Nr. 70 im „Hotel de
l'Union" gehabt, unter dem Namen Marchal, er
warnte die Beamten einen in seinem Zimmer be-
findlichen Koffer zu berühren, da sie dann leicht
in die Luft fliegen könnten. Die Beamten fanden
in dem bezeichneten Zimmer Metallnägel, die denen
in der Teputirtenkammer gefundenen ähnlich sahen.
In dem Koffer fand sich kein Sprengstoff vor. Ein
Gefäß war noch vorhanden, welches größer war,
als das zu dem Sprenggeschoß verwendete; Vaillant
batte demnach ein noch größeres Sprenggeschoß Herstellen
wollen, hatte cs aber wohl nicht fortbringen können.
Mitschuldige zu haben leugnet Vaillant; er thut
sich etwas zugute darauf, sich als alleiniger Ur-
heber des Sprengversuchs hinzustellen. Die Poli-
zeibeamten haben aber Witterung von einer Ver-
schwörung. Nach der Aussage von zwei Damen,
welche sich auf einer dem Standorte Vaillants be-
nachbarten, für Karteninhaber vorbehaltenen Tribüne
befanden, habe es den Anschein gehabt, als wollte
Vaillant die trennende Schranke übersteigen. Der
Arm ist Vaillant vermuthlich ausgeglitten, und
der dadurch verursachte Stoß hat sich dem Spreng-
geschoß mitgetheilt, welches so in der Luft, statt
auf dem Fußboden des Sitzungssaales platzte. Die
Spuren, welche die Sprengung im Sitzungssaale
hinterlassen hat, sind sehr stark. Die Saaldecke
auf der rechten Seite des Hauses ist mit Löchern
bedeckt. Ein Geschoß ist durch das Glasdach ge-
drungen. Eine Bank der Hussiers auf der Linken
ist getroffen; sie war unbesetzt. Der Vorhang der
Tribüne ist stark zerfetzt. Die Angaben über die
Zahl der Opfer schwanken zwischen 60 und 80,
wahrscheinlich weil mehrere der leicht Verletzten sich
entfernten, ohne ihre Namen anzugeben. Wie
durch ein Wunder entkam der Abgeordnete de la
Ferrounais, welcher in der Nähe des Abbe Lemire
saß. Er hörte, wie das Geschoß über seinem
Kopfe platzte und sab, wie sein Pult in tausend
Stücke ging, während ein Brief, den er in der
Hand hielt, in Fetzen zerrissen wurde. Er selbst
ging unversehrt aus.
London, 11. Dez. Infolge des Pariser
Dynamit-Attentates wurden gestern an-
läßlich des auf Trafalgar Square geplanten
Anarchisten-Meetings die weitgehendsten Vorsichts-
maßregeln getroffen. Zahlreiche Polizeimannschaften
waren aufgeboten. Eine große Menschenmenge
hatte sich angesammelt; dieselbe verhöhnte jedoch
den Anarchistenführer Nichols, als derselbe zu

hen:
itonat lang
Rubrik nor

ten. Sie sah aus, als wäre plötzlich eine er-
drückende Last auf sie gefallen. Der Graf blickte
von ihr auf ihren Vater und betrachtete diesen
mit scharfem Argwohn. Da er nicht glauben
konnte, daß Mr. Strange irrsinnig sei; da dieses
Geheimniß eine nicht wegzuleugnende Thatsache
war, versuchte er sich eine Idee zu bilden, was
es wohl sein könnte. War sein Wirth eines
vor langer Zeit verübten Verbrechens schuldig?
War er verstoßen aus seinem Vaterlande und
seiner Familie wegen jenes Fehltritts? Unmöglich!
Das edle, ernste Gesicht deutete auf eine erhabene
und edle Seele, auf einen untadelhaften, festen
Charakter, eine jeder Schlechtigkeit unfähigen
Natur. Niemals war in Alexa's Seele ein
Zweifel an ihrem Vater aufgekommen; und in
dem Grafen stieg der Zweifel jetzt auf, um so-
gleich wieder mit Entstrüstung zurückgedrängt zu
werden.
Verwirrt und tief bekümmert, begann Lord
Kingscourt wieder, Mr. Strange mit Bitten zu
bestürmen, ihn in sein Geheimniß einzuwcihen,
und suchte Alexa zu bewegen, seinen Bitten die
ihrigen hinzufügen; diese aber, von ihres Vaters
Erklärung tief im Herzen verwundet, verharrte
in ängstlichem Schweigen-!
Ihr Vater machte sich sanft von ihr los,
stand auf und schritt im Zimmer gesenkten Hauptes
auf und ab.
„Ich glaube, daß Sie irgendwie das Opfer
der Schlechtigkeit eines Andern sind, Mr. Strange,"
begann Lord Kingscourt nach längerem Schweigen
wieder. „Wollen Sie mich nicht als Ihren
Freund ansehen und in's Vertrauen ziehen? Es

Fsrtruähueird
werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern,
unseren Agenten und Trägerinnen Abonnements
entgegengenommen.

Internationale Maßregeln.
Nach Nachrichten aus Rußland sprechen sich
die dortigen Blätter mit großer Entschiedenheit
dafür aus, daß mau gegen die Anarchisten inter-
nationale Maßregeln ergreifen müsse, und zwar
scheint man dort der Ansicht zu sein, daß Eng-
land die führende Rolle spielen solle. Nun ist
Wohl alle Welt darüber einig, daß es ein ver-
dienstvolles Werk sein würde, wenn es den ver-
einigten Anstrengungen aller Mächte gelänge, dem
verbrecherischen Treiben dieser nichtswürdigen
Bande ein Ende zu machen; wenn man aber diese
Angelegenheit vom Standpunkte der praktischen
Erreichbarkeit betrachtet, so ist die Lage durch-
aus nicht so einfach. Diejenigen Staaten, die
bisher unter dem Anarchismus am meisten zu
leiden hatten, sind Frankreich und Spanien.
Letzteres dürfte kaum die nöthige Autorität
haben, um ein internationales Vorgehen einzu-
leiten; daß Frankreich aber zu einem solchen ge-
bullt sei, dafür liegen noch gar keine Anzeichen
vor. Auch weiß man nicht, wie sich Frankreich
'W einem von einer anderen Macht zu stel-
lenden Anträge verhalten würde. Daß in Bezug
^uf Frankreich eine solche Ungewißheit vorliegt,
beweist am besten der Umstand, daß die russischen
Blätter sich nicht an ihre Freunde und Bundes-
brüder, die Franzosen, sondern an die Engländer
senden, die man als erste ins Feuer vorschicken
fvlirde. Wir glauben nicht, daß England große
Geneigtheit zeigen wird, in einer solchen Sache
bas Risiko eines Nichterfolges auf sich zu nehmen,
bud es scheint uns deßhalb, daß Rußland, wenn
ihm wirklich mit einem solchen Vorgehen ernst
sollte, besser thun würde, die Franzosen dazu
lb bewegen, den ersten Schritt zu thun. Frank-
sch hat ja heute an Rußland nichts abzuschlagcn,
,flo wenn Frankreich dadurch, daß es die Jnitia-
'br ergreift, die Bürgschaft bietet, daß es ihm
der Sache ernst ist und daß es im Laufe
Verhandlungen nicht etwa der Sache Knüppel
ben Weg werfen wird, so würde von anderen
r.waten wohl kaum auf Wiederstreben zu rechnen
, Aber Frankreich muß vorangehen, und das
(».bewirken, haben die Russen ja in der Hand.
- unter Ausland.)
^Äas Deutschland anbetrifft, so ist es völlig

L. Schläfst-
>st u- Logis-
ierh-, offene
llcnm.Kost-
s Z-
'bl. Z-
nf. möbl- Z-
nöbl. Z.
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zl. Zimmer.
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m. Balkon-
St-I-Jan-
4 Z. re- soff
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dezember
Sdel.
en von Rod'
llbr. -_

oder
Auf dunklen Wegen.
In Roman von Dr. Ed. Wagner.
(Fortsetzung.)
!ist "Alexa," rief Lord Kingscourt, „bitte
H. wich. Dein Vater liebt Dich und kann
^ben Bitten nicht widerstehen. Alexa, kannst
Dich so leicht von mir lossagen?"
erhob ihren Kopf und zeigte ihr bleiches
>l^wt, auf welchem ein unsägliches Weh, aber
feste Entschlossenheit ausgedrückt waren,
hqflw richtete sie ihre von Thränen getrübten Augen
seZ "urd Kingscourt, welcher aus diesen Augen-
baff sie entschlossen war, sich dem Ausspruch
Vaters zu fügen und ihrer Liebe zu entsagen,
^'^till, Alfred," sprach sie mühsam mit ge-
,^ver Stimme. „Siehst Du nicht, wie viel
^agen hat? Er würde mir nicht ver-
vben ' stin Leben mit dem größten Glanz
M würde, wenn es nicht nothwendig wäre.
? lo^be Dich, Alfred, und werde Dich lieben,
> fbsiA fbh lebe; aber mein Vater sagt, daß ich
» bin. Wie also könnte ich Dich hei-
Ich liebe Dich zu sehr, als daß ich
Akm "rge und Schande über Dich bringen möchte.
^Sln^ater hat Recht: Du mußt heim nach
. Kb gehen."
hervorbrechenden Thränen und der
Z erstickten ihre Stimme und Lord Kings-
tzy lcher sah, wie furchtbar sie litt, vergaß
ß rwffrfe, die schon auf seiner Zunge schweb-

str. 35.
Hs«
g mit zwei
bebör.
2. Stock.


ÜM6

iZsr
er

Dienstag, 12. Dezember 1893.

-lummer

General-

für Heidelberg und Umgegend

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