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Neuer General-Anzeiger: für Heidelberg und Umgegend ; (Bürger-Zeitung) — 1893 (Juli bis Dezember)

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https://doi.org/10.11588/diglit.44142#0365

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General

erger

für Heidelberg und Umgegend

Expedition: Kauptstraße Mr. SS.

Erlesenstes Matt in Stadt rr. 2tnrt Heidelberg rnrd Mrrgegend. GvLsztev Lvfsls für Infevcrte

Zimmer

sie sagen, wenn ich
Sie könnten sichwei-
Sie schicken vielleicht
überantworten mich
ich muß mein Jahr

Aus dem Berichte ist zu entnehmen, daß die Zahl
aller Mitgliedschaften in Württemberg gegenwärtig
92 beträgt, die Zahl der sozialistischen Stimmen
hat bei der letzten Wahl um etwa 16 000 zuge-
nommen. Während des Wahlkampfes wurden
750 000 Wahlflugblätter und 120 000 andere
Druckschriften zur Vertheilung gebracht; die Reichs-
tagswahlkostcn betrugen 13 500 Mk. Die Ge-
sammteinnahmen beliefen sich auf 16 565 Mk. die
Ausgaben auf 15819 Mk. Die gefaßten Be-
schlüsse waren nicht besonders belangreich. Man
will einen württembergischen Volkskalender als
Agitationsmittel herausgeben; die Maifeier soll eine
würdige Demonstation sein, doch soll von Arbeits-
einstellung am 1. Mai abgerathen werden. Es
wurden ferner die Delegirten für den Kölner
Parteitag gewählt, die dafür eintreten sollen, daß
als nächster Versammlungsort Stuttgart genommen
werde.

Aus WuH und Jern.
* Karlsruhe, 12. Okt. Der hiesige Gewerbe-
verein lehnte in seiner gestrigen Sitzung die Vor-
schläge des preußischen Ministers Berlepsch, be-
treffend die Reorganisation des Handwerks, ab.
Der Beschluß darf als maßgebend für Baden und
die Stellung der Regierung angesehen werden.
* Karlsruhe, 12. Okt. Eine große Freude
wurde heute Früh den Konservativen de-

nen. Aber ein Jahr lang unter Fremden in
gemietheter Wohnung zu leben, wird sehr unan-
genehm für Sie sein. Es wird wie ein Jahr
in einem Gefängnisse sein. Sie werden keine
Gesellschaft sehen, werden keine Unterhaltung
haben, jedes fremde Gesicht wird Ihnen als das
Gesicht eines Spions oder Feindes erscheinen.
Ihr Leben wird eine beständige Angst sein."
„Ich weiß es," sagte Beatrix verzweifelt,
„aber was kann ich thun? Wohin kann ich
gehen? Ich war mein ganzes Leben in einem Pen-
sionats. Dort würden mich meine Feinde zuerst
suchen. Sie erwarten, daß ich dorthin gehe.
Ich könnte einige meiner Schulfreundinnen be-
suchen, aber was würden
zu ihnen um Schutz käme?
gern, mir Schutz zu geben,
um meinen Vormund und
ihm. Nein, Baron Lionel,
der Verborgenheit ertragen, so gut ich kann.
Es wird ja nur ein Jahr sein."
Das Mädchen lehnte sich matt in die Kissen
zurück. Ihre Zukunft lag dunkel und traurig
vor ihr. Sie staunte über sich selbst, daß sie
so frei und offen mit dem jungen Baronet ge-
sprochen hatte, aber ihre Nerven waren von den
Erlebnissen des Tages so erregt, und er war
so gut und so teilnahmsvoll gegen sie gewesen,
daß sie ihm ihre Geschichte wie einem Bruder
erzählt hatte.
„Es scheint mir, Fräulein Trist," sagte der
junge Mann nach einer Pause, „daß Sie eines
Freundes bedürfen — eines Menschen, der Ihnen
bester rathen kann als ich — einer weiblichen,

növerflotte wirken nach der gleichen Richtung. In
den Etat für 1892/93 war nur das erste Viertel
der Vermehrung des gesammten Bord- und Land-
bedarfs eingestellt. Der letztere belief sich, abge-
sehen von der Vermehrung der Offiziere ec. auf 108
Oberdeckoffiziere, Deckoffiziere oder Wachtmeister,
948 Obermaate und Maate, 592 Obermatrosen,
309 Matrosen und 1057 Gefreite und Gemeine.
In den Etat für 1893/94 war ein weiterer Theil
dieser Forderungen eingestellt worden. Im Etat
für 1894/95 dürften dieselben kaum völlig beendigt
werden.
— Von Zeit zu Zeit wird die Anregung in
die Oeffentlichkeit lanzirt, den Ber u fsg en o s sen-
schäften weitere Aufgaben als die der Unfallver-
sicherung zu übertragen. Mit Rechtist dagegen geltend
gemacht worden, daß zu dieser Aendsrung der gegen-
wärtigen Verhältnisse gar kein Grund vorliegt,
weil die Aufgaben, die man den Berufsgenossen-
schaften zuweisen will, Heuteschon in ausreichendem
Maße von den freien wirthschaftlichen Vereinigungen
gelöst werden, welche von den einzelnen Berufs-
zweigen gebildet sind. Von den in Berufsgenossen-
schaften zusammengefaßten Gewerben haben die
größeren gegenwärtig wohl alle solche freie Ver-
einigungen zur Wahrung ihrer Interessen errichtet.
Theils erstrecken sich dieselben über ganz Deutsch-
land, thcils über einzelne Distrikte, theils umfassen
sie den ganzen Berufszweig, theils nur einzelne
Branchen desselben. Solche Vereinigungen kennt
der Bergbau, die Eisen-, Glas-, keramische-, che-
mische, Textil-, Leder-, Zucker-, Tabaks-, Brau-
und Brennereiindustrie, die Müllerei, das Bau-
gewerbe u. a. Die Erweiterung des Aufgaben-
kreises der Berufsgenossenschaflen erscheint also nicht
nöthig.
— Die Vorschläge des preußischen Handels-
ministers über die Organisation des Hand-
werks nebst Zubehör werden jetzt in den ver-
schiedenen Bundesstaaten zum Gegenstände der Er-
örterung gemacht. Es soll bekanntlich noch im
Laufe dieser Woche bezüglich dieser Frage zu Nürn-
berg ein deutscher Gewerbekammertag zusammentreten,
zu welchem das Reichsamt des Innern und das
preußische Handelsministerium namhafte Mitglieder
entsenden. Einstweilen macht sich außerhalb wie
innerhalb Preußens eine sehr starke Opposition
gegen die Vorschläge des preußischen Handels-
ministers bemerkbar, und es begreift sich, daß man
mit besonderem Interesse der Kundgebung des
deutschen Gewerbekammertages entgegensieht. Im
Reichstag wie im Landtag wird man diese Gelegen-
heit nicht unberührt lassen.
Aus Württemberg, 12. Okt. In Cannstatt
tagte die Landesversammlung der sozial-
demokratischen Partei Württembergs. Es waren
154 Delegirte von 81 Vereinen u. s. w. anwesend.

13. Oktober
m 1. Abonn-
4 Akten-
/2 Uhr. I

die ts-altige Petitzeile oder deren Raum » Psg.,
für auswärtige Inserate 16 Pfg., bei öfterer Wieder-
holung entsprechender Rabatt-

ganzes Vertrauen schenken, Baron Lionel. Der
Name des Mannes, der mich heute Abend ver-
folgte, ist Oberst Brand. Er war früher Oberst
in der Armee, und mein Name," fügte sie zitternd
hinzu, „ist Beatrix Rohan."
„Der Name Rohan ist mir sehr vertraut,"
sagte der Baronet. „Ist Ihr Vater schon lange
todt ?"
„Er starb, als ich noch ganz klein war, und
meine Mutter überlebte ihn nicht lange. Er
war Honourable George Rohan. Meine Mutter
war ein Fräulein Mary Harcourt aus Hereford-
shire, eine verwaiste, reiche Erbin, deren Eltern
in Indien waren."
„Jetzt erinnere ich mich, woher mir der Name
Rohan vertraut ist," sagte der Baron- „Meiner
Mutter intimste Jugendfreundin war ein Fräu-
lein Harcourt, welche einen Herrn Rohan heira-
thete. Ich habe meiner Mutter unzählige Male
von ihrer geliebten Jugendfreundin und Kollegin
sprechen und ihren frühen Tod beklagen gehört.
Es ist seltsam, daß die Kinder dieser vertrauten
Freundinnen sich auf sonderbare Weise finden
sollten, nicht wahr? Ich bin auch aus Hereford-
shire, Fräulein Rohan. In Anbetracht der
Freundschaft unserer Mutter bitte ich Sie, mir
erlauben zu wollen, mich als ihren Freund be-
trachten zu dürfen."
„Gerne, gerne sei es Ihnen gewährt, Baron
Lionel," sagte Beatrix. „Gott ist mein Zeuge, I
daß ich eines Freundes bedarf."
Sie hatten jetzt den Bahnhof von Euston- I
Square erreicht, und der Wagen hielt. I
Das junge Paar stieg aus. Als sie auch I

erfahrenen Freundin. Wenn Sie mir erlauben
wollten, jemand Anderem erzählen zu dürfen,
was Sie mir mitgetheilt haben, kann ich Ihnen
den Schutz und die Freundschaft einer edlen,
großmüthigen Dame versprechen, meiner Tante
Lady Folliot von Folliot-Court in Lincolnshire.
Ich reise morgen zu ihr, um sie zu besuchen.
Habe ich Ihre Erlaubniß, sie um ihre Theilnahme
und Hilfe für Sie zu bitten?"
Des Mädchens Herz schlug hoch auf.
Es war, als ob ihr Lionel einen Einblick in
das Paradies verschafft hätte. Die Freund-
schaft und der Schutz einer reichen Dame von
einflußreicher Stellung, ein ruhiges Heim aus
einem fernen Landsitze, das würde wohl ihre
vollständige Sicherheit bedingen. Ihre Feinde
müßten sie dann stets vergeblich suchen. Nach
Folliot-Court in Lincolnshire würden sie nicht
kommen.
„Baron Lionel, ich glaube, der Himmel hat
Sie mir zu Hilfe geschickt!" rief Beatrix aus.
„Wenn Sie mir den Schutz Lady Folliots ver-
schaffen können, werden Sie mir das Leben
retten."
„Ich will es unternehmen, Ihnen denselben
zu verschaffen.
Lady Folliot wird Ihnen eine Dienerin
schicken, welche Sie nach Folliot Court begleitet.
Ich kann Ihnen das mit Bestimmtheit ver-
sprechen."
„Aber Ihre Ladhschaft wird mehr von mir
wissen wollen," sagte Beatrix. „Sie wird keine
junge Dame unter ihren Schutz nehmen, deren
Name sie nicht kennt. Ich muß Ihnen mein

Ausland.
Paris, 12. Okt. Nach der letzten Meldung
ist in dem Befinden Mac Mahons nach einer-
ruhig verbrachten Nacht ein Stillstand eingetreten.
Der Kräftezustand hat sich gebessert.
Paris, 12. Okt. In politischen Kreisen ver-
lautet, die Ernennung des Kronprinzen von
Italien ü la suite eines deutschen Regiments,
besten Chef der deutsche Kaiser ist, werde das End-
resultat der hiesigen Münzkonserenz zuungunsten
Italiens beeinflussen. Peytral habe allein aus
diesem Grunde den Vorsitz abgelehnt.
Brüssel, 12. Okt. Die Vertreter Deutsch-
lands bei der Friedenskonferenz, Baumbach und
Max Hirsch, sind beide ausgeblieben. Deutschland
ist somit auf der Konferenz nicht vertreten.
Rom, 12. Okt. In Syracus drang eine
Volksmenge in das Rathhaus, wo der Stadtrath
die Einführung der neuen Steuern berieth. Die
Menge verwüstete und zerstörte Alles, warf das
Mobilar aus den Fenstern und versuchte Feuer
anzulegen. Militär zerstreute die Tumultuanten.
Rom, 12. Okt. Das Panzerschiff „Italia",
unter dem Kommando des Admirals Borst, er-
wartet am 16. Okt. das englische Geschwader im
Hafen von Tarent. An Bord der „Italia" soll
den Offizieren des englischen Geschwaders ein
Bankett gegeben werden.

— Die Reichsweinsteuer wird nun so-
gar von der Herrn Miquel so dienstwilligen
„Köln. Ztg." als todtgeborenes Kind bezeichnet.
Dieselbe schreibt: „Seitdem zumal die deutschen
Finanzminister sich entschlossen haben, mit Rück-
sicht auf die eigenartigen süddeutschen Verhältnisse,
den gewöhnlichen Tischwein nach wie vor von
einer Reichssteuer frei zu lassen, bedarf es keines
Nachweises, daß der Ertrag der Reichssteuer von
den übrigen Weinen, insbesondere von den eigent-
lichen Luxusweinen, verhältnißmäßig so gering-
fügig ausfallen würde, daß er die Durchführung
der umfassenden und unentbehrlichen Steueraus-
sicht unmöglich würde rechtfertigen können. Wir
unserseits halten schon heute auf Grund unserer
Kenntniß der Parteiverhältnisse im Reichstage
den Vorschlag einer Reichsweinsteuer für ein
todtgeborenes Kind und wir würden es bedauern,
wenn durch willkürliche Uebertreibungen bei der
Bekämpfung einer Reichsweinsteuer diesem Kinde
ein künstliches Leben eingeflößt würde."
— Bei den Mehrforderungen für die
Marine handelt es sich, wie schon angedeutet, in
der Hauptsache um die Fortführung zweier größerer
Pläne. Der eine ist in der Denkschrift zum Etat
für 1889/90 niedergelegt und bezieht sich auf die
Vergrößerung der Schlachtflotte um 4 Panzerschiffe,
9 Panzerfahrzeuge, 7 Krcuzerkorvetten, 4 Kreuzer,
2 Avisos und 2 Torpedodivistonsboote. Nach dem
von der Marineverwaltung ausgestellten Plane wäre
der Bau dieser neuen Schiffe mit dem Jahre 1894
bis 95, also dem nächsten Etatsjahre, überhaupt
beendigt worden. Da der Reichstag jedoch in jeder
Session an den diesbezüglichen Forderungen der
Marineverwaltung beträchtliche Abstriche vornahm,
so ist cs gekommen, daß erst für 2 Schlachtschiffe,
3 Panzerfahrzeuge, 1 Kreuzerkorvette, 2 Kreuzer, 1
Aviso und 2 Torpedodivisionsboote die Mittel völ-
lig bewilligt sind. Der andere größere Plan hat
beim Reichstage eine bessere Aufnahme ge-
funden, ist jedoch auch noch nicht zum Abschluß
gelangt. Er bezieht sich auf die Vermehrung der
Matrosen- und Werftdivisionen, sowie des See-
offizierskorps, der Seekadetten, Kadetten und des
Maschinen-Jngenieurkorps. Die ersten Forderungen
für Ausführung dieses Planes wurden in den Etat
für 1892/93 eingestellt. Die Gründe für die Ver-
mehrung deS Flottenpersonals sind hauptsächlich
darin zu finden, daß für das Matrosenpersonal
heutzutage ein Friedensstamm von der halben Be-
satzungsstärke und für das Maschinenpersonal bei
denen Schiffen ein solcher von 2/g der vollen Be-
satzung gefordert werden. Aber auch die in Aus-
sicht genommene dauernde Besetzung der südameri-
kanischen Stationen sowie die dauernde Jndienst-
haltung eines Schiffes zur Ausbildung von Schnell-
ladekanonen und eines dritten Avisos für die Ma-

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Deutsches Reich.
Berlin, 12. Oktober.
— Auf der Tagesordnung der bcutigen Sitzung
Bundesraths stehen die Beschlußfassung über
As Wiederbesetzung der Stelle eines nichtständigen
Mitgliedes des Reichs-Versicherungsamtcs
Und die Wahl eines Mitgliedes der Reichsschulden-
Aommission, sodann mehrere Ansschußberichtc über
Petitionen, darunter eine Eingabe des Vorstandes
Ar norddeutschen Holz-Berufsgenossenschaft zu Berlin
^treffend die weitere Ausdebnung der Verstche-
runzLpflicht der Arbeiter im Tischlereibetriebe und
siue Eingabe der vereinigten Eisen- und Stahl-
berufsgenossenschaften, des Verbandes deutscher
^chlosserinnungen zu Berlin, des schweswig-hol-
steinischen Schmiede- und Cchlosserverbandes zu
^iel und der Schlosscrinnung zu Altona, betreffend
bie Ausdehnung der Unfallversicherung.
— Die vollständige Veröffentlichung des Ta-
bakfabrikatsteuer-Entwurfs soll in aller-
nächster Zeit, noch lange vor Eröffnung der Reichs-
tagssession, zu erwarten sein. Dagegen ist es über
wesentliche Punkte des Weinsteuer-Entwurfs zwischen
ben Regierungen zu einer Verständigung noch
nicht gekommen. Von anderer Seite wird gemeldet,
bie neuen Steuervorlagen würden dem Reichstag
bei seinem Zusammentritt zugleich mit dem Etat
für 1894/95 zugehen, und zwar sei beabsichtigt,
tn einer Denkschrift die Entwickelung des Reichs-
steuerwesens bis zu der jüngsten „Zwangslage"
barzuthun und die Mittel zur Beseitigung der
letzteren des Näheren zu erläutern, ähnlich wie dies
in der Denkschrift zu der Steuerreform in Preußen
geschehen ist. Für die Etatsdebatte würde damit
eine breite Basis zur Erörterung der Finanzlage
des Reiches gegeben werden.

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Die Jagd nach einer Erbin.
Roman von Hermine Frankenstein.
23) (Fortsetzung.)
„Ich glaube," sagte Beatrix nach kurzem
Stillschweigen, „daß Sie mich auch sür wahn-
sinnig halten, Baron Lionel, wie mein Rechts-
anwalt."
„Keineswegs," erwiderte der junge Baronet.
„Ihre Geschichte ist seltsam, Fräulein Trist, aber
es ist nicht möglich, Ihre Ausklärung zu be-
zweifeln. Die Welt ist voll Schlechtigkeiten. Die
Zeitungen erzählen weit seltsamer Geschichten als
die Ihre."
„Ich weiß nicht, warum ich so offen mit
Ihnen war, Baron Lionel, 'aber mir ist, als
würde ich Sie schon seit Jahren kennen," sagte
das Mädchen schüchtern. „Ich kann nichts thun
in dem Kampfe mit meinem Vormunde, wie
Sie sehen. Wenn ich einen Versuch mache, mich
von seiner Autorität zu befreien, wird er mich
unter ärztliche Aufsicht stellen. Selbst mein Rechts-
anwalt begünstigt seine Ansprüche.
Ich kann nur eins thun. Ich werde mich so
lange verborgen halten, bis das Jahr meiner
Minderjährigkeit vorbei ist, und dann habe ich
nichts mehr zu fürchten und kann meine Rechte
geltend machen."
»Ihre Entscheidung mag sehr weise sein, Fräu-
lein Trist," sagte Baron Lionel gedankenvoll.
„Ich bedauere, daß ich nicht besser befähigt bin,
Ihnen zu rathen, vorausgesetzt, Sie würden mei-
nen Rath annehmen, da Sie mich so wenig ken-

—---—»
Expedition: Knnptltratzs Mr. SS.

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