Volksgemeinschaft: Heidelberger Beobachter, NS-Zeitung für Nordbaden — 6.1936 (Juli bis Dezember)

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«vllderrStsel

<^umor

Kameradjchaft

. Der Herr llnteroiilzier hatte in der Jnstruk-
1°»v,.nnoe tchwungooll üder den Legrl» xaine-
"i>!chasl getprvchen, üann nahm er das loetchwerve-
^°k'> r>as jeoem Sotdaten zutreht, durch.

Tchiietziich sragte er einen als nicht besonders
llsgewectt beleumundeten Musketier: Kallipke,
. ich zu Zhnen sage „Kamel", wcrden Sie sich
^nn bejchweren?" — „Nein, Herr Unterossizier!"
^ »UnL warum nicht?" — „Aus Kameradjchajtl"

Zweifelhaftes Lob

> Dictor von Scheffel war einft mit einigen
pleunben bei einer ichünen Frau zu Gaste. Lei
^ Hegrügung hielt Schefsel lang« die Hand der
k°st und gab ihr seine Bewunderung zu
Als Ähefse! kchlietzlich die Hand srei«
^^nahm ihn einer seiner Freun-de belseite un>d

»Das ist das schönste Werk, das je aus deiner
gekommen ist."

Kleines Mihverständnis

^ Selma sang. Selma sang lange und viel. Ds,
sah sie an und nickte zusrieden: „Sie habev
" >ehr schönes und umfangreiches Repertoirel"
». Selma schaute verschämt an sich herunter:
''^elder. leider". sagle ste, „srüher war ich
schlanl, aber seitdem ich singe..."

Der Schwärmer

Er schwärmte: „Gibt es etwas Kleineres als
Füge Fräulein?"

^le lächelte jchmerzlich: „2a, meine Schuhel"

2^ätsel-Ecke

Wabenrärfel

spiel, l3. ehemaliges Längenmasi, 14. Hausvogel,
l5. Flutz in Fulda, 16. Heldengedicht, 17. Stadt
om Rhein, 18 Getreidesruchtstand. 19. Ueberbleib-
sel, 20. Raubtier, 21. Molkereiprodukt, 22. Gotl
der Liebc, 23. Rennwettmaschine, 24. Zahlwort,
25. Fluh zur Weichsel, 26. Kriegsminister lum
1870), 27. griechischer Buchstabe, 28. Flutz in
Florenz.

Gilbenrätfel

8 — al — am — bahn — be — bel — ber —
bre — bras — bri — cher — di — din — do

— do — dorn — drac — eis eiz — el — er

— gau — ge — gie — he — i — i — ir — jagd

— ka — tis — ko — kon — kot — krab — la —

land — le — l« — li — lohn — mer — na —
ne — neur — o — qua — ra — rei — rett —

— ser — ta — to — tor — treib — trt — tron

— tür — weih — weitz — za.

Aus diesen Silben sind 23 Wörter zu bildea,
deren erfte und letzte Buchstaben, oon oben gele-
sen, einen Ausspruch Graj MoUkes ergeben. —
1. Daum, 2. berühmler Passionsjpielort, 3. T'.»
betsorjcher, 4. militärijche Krankenanstall, 5. Ver-
zeichnis, 6. geographijche Linie. 7. Edelstein, 8.
französijckser Bilbhauer, 9. tierischer Kopsjchmuck.
10. Feinbäckerei, 11. Baum, 12. europäijche Injel.
13. weidmännischer Vegriss, 14. Meeresbewohner.
15. winterliches Spezialschisj, 16. Salzart, 17.
Staat in Nordarnerika, 18. Gewebe. 19 Dogel,
20. sagenhastes Land, 21. Stadt in Westsalen,
22. Neroenjchmerz, 23. winterliche Sportftätt«.

Silbenenifernung

llndiue Krundwasjer Einwilliguna Wolle
Atheist Reisstärk, Aukertau alsbald Ra-
dierung Nottingham

Entnimmt man diesen Wörtern je eine be-
stimmte Silbe und ftellt diese herausgegriffenen
Silben zusammen, so erhäll man einen Ausspruch
unjeres Führers und Reichskanzlers.

Spruch-RebuS



W

W

»«»



Man bcginne, stets rechts herum lesend, mit
Schwarz in den oberen Buchstabengruppen. jchliegt
stch mtt Weig und den schrassierten Feldern an,
um zum Schlutz die unteren Buchstabengruppen in
gleicher Weije abzulejen.

Rätsel-LLsunfLen

KreuzwortrStlcl: Waagerecht: 1. Hamburg. 8.
Fama. 6. Leer. 8. Arm. 9. Jsar. ll. Ente. t3 Ebro^
16. Zbis, 18. Pas, 19. Rute. 20. Elel. 21. Marille.
Senkrecht: 1. Hans, 2. Maar. 3. Ulme. 4 Gent,
5. Frileur, 7. Rüssel. 10. Abr. 12. Nab, 14. Baum.
15. Ooier. 16. Ilel. 17. Jdee.

Zahlenrätsel: Weib — Ammersee — Loever —
Turban — Herwegh — Eurova — Robr — Dort«
mund — Anker — Radau — Reblaus — Ebonit--
Walther Darrö lReicksernäbrunasministerl. Beru»
hard Rust (Reichserziehungsminister).

Silbenrätkel: 1 Dresden. 2. Eleaie. 3. Regi-
ment. 4. Testament. 5. Omega. 6. Dietrich. 7. Bal«
zac. 8. Eukalnvtus. 9. Earnikon. 10. Lötblei. 11.
Einöde. 12. Jltis. 13. Tromvete. 14. Eiendi. 15.
Trevtow. 16. Drackien. 17. Erdmortbe. 18 Norwich.
19 Madras. 20. Erdbeben. Der Tod begleitetde»
Menkchea wie kein Schatten.

Wörterverbindung: 1. Polstermöbel, 2. Lulen«
spiegel, 3. Regenschirm. 4. Pferdestärke, 5. El ktro«
nenröhre, 6. Nadelbaum, 7. Dampfkesiel, 8. Znsel«
reich, 9. Krankenbesuch, 10. Elstergebirge, 11. Licht«
mesie: Perpendikel.

Vorkahaufgabe: Martba. Elkasi. Jrland. Som»
mer. Temvel. Eiland. Rebell. Srebad. Jmbih,
Nimrod. Eesang. Edmund. Reiter »Meitter»
siager".

Silbenkviel: 1—2 Eteuermann. 1—3 Steuer»
amt. 2—4 Mannbeim. 3—2 Amtmann. 4—5 Heim-
abend. 5—6 Abendland, 6—2 Landmann. 6—4
Landbeim.

Neunmal fiinfundzwanzig;

/o

2

-2


9


1


X

5

e


X



rs

8


2



-

Eonderbar: „oerschieden".

Drei Silben: Zabn—Rad—Bahn.
Kapselrätscl: Chor — Angel — Rose — Ligt»
— Lamm — Ojten — Elle — Wiege — Ende
Earl Loewe.

Lsmstsg, S. vsrsmber 1936
öesrdeilst von Lebmsus lVUnnisr

II, >>ller lVoln lot ckood cks» olnrls». «ao »'non

-kd°r ck o Sorgon. «I« man illn

"blon ooll, mavtlon vlnon «lockor altl"

Tischgespräch

«s werden Forellen gereicht. Morre nimmt sich
hl' Oeübtem Eiifs den grünlen -ifch oon der
„F^."°- Knorre. der nebenan sttzt, meint anzüglich:
""nc Leute nehmen immer den kleinsten Fisch!"
recht", sagt Morre '^on im Kauen,„Sie
"chen ihn sich blos auszusuchen."

Auv Jrland

hg Deg sE man grotze Raullust nach. Echl
bxj b.'nmal ein Jre an einem Dorswirtshaus oor-
ist' *5. ^°"' gerade eine kolenne Keilerei im Eange
sto„,bein Gesicht strahlt hosknungs-froh und er
ernen gerade herausgeslogenen Streiter:
o, '-Excuse me, Sir, is this a
h «"n any gentleman join?" (
eine Privatrauferei — od
nnndige Menjch mittun?")

prioate fight —
„Ach Verzeibung,
>er rann da jeder

Schottisches

^er Cchottin Mutterherz war im Zwrespalt.
Schottin Mutterherz seufzte:
^lejtEwerseits möchte ich, datz der Junge so klei
^r-i " °uf der Eisenbahn zum halbe

«r kahren kann — andererseits möchte ick do
^lt«, wird, damit er die Anzüge eine

Vruders tragen kannl"

Die „Drucksache"

Max Halbe noch in München studierte
e>nes Tages in grotzer Geldoerlegenheit^
dy-j.' Pfennige zwackte er sich noch ab und kaufte
°'"° Vriefmarke, um von zu Hause Eeld
""kordern.

tzZo„'° Postkarte, die er sandte, hatte folgenden
'tlaut:

"Vin im Druck. Sendet Geld. Max".

^."Nd über die Anschrist schrieb er grotz und dick:
«Uckjache".

Der zerstreute Herr Professor
^^«ofesior zu seinem Sohn, der ihn bittet, zum
^°n gehen zn dürfen:

Fr'tz, du gehst mir nicht früher ins
°>>°r. als bis zu schwimmen kannst!"


Zu spät gesehen

"Kann Ich Herrn Schröder sprechen?"
»Bedaure jehr... Herr Schröder ist wegge-
ngen!"

"2ch h„be ihn doch aber am Fenster aesehenl"
"2a. aber « hat Ei« zuerst geseheai"

Aufgabe Rr. 90

voa Karl Bilsinger. Heidelberg
4. Aufgabe unferes Lösungsturniers.

Urdruck

Matt in drei Zügenl
Kontrollstellung:

Weih: Kel; Dal; Lc7; Se7, e8; Ba3. a4. b6
(8 Steine).

Schwarz: Kc5; LH7; Sd8, f7; Vb7, c4 (6
Steinr).

<Nr. 138

Zwei intereffante Partiep aus de» Vlympla«
Traiuiagslämpfen

üveitz: Richter. Echwarz: Waechter.

(Französtsche Verteidigung)

1. d2-d4. d7—d5

2.Sb1—c3, e7—e6>)

3. e2—e4. Sg8-s6

4. Lcl—g5, Lf8—e7

5. Lg5:f6°). Le7:s6

6. c4—e5, Lf6—e7

7. Ddl—g4 0-0

8. Lfl—d3 c7—c5

9. d4:c5, f7—f5

0. Dg4—H3, Sb8—<6»)

1. f2—f4. Dd8—aS«)

2. 0—0—0, d5—d4

>3. ScS-bl,

14.g2-g4. b7—b6->)
15g4:f5. e6:s5

16.Sgl—«2. b6:c5

17. TH1-g1.Da2-4>5")

18. Tg1-g3. c5—c4i)

19. Tdl—gl,

20. DH3—H6.

21. Ld3:c4I,

22. Tg3:g5l,

23. DH6:g5,

24. Dg5—H6
Schwarz gibt

Ts8-s7
g7—g5«)
Dd5:c4
Le7:g5
Kg8-s8

aufl

Da5:a2

Sich gegen Richter auf „Französisch" elnzulas-
sen, yeitzt meist sein eigenes Todesurteil zu
unterschreiben!

1 Richters Spezlalvariante, die etne merkwür-
dige Kraft bat!

Soweil jchou osl dagewefeal Doch hi», ist Sd7

nebst 8:c5 viel nachhaltiger, auch nach Anstcht
Richters!

«) Eine Neucrung Waechters, dle wegen derDro-
hung d4 Weih zur 0—0—0 zwingt und den
Vauern a2 erobert!

») Dic Oefsnung der b-Lint« kommt zu spät,
stark >n Frage kam daher Sb4l
«) Es drohte Matl oder Sprinaerverlust nachDg2!
Beide Drohungen waren aoer viel besier mit
sofortigem Ts7 zu decken, was ein wichtige»
Teinpo gewonnen hätte! Aber auch dann wa-
ren die Chancen von Weih sehr gute!
r) Diesr überstürzte Angrissssortsetzung führt nur
wegen mangelhaster Verteidigung sosort zum
Zicl! Eut genug war einfach v3!
o) Danach ist Schwarz sofort oerloren, ein dop-
pelies Figurenopser entscheidet >n glänzendem
Stile den Tag für Richler! Nach Lf8 hätte es
Richter wesentlich schwerer gehabt, mit seinem
Angrijf durchzukommen!

«partle Nr. 1SS

Weitz: Richter. Schwarz: Kahn.

(Sizilianische Verteidtgung)

1. e2—«4. c7—c5

2.Sg1-fS, Eb8—c6

3.d2—d4, c5:d4

4.Sf3:d4, Sg8-f6

5. Sb1-c3. d7--d6

6. Lf1-c4l), «7-e6

7.0-0. Ls8—«7

8. LcI—«S^ 0—0

9. Ddl—e2, a7—aS

10. TaI—dl. Dd8-c7

11. Lc4—b3. b7—b5

12. a2—a3. Lc8-b7

13. f2—f4. Sc6—a5

14. L-3—f2, Ca5:b3--)

15. c2- b3. dO—d5

16. e4—eS, Sf6—e4

17. Tdl—cl. Dc7—d7

19. Sc3:e4. d5:e4

20. Tfl—dl, Lb7—d5

21. f4—s5l») e6:f5

22.SV4—c6!l, Dd7—c6

23. Tc1:c6. Ld5—c6

24. Dc2—c2. Ta8—c8

25. Dc2—b3. Kg8-H8

26. Db3-e6, Ts8—e8

27. De6:s3. f6:eS

28. Tfl-cl, Le7-s6

29. Lf2—eS, Te8—f8

30. Df5—e6. Lc6—b7
31 Tcl:c8

Und Schwarz gab nach
weitercn 20 Zügen den
aus^ichtslofen Kampf

«1.

18. b3—b4. f7—s6(?1»)

>) Um den nach Le2 entstehenden oft gespielten
und bekannten Spiclweisen aus dem Wege zu
gehen!

2) Ob es bei der Ctellung der Dame auf c7 ge-
rade zweckinätzig ist. auf b3 zu tauschen, mutz
bezweifelt werdcn: allerdings ist das die ein-
zige Mögkichkeit den in der „Sizilianischen
Partie" notwcnoigen besreienden Vocstotz 05
durchzusetzcn!

Dieses in ähnlichen Stellungen empfehlens-
werte Sprengungsmanövcr fübrt hier zu einer
sokort verlorenen Stellung! Schwarz mützte

>U1erd»ag» sonst dem herLarollenden Aiignsj jo

gut wie tatenlos entgegenschen; e» ist auch
klor, datz Schwarz sich wohl mit S:f2 das Läu«
ferpaar sichern könnte, aber in einer derartigen
Etellung sind natürlich die beweglichere»
Springer mehr wrrtl

«) Ein Durchbruch von vernichtender Wirkung!
Schwarz mutz die Dame gegen Lurm und Läu-
fer geben, hätte natürlich geuau so gut auch
aufgeben könnenl

Kombination

Stellung aus einem holländtschen Turnierk
Louvöe

Speyer

Wie erzwang Weitz das Matt?

Lösung:

,-Nvw gv-pjZ g 2h:8hT-i-?^T 1

sthsij e» uvw uusar 'hivju,,

Lösung der Ausgabe Nr. 88 vou Willu Maq,

Waldhos: 1. Sd7—e5I

Richtig gelöst oon: E. P. Reliem, K. Triltsch,
P. Laux, G. Knecht (sämtliche Heioelberoi K.
Müller (H.-Handsch>uhsheiin1, K. Schimpf (Bödig.
heim), H. Hauser (Eppelheim). K. Eicher (Mos.
bach). W. Ost (Taiiberbischofsheim). W. Weisheit
(Rippberg), W. Scbiller (Hardheim). K. Köhlt
(Wies'.och), W. Kopriva (Eppelheim), Dr. W
Mühlhöuser (Heidelberg). Fr. Oe.ringer (Lei>
men), K. Brauch (Kleineicholzheim), P. Henni»»Z
(Vofsheim). A. Weber (Leimcn).

Nachzutragen stnd noch zu Problem 87: K Mül«
ler (H.-Handschuhsheim). H. Hauser (Eppelheiin).

Lösungen und Anfrogen an Schmaus-Minnie^
betdeiberg, Hauptstratze 2»
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