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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt — 1923 (Januar bis Juni)

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https://doi.org/10.11588/diglit.15611#0151
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gerecht zu weroen, iommt jedoch bezüglich der

f'raphl-", Einflutz ausübten, so wird auch melr
hicr nicht ausgestellte frllhere Radi

mein llrteil übcr B.'s
x-ts t»>er UM)I ausge>lelne seuaere Radierungen des Künst-

eichj. °>°NtIjch beeinflutzt, deshalü fehe rch V.'s Eraphik in anderem
Min'n- es sei mir vergönnt, einige Worte hierzu zu sagen. Auch
xetra^, ich mit dem Kritiker uberein, datz B.'s Kunst für den
Meis,L^^ "icht sehr leicht zu fassen ist, besonders wenn er an der
^4eut ^ hängen bleibt und die Arbeit für tieferes Verständnis

27. Zcrnuar 1923.


Aus Ver Stadt.

'ssiEung don prof. Augnsi VOherger im

s». Die
?Ntik

Von Karl HerrMann, Eraphiker.

Nr. 19 der „Vadischen Post" am 29. Ianuar erschicnene
Mnstl^^Ausstellung Aug. Babbergcrs sucht dem Schaffen dieses

^ff-

Radierungen B/. ... .. ..

Mi gesti^^^Ers Kunst auf emen wohltuenden, tiefinnerlichen Erund-
^tive war. Leben und Schacksal warcn seine erhabenen
^it s,.' 'ur die er in seiner graphischen Kunst immer mit Eicher-
'tier g" .uefergreifenden Ausdruck zu finden wutzte. Der Besten
tusstxg,,>prach er zu werden. Und hcute?! Wie mancher, der die
°ist. gü"S im Kunstverein oberslächlich besichtigt, wird enttüuscht
»en „^er jedoch tiefer in das Verstündnis dieser Kunst einzudrin-
mder A"t ist und vorurteilslos die einzelnen Blätter gegenein-
Mst,,„?ägt, wird bald betrüchtliche qualitative llntcrschiede ent-
Mchcn d ^"t>en, bgg tzer Schwerpunkt der Ausstellung in der gra-
°lätter ^"teilung zu suchen ist. Es sind allerdings nur wenige
>^tellen ^lche nach Heidelberg gelangten, jedoch aenügen sie, fest-
'»lst °ag B. weniger gefestigt dasteht als früher, datz es ihm,
"Uklunn shf üer Zeit üverwältigt, noch nicht gelang, in ruhiger Ent-
^te M, von Len zufälligcn Einflüssen seiner Lehr- und Wander-
^Nstier ä^ireien, Laß dieser in seinen frühcn Radierungen so fertige
Ibj nt,/. "Eue Wege sucht, eine neue Sturm- und Drangperiode er-
'itejt-.--/rleben wird, wenn er feinen künstlerischen Höhepunkt nicht
? dielp^erschritten haben soll. Es hat jedoch den Anschein, als ob
^stslii»'" Chaos fremder, besonders japanischer und Hodler'scher
u äigev ^te ordnende Meisterhand sich geltend mache. Jn diesen
Eest s. -olättern offenbarsn sich ungeahnte Möglichkeiten. Die
b diei», ^"tive „Leben und Schicksal" erklingen aufs neuc
^stein- eigenartigen Ornamentik. Der Ausdruck ist freier und
als frühcr und nähert sich in feiner Eesamtwirkung
Die volttommene Veherrschung des menschlichen Körpers
°ch. vK'derger keine Aufgabe zu schwer erscheinen, kein Ziel ^u

> b Ln-Ä beachte das freie Spiel mit dem Motiv, die Wiederkehr
>ä Eri.^^'htlingen der Welle des Wasserfalles als Begleitung

o.sMdchema in allen seinen Variationen, die Gegenüberstellung

> °>>stm„". ""d Licht und vieles andere, um die Ueberzeugung zu
Älnnr??> daü bier etwas im Wersten tst datr eine ttnrf- KiinNlcv-

,^dien"^Bu« ewiger Lvayryeilen ringr, oie unierer Zeit mehr
M w»r?iogen, als Kopien mittelalterlicher Meister, aus denen
eia-n ^ uns redet als die llnzulänglichkeit eigenen Erlebens
Mafter Erfindung. Es wäre zu wünschen, datz die Ausstellung
^derx-^. oesucht würoe als dies zurzeit geschieht, wie wir es
baid bankbar begrützen würden, wenn die Ausstellungsleitung
^isters i ch eine weitere Ausstellung der frühen Radierungen des
. > lowie einiger kunstgewerblicher Arbeitea erfreuen würde.

beidelberger Silfswett für das Ruhrgebiet.

^Sz^-^usforderung der Stadtverwaltung zu einer Vorbesprechung
^ «benx ü^äng der Heidelberger Bruderhilfe hatten am Donners-
^östnd. "ie Vertreter der politischen Parteien, Dehörden, Berufs-
vk. Az j, -änd Vereine zahlreich Folge geleistet. Oberbiirgermeister
wies in feinen einleitenden Worten auf den Ernst der
^"igen Lage hin und erinnerte an die Brandschatzung der
"ttein d!e Franzosen. Der glsiche Zweck, nur mit aaderen
>r x)-,' wcrde jetzt durch den Einfall in das Ruhrgebiet erstrebt.
«ststhoii ^ermcister fand warme Worte der Anerkennung für den
kE mer ^ Kampf der Ruhrbevölkerung und kennzeichnete das Ziel
lkbhg-t, ^U gründenden Hilfswerks. An feine Worte schlotz sich eine
khtzh Aussprache, wobei alle Redner in der Verurteilung des
»shg.iUchs und in der Betonung der Notweadigkeit unentwcgten
Mest ^"2 und weilgehendster Unterstützung der unter dem feind-
Ntoi, ?ucke Leidenden betonten. Aus den Ausführungen des
U sich ^ hiesigen llniversität, Eeh. Rat Anfchütz, ging hervor,
fb fiv-n - llniversität als solche über keine Mittel verfllge, um
an oer Zilfsaktion zu beteiligen. die Dozenten und
erst-n " der Universität bereit erklärt hätten, zunächst für
sb vg! Nvei .Nonate von ihrem Einkommen 5—19 Prozent an
i« eit-r ädtfche Hilfskasfe abzufllhren. (Wer die Not der geistigen
i» ststvn' der llniversttätslehrer kennt. wird mit höchster An-
Mer ^"3 dstsen vorbildlichen Opfersinn konstatieren mllssen.) Ner-
i?iis enmten, der Post und des Telegraphenamtes fagten eben-
§b>st ^sch Eehalt- und Lohnabzug weitgehendste Unterstützung zu.
lr^is« sse verlas Oberbürgermeister Dr. Walz den an alle

verias Overourgermeisler air. Lvaiz oen an aue
l>U>erst,_^ Heidelberger Bevölkerung gerichteten Aufruf, in dieser
^ ^istdi'^unde des Vaterlandes durch Opfergaben die Abwehr
^Een, "chen Vergewaltigung zu ermöglichen. Zur Verwaltung
dz,' kist - "us den Vertretern der Parteien. Organisationcn
z°llerstn °ngerxr Ausschutz gebildet werden. Die Heidelberger Be-
^üest V^?nd es stcher als eine Ehrenpflicht ansehen, nach
L^Nden den besetzten Landen und der tapfer alle Leiden er-
d» äd«» '-"evölkerung und damit dem Daterlande zu hekfen.
i ^ die „Deutsche Bruderhilfe" nimmt auch die Redaktion

°>!chen Post" entgegen.


der fran»Vflschen und belaischen Warsn.

ki? n e g keine Franzosen und Belgier mehr be-
t- Die Mitglieder geben dies durch grotze Plakate in ihren
?sUbii^ > ern und an ihren Eingangstüren bekannt. Das kaufende
i-i> u" UNtersti!?'^ ersucht, den Einzelhandel in seinem Bestreben
,9 ^'chstu^"- Autzerdem hat der Verband bei seinen Mitgliedern
Rub.T," ? slisten für die Unterstützungsaktion der Eeschädigten
.« s?!anisti^uebiet ,n llmlauf gesetzt und bereits erhebliche Beträge
^i Mt. uebrqcht, die er dem Zentral-Hilfsausschutz zur Verfügung

.p ^^hen »Devtschen Ehrendenkmünze des Weltkrieges" wurden

n b-7'^ner, oder können abgeholt werden bei dcm Vertrauens-
* N ^d-W-> stnä.rsr. pol. Hermann Hohn, Plöck 61a, I.
!sthr igs^^ung sg« b„s htzhere Lehramt. Auf Grund der im Spät-
Kanb-^dfchloffenen Prüfung für das höhere Lehramt wurden
> ?andidat-« uten in der Abteilung für alte Sprachen und dreizehn
^ uestanden Abteilung für neue Sprachen und Eeschichte fur

Hrocki

°rklärt.

n -»; .H'wcihe. Sonntagmorgen ^19 Uhr findet in der P r o v i-
die Weihe der beiden neuen Elocken statt. Der Kirchen-
Mstmirkunq zug'efagt. Geläutet wird zum Beginn
°n ..^ustes nicht. D!e Glocken kamen am Freitagvormittag
arok- m.^urden -m Lause des Tages auf den Turm gewunden.
t dsth W5Alocke trägt die Inschrift „Jesus Ehristus yestern und ,etzt
I serieist, auch in Ewigkeit. Hebr. 13. 8" und dr« kleine Elocke

Veiblatt der Badifchen Post

„Gedenket an Eure Lehrer, die Euch das Wort Eottes gefagt haben.
Hebr. 13, 7".

* Ueber die Verlängerung der Dienststunden haben die staat-
lichen Behörden an die Beamten einen Erlatz gerichtet, in dem es
heitzt: Sofern zeitweise eine Verlängerung Ler regelmätzigen Dienst-
zeit infolge hohen Gefchäftsstandes nötig wird oder dringliche Ge-
fchäste autzerhalü der regclmätzigen Dienstzeit erledigt werden müs-
fen, kann ein Ausgleich durch entsprechende Dienstbefreiung an
anderen Tagen angesichts der autzerorüentlich gespannten Finanzlaze
des Landes b!s uuf weiteres nicht mehr stattfinden. Es ist Pflicht
der Bcamten, sofern die llmstände es verlangen, auch über die ge-
ordn-te Dienstzeit hinaus zu arbeiten.

* Das Veamtenrätegesetz. Jm Reichstagsausschutz für Beamten-
angelegenheiten wurde das Beamtenrätegesetz weiier beraten. Von
seiten der Sozialdemokraten waren dazu zahlreiche Anträge ein-
gebracht worden, die von der Regierung als weit über das Ziel
hinausgehend Lezeichnet wurden. Jm Verhältnis zu diesen For-
derungen erscheine das BetrieLsrätegeseh direkt als reaktionär. Nach
längerer Debatte wurde beschlossen, datz gemätz A 3V die Beamten-
vertretungen die Ausgabe haben, die gemeinfamen und perfönlichen
Dienstangelegeiihsiten der Veamten Lei dem Dienstvorgesctzten nach
Matzgabe der 88 32 bis 35 wahrzunehmen. Diese 88 62 Lis 35 be-
stimmen u. a., datz die Beamtenräte das Recht haben, Anregungen
und Anträge der Beamten, die sich auf die Dienstangelegenhciten
allgemeiner Art beziehen, entgegenzunehmen und bei Lem Dienst-
vorgesetztcn zu oertreten Meinungsverfchiedenheiten der Beamten
untereinander beizulegen, auf die Vekämpfung von Unfall und Ee-
fundheitsgefahren zu achten, Anregungen für Wohlfahrtseinrichtungen
zu geben. Gemätz 8 33 haben die Beamten u. a. das Recht der Mit-
wirkung bei der Aufstellung von allgemeinen Vorfchriften des Dienst-
betriebes, bei Wiedereinftellung strafweise Entlasfsner, bei Unfall-
untsrfuchungen, Lei Versetzungen in den Ruhestand, Entlaffungen,
Urlaubsverweigerungen, bei Unterstützungsgesuchen üsw. Ferner
wurde in 8 31 festgestellt, datz Ler Beamtenrat gutachtlich zu HLren
ist Lei Aufftellung dss Entwurfs des Haushaltsplanes, fowie Lei
Voranschlägen zum Haushaltsplan, soweit persönliche Angelezen-
heiten der Beamten berührt werden. Angenommen wurde ferner
8 35 in einer Fassung, nach der die Beamtenprüfungen zum stimm-
bsrechtigten Mitglied der Prüfungskommiffion zu ernennen ist. Auf
wiffenfchaftliche Prüfungen soll diefe Bestimmung jedoch nicht an-
gewandt werden. Dcr 8 11 des Beamtenrätegefetzes soll folgende
Faffung erhalten: Bei der Zusammenfetzung der Beamtenräte flnd
die verschiedenen Besoldungsgruppen nach Möglichteit zu berück-
sichtl'Zen. Das Nähere bestimmt die Wahlordnung.

* Die Bekämpsung der Eeschlechtskrankheiten. Der Reichstags-
ausschiitz fllr Bevölkerungspolitil nahm nach längerer Erorterung
die FS 11 u- 12 des Ecsetzeniwurfes zur Bekämpsunq der Eefchlechts-
krankheiten an- Diese befchäftigen sich mit der Änsteckungsgefahr
beim Stillen dcr Kindcr durch die Ämmen. Der vielumstrittene
8 13 regelt Lie Frage der Anweisung von Mitteln, d:s die An-
steckungsgefahr der Eefchlechtskrankheiten verhindern sollen. Die
Entfcheidung über diesen Paragraphen wird vorausstchtlich erst in
der Sitzung em Freitag fallen.

* Von den Volkshochschulkursen. Jn der kommenden Woche finden
folgende Veranslaltungen statt: Stadtpfarrer Maas: Probleme
der Jugenderziehung (Montag); Prof. Dr. Ehrmann: Deutsche
Lyrik der Eegenwart (Dienstag),' MusikiNspektor Autenrieth:
Stimmbildung und Stimnipflege (Donnerstag): Landtagsaboeord-
neter Stock: Die wirtschaftlichen Organifationsn der Arbeiter,
Angestellten und Beamten (Mittwoch).

-» Stadttheater. Jn der heutigen Aufführung i e Dollar-
prinzesfin" stngt Frl. Franzi Duon-Düsseldorf die Partie der
Olga. — Morgen abend 7 Uhr ist eine Wiederholung von Lortzings
„ll nd i ne", unter der musikalischen Leitmrg von Kapellmeister
Federscher.

* Eine Spende ans der Schweiz. Eine SHweiz-r Dame, Fmu
Gustav Löb aus Zürich, hat als frühere Hörerin einer hiestaen
Lehranstalt der Leitung dieses Jnstituts 109 099 Diark zugehen
laff-m nrit Nücksicht auf die in weiten Kreisen jetzt herrschende Not.
Ihrem Ersuchen um Verteilung ist bereits stattgegeben worden.

* Brandschaden. Am 21. Januar, mittags H1 llhr, fingen
Säcke, die in der Nähe eines Ofcns zum Trocknen in einer Kohlen-
handlung in der Ringstratze aufgehängt waren, Feuer. Ein vorbei-
kommender Arbeiter, der den Brand wahrnahm und ihn löfchte, hat
hierlei feine Hofe und den Hut vsrbrannt, wodurch ihm ein Schaden
von 19 000 Mark entstanden ist.

* Wer ist der Eigentiimer? Vei zwei Eartenhauseinbrechern
wurden ein noch gut erhaltener grauer Kittel und eine Drahtzange
gefunden, welche Eegenstände sie Ende 1922 aus einem Eartenhäus-
chen im Eewann Eselsgrund (Gemarkung Heidelberg) entwendet
lfaben wollen. Der Eigentümer wolle sich bei der Staatsanwaltschaft
einfinden.

* Mit Wagen nnd Rotz in den Ncckar. Am Samstag vormittag
wollte ein Mann mit feinem Fuhrwerk eine grötzere Ladung Schnsc
in den Neckar schütten. Als er auf dem Neckarvorland beim „Schiff"
anqelangt war, fuhr er aber zu Licht ans Ufsr. Wagen und
Pferd kamcn ins Rutfchen unö glitten ins Wasser hinein. Wäh-
rend der Mann sich retien konnte, wäre sein Pferd ertrnnken. wenn
nickt die Mannfchaft eines Schleppers mit einem Nachen erfchienen
wäre und das Pferd befreit hätte.

* Polizeibericht vom 25. Januar. Festgenommen wurden:
ein verheirateter Schloffer und ein lediger Kaufmann von hier, beide
wegen verbotenen Glücksspiels,' ein zugereister wegen Betrugs aus-
geschriebener Arbciter, ferner ein Bettler. — Äufgegriffen
ivurden: ein aus einem Arbeitshaus entwichener Zimmermann und
sechs Obdachlofe, darunter eine Dienstmagd aus Kaiserslautern, die
in einem Eisenbahnwagen nächtigte. — Zur Anzeige gelangten:
eine Dienersehefrau wegen Entwendung von 2H m Blufenstoff, ein
Monatsmädchen wegen Entwendung einer wollenen Jacke und Mütze,
eine 13jahr!ge Schülerin von hier, die verdächtigt ist, aus einer
uirverschloffencn Kaffe eines Verkaufsstandes am Bismarcksplatz seit
Sommer 1922 nach und nach einen Eeldbetrag von 2890 Mark ent-
wendet zu gaben, ein Kaufmann wegen Preiswuchers, ein Wirt und
ein Händler wegen unerlaubten Handels mit chemischen Produkten
bezw. Fellen, sechs Nuhestörer, acht Perfonen wegen unterlaffener
Eehwegreinigung, zwei Kraftwagenführer wegen übermätzig schnellen
Fahrens und weitere neun Personen weaen anderer strafbaren Hand-
lungen. — Eestohlen wurden von unbekannten Tätern: Jn einem
Liaufe der Eppelheimerstratze von Mitte September bis 10. Ianuar
1923 sechs Damenhemden und mehrere Tafchentücher im Eefamtwerte
von 10 090 Mark, und in der Nacht zum 19. Ianuar im Oberen
Faulenpelz durch Abreitzen an einem Eartenzaun acht Latten,
Wert 2000 Mark.

" Winterspertfondcrzug nack Triberg. Der nach Triberg am
Sonntag, den 28. Ianuar geplante Sonderzng wird mit folgendem
Fahrplan gefahren: Heidelberg ab 5.16 Uhr — Triberg an 9 32 Uhr.
Tribevg ab 6.20 Uhr — Heidelberg an 10 Uhr. Fahrkarten können
im Reiseburo am Samstag von 9 bis 12 und von 3 bis 5 Uhr ab-
geholt werdcn.

* Wetterbericht der Bad. Landeswetterwarte vom 28. Ianuar.

Voraussichtlickie Witterung: Teils hciter, teils neblig, trocken, Ee-
birge sortdauernd Frost, in der Ebene nur natz.

r. TaubcrbisKokShelm. 26. Jan. Die Grotzinbnstrte. belonLerS
bie ckiemische, kuchte KlMungnabme mit der Gemeinbe Külsheim zwecks
Errickitung einer Niederlaisung. Trolz mangelnber Nabnverbindung übt
KülSbcim burch die von dcr Gcmeinde unter der wettückitigen kkührung
dcs BürgermciiterS geschaikene elektriiche Betrlebskrait eine offensichtlkche
Anziebuna auf die Grobtnüustrie aus. Nuch dürfte tn Betracht kommc»,
datz anaesichtS -er aünstigen wtrlichaftltchen Verbältniffe genannter Ge-
meinde mit nur gerinaen Kommunalabgabe» zu rechnen scin wird. Diefe
Gcsichtsvuukte dürftcn die Grotzinüustrie bestimmt baben, ibre Fühlcr anch
nach entlegencn Ortcn auSzustrecken. Es wird Nufgabe dcr fübrenden
Personcn ketn, für Befscrung der Berkchrsverbaltniffe aktiv zu wirkcn.

dp. Meckcsbcim, 26. Jan. Scit etntgen Taaen hat dte g e f« b r l i ch e
Grivve. dic erlt vercinzelt auiaekretcn war. weiter um sich geariisc»
und bat bcreits ein Opser gekordcrt: ci» achtiShrige» lebensfrohes Mäd-
chen trng man gestern ,u Grabc, begleitet vvn seiner tranerndcn Schul-
klaffe. Auch b«r fchllmmc Kenchbnste» Lat stch zur Vlaae ber Ktuber

Seitc st.

in mehreren F-amilien eingeschlichen, so dah beim weiteren llmsichgreifen
mtt einer Schlichung der Bolks- irnb Kiuberschüle z« rechnen ist.

Mrchliche NachrichLen.

Evangelisch« GemeinbesotteSdienste.

Sonntaa, ben 28. Sannar lSemuazesimät.
Provtdcnzkirche. 9.30 llhr: Fest der Glockenweibe tKollckte znw
Besten der neuen Glscken): 11.30 llbr: Kinderkirche, Stabtvikar Lic.
K-nevels: 6 Uhr: ALendgottcsbtenst. Stadtvikar Lic. Kncvcl's.

E b r i st u s k i r ch e. 9.80 Ubr: Stadtvfarrer v. Frommel: lv.ld^Ubr:
Ebristenlebre, Stadtpfarrer Weih: 11.80 Uvr: Kinderkirche, Stadt-
oiarrer Wettz. Donn-evstag abend 8.16 llbr: Vortrag Proi. Dr. Nobel:
Rellgiöses irnd kirchliches Leben in Englanb.

Akaöcm. Krankcnbaus. 9 Ubr: Pfarrer Kammcrer.
Bergkirche lStabtteil Schlierbachl- 10 Ubr: Stabtpfa-rrcr Gbtz.

I o ba n n« s k i r ch e lStadtteil Nenenbeim). 9.30 Ugr: Gottcsbienit,
Stadtvfarrer Schmitb: 10.16 Ubr: Cbriftenlcbre. Stadtviirrer Schmith:
11.16 Uhr: Krnberkivche, Stabtvikar Fiichs.

Evangcl. Kirche lStadttetl Wieblingenl. 9.30 Uhr P >.-- 1 Ubr:
Ebristenlehre, Stadtpfarrer v. Neu.

Kriedcnsktrche sHanbsKilbsvcim). 9.80 Ubr: Gottesdienft, Stabt-
pfarver Gilg: 11 Uhr: Kindergvttcsdienft, Stabtvikar Ebrle.

E v a n a. K i r ch e n a e m «i n d e Robrbach. 9.30 Ubr: Hauvtgvttes-
bienst lKostekte): 10.16 Uhr: KirckcnanSschutzsibmig: nachm. 8—6 Uhr:
Jungfr.-Bund: abbs. 7.80—9.80 Ubr: Jugendbunb. Mittwoch. 81. Jan..
abends 7.80 Uhr: Mitglieberverfam-mlung des Evang. Bundes iw
Gemeliidefaal. Donnerstag, 1. Febr., abends 7.15 Ubr: Wochena idacht.
Evang, Gemetnde K i r ch b e i m. 9.30 Uür: Paedigi: 10.80 Ulir:
Kinbergottesdienst: 1 Uhr: Christenl'ebve für Mäbchcn, Stadtvikar
Pfefferle. Donnersda«, 8 Uhr: Nbenbgvttesbienst, Stadtvir. Dr. Mertz,
Evan gel. Stadtmission Neuenhetm-Handschubsbcim.
KleinkindersKule. Schröderstr. 23. Dienstaa, 80. Jan., abends 8 Ubr:
Gemeinschastsbibelstunbe.

Jnngfraucnverein, Schröderstr. 28, Sonntag nachm. 1 Ubr.
Evanael. Berein für HauSgehilfinne». Sonntag nachm.
8 Ubr. Hrrfchstr. 18. Mittwoch, 31. Fvn-, abenbs 8.80 Ubr: MltgNeber-
versamrnlunq. Bienenftratze 2.

Diakonistenbans-Kapelle.

Sonntag »orm. 19 Uhr: Predigt. Pfr. UWs: 11 Uhr: Ktndergvi-iesbiensti
nachm. 5 Ubr: Dtbelstunbe. bl. Abendmahl. DienStag nachm. 4 Uhr:
Frauenbetstunde. Donnerstag abenb 8.16 Uhr: Gemelnschaftsbibel-
stirnde, BereimSbaus, Plöck 18.

Katholische Genr«iubegottesbieust«.

St. Bonifatiuskirche. Samstag nachm. von 2.30 Ubr an Beicht-
gelegenbeit: 6 Ubr: Salv«. Sonntag, 6 Ubr: Frttbmcstc: 7 Ubr: Sing-
meste mit gsmeinsamer bl. Kommunivn für die Mütter: 8 Uhr:
beutsche Sinswesse urit Prcdtgt: 9.16 Ubr: Predigt und Nmt: 11 Ubr:
SchülergotteSdienst mtt Predigt: 1.30 ttbr: Cbristcnlcbre iür die Füng-
linge: 2 Ubr: Herz Mariä-Anbacht. Mantag, abenbs 8 Uhr: Bcriamm.
lung ber Jungfrauenkonaregation m>tt Dortraa und Andacht.

St. Josevb lPsaffengrund). 9.15 USr: Prcdigt und bcutsche Sinsmeste,
vorber BeiMgelegenbeit: Ehristcnlebvc.

Alt-kachvlische Üirchrngemeiude.

Donntag, 28. Jan. lan-läßlich deS 60. JabresiageS des ersten alt-katbvl.
tSottvsdicnsteS in Heidclberg) abenbs 6 Ubr in der S t. Petcrs-
kirche feierliche Abenbmeste lStabtvsarrer Dr. SteinwachS-Mann«
heim unter Assistenz vvn Stadtpfarrer KeminSkb-Karlsrube und
Pfarrvenv. Lovias - Babcn-Baden) mit »Festvredigt lStadivfarrer
Hüttvobl). Mitwirkung ses Kirckienchvrs und der Solisten A. ui^ C,
Ballio. lKollekte für üen PfarrhausfmrdS.) Montaa. 8 Uhr: W'ia>ti,g>-
Kirchenchorvrob«.

Fsraelitischer Gottesdienst
Gamstag, 8 Ubr: Fugen daatte Sdienst.

Heidelberger Standesamts-Nachrichten.

SterbesLll«.

16. Ja». GertraüLe GSlb » « r. geb. Rausch, 17 RSmerslr. 2S. —
10. Barbara Rtdbauvt. aeb. Reutter. Briv„ 76 I.. Marktvlatz 8. --,
16. Frieba « übner. Prtv.. 70 Hauvtstr. 283. — 17. Jobauu Bitchael
Letterer. Registvator. 7S I.. «ergheiwerstr. 143. — 17. Hilba Wer », >
von Sandhansen. II. — 17. Hcturich Konrab Dittmar, von Pirma-
sen». 12 I. — 18. Bertold Sackel. vo» Plankstabt. 1 I. — 13. Maria
Lltsabeth PeterbauS. von Rohrbach v. H„ 8 Mon. — 18. Johan»
Lubwig Wtlhelm N « » « r. vo» Eberbach. 11 I. — 18. Friedrtch Müller.
Flalckner. 68 I.. Bergheimerstr. 191. — 19. Heinz CleeS Nils Guftav
Roblebrr. 1 Mon., Werberstr. 10. — 19. Ltna Tbekla Gabele.
geb. Dick. von Hornberg, 62 I. — l8. Karl Ludwig Nenuiirger, Elsen-
babnoberschaffner. 16 I., Wteblingerweg 2S. — 19. Willi Hönig, I
Semmelsgaste 6. — 19. Pauline Katbarina Vogt. geb. Braun, von Stei»
am Kocker. 81 I. — 29. Auna Maria Elsrivbe NoS, 1 I., Bergbcimcr-
stratze 87 k. — SO. Abam Kalser. Sckreiner, 30 I., Schlachthrusstr. 5.

— 20. Frieberike Luile Waag, geb. Gcider, 36 I., Sackgassc 2. —
29. Anna Amann, geb. Sckiillcr. von Wicscntal, 28 I. — 21. Margarcte
Soldan, geb. Nihbergcr. von Horchbcim, 60 I. — 20. Anna Lina
Schmitt. II Mon.. 'vilöastr. 9. — 29. Wilüclm Adoli Hauck. Gerichts-
vcrwalter. 50 I., Rabmeugaste 29. — 21. Elisabetb Schnorüerger»
von St. Leon, 2 I. — 21. Katbarina F-ricberike Löber, geb. Fren. vo»
Wimvfen am Berg. 56 I. — 21. Ludwig Travv, von Baden-Baden.
18 I. — 21. Karl Friedrich Augult Maximilian Sobns. 1 I.,
Pfaffengr.. Marktstr. 18. — 22. Jda Maria Boll. geb. Schwarzenbach.
Ebcfrau des Universitätsvroscssors Dr. vbil. Franz Johannes Boll, Unt.
Neckarstr. 32. 85 I. — 22. Alfreb Walter HeIbtg von Seebach, 3 Mou.

— 22. Josef Slmon EirIch, Architekt unü Oberbeztrksbaukontrolleur.
Albert Maysstr. 11 a. 61 I. — 28. Cbrifttane Schmitt. geb. ViecUng,
Privatiere, Römerstr. 69. 72 I. — 28. Christine Reis von Nutzloch, 18 I,

SvkiaesbertoLte.

25. stanuLr.

ttöeticnkedrvLiick: 81 em puiv. 8ekvee, sciivrae.be ncrckvrest-
livde Wincke, vvolkenlas. — Ditisee: 60 cw Lebnes. 8ki- iinck Uockel-
kabn sekr §ut. küsbabn vvrtrestlicb. Lamstag itslieniscbe dlacbt suk ckvr
küsbabn. 8onntas, 3 Ubr. küskest mit Xurv,- unck lla,nalsuken. — P r! -
bsr 8 : kii» 800 m Ilöb« 10—99 cmi 8cbnee. über 899 m bis 159 cm 8cknee-
köks 2 Orack stälts. Lm 27. ckan. llockelrennen. — k'urtwaugen:
Ikaltes, ncblixe» IVctter, 5 Orack Käite. 8ki- unck kockeldalin sebr gut. —
Uukstsin: 189 cm troekensr 8cbnee, vvinckst II, bscksekt. 2 Orack kalt,
8kibabn qnt, sabrdar bi« Ottonbökon. — Onterstmatt: 1m wsicder
8ednee, vvinckstill, trüd, 1 Orack kalt, 8kibab» aut.

Aufruf

zur Deutschen Bruderhilfe.

Eine aus den Dertretern aller Kreise der Eimvohner-
schaft unserer 2tadr gebildet« Versammlung hat heute ein-
stimmig den Beschlutz gefatzt, für uirsere Brüder rn den vom
Feinde bedrängten Eebieten zur Linserung ihrer Not, zur
Stärkung in ihrem Kampfe um des Bajerlandes Bestand, zu-
gleich auch als Zeicheu des innigsten Dankes für ihr tapferes,
«ntschloffenes Ausharren

ein vaterländischss Hilfswerk
eine Deutsche Bruderhilfe

ins Leben zu rnfen.

Die Leitung dieses Wertes wurde etnem engeren Ausschutz
anvertraut.

Helft uns, Bürger und Bürgerinnen, das begonnene Werk
zu vollbringen, jeder nach se:n-r Kraft.

Latzt uns Treue mit Treue vergelten. Noch gibt es
ein einig « s Deutschland. Für seine Erhaltnng
wir Opfer bringen.

Heidelberg, den 25. Januar 1923.

Jm Auftrag: Der Oberbürgermeistcr.

Eaben «erden von allen Banken. den Heidelberger Zei-
tnngen, der Städt. Sparlaffe nnd der Sparkaffe für Stadt- und
Landgemeinden angenommen.
 
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