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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt — 1923 (Januar bis Juni)

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https://doi.org/10.11588/diglit.15611#0451
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rg Aus der Stadt.

«EkisiskVahl, KuliffbnsKieberei u. KuWandel

ff; »^°°Ler letzten Tamstag hat sich das demskratische

Ez -n.dei >»- ,8°b>att" mtt Recht gegen die Vorgänge o-Mendet,
jn Vürgerme>sterwahl adgsspielt haden.

siKo»/°»bss Ausführungen, dah man sclten ein derartig

dunii. Das" ä-»"» Kuliflenschieberei erlebt habe, wie bei dieser
!keit»^.°> dah jchlietzt seine Betrachtung mit dem

M.,L°'°N und t^^ler Stunde über parLeipolitische Vr!n;ipien-

'l ffä..>st ja die einfache Vsrnunst stegen möge. Dicser

pak i^tlupn „ > »°» letzten Bürgermeisterwahl zum Teil wenigstens
N djx Eea» Wir alauben aber annebmen ru dürien.

BeiblaLL der Badischen Post

Sette 5°

'U» t>-e ?nn/.

seinci, 7 ^»» Anschein, als ob das „Heidelbergsr Toge-
som---:c 8 e n e n Parteigenossen mit seinenr
" er d>e kommende Wahl betrifft — -eine gr, tze
m»»» wir richtig unterriibtet sind. so ijt die
x-foiy/ ?chch rru>sre ' tei schon in einen Kuhhandel rer-

tzL Lei

^o^unkt

finÄ7

^l-t. '°ti,ch

!!>»?-/->n «n'.

sej / ' s ch» man

Aussagen soll sogar schon
uns mitteilt, hat sich die

der Zuschlag
soziäldem c-

^ a i -°-»- ter > "8 Les vierten Bürzermeisterpoitens
r r,,r-„ rann der Soz altemolratie. also Herrn e.->adt''at
Mit anderen Worten — die democratische
so wählen wir euren



weiter entwickeln wird, blcibt
wir mit unserer Prophezciunz

jeten Fall haben w.r
-Kuhhändel recht behalten.

>>x- ^ Tjx - ——

- l>i°^ l'ekannr^^.^^ürgermeisterwahl f ndet. wie der Oberbürger-
. ^llhr st^^nt. am Donnerstag, 22. d. Mts., nachmi.tags von

ü.^°, Ehrendoktor. Der Präsident der evangelischen Lan-

'to./,Urtsjö„7T " ^ ° w in Karlsruhe, wurde aus Anlah se,nes
"7 Ltniversiiu. Ler theologischen Fakultät der Heidel-
Ein "k!' " k>um Ehrendoltor ernannt.
hz - 7 ver,5^bcben. Dsr Apparat der Königsiuhlstern-
'kk!i Ar!n 7^ 5. gestern morgen ein mittelstarkes Beien, das um
t>if°,i?hr 45 'qtz? Sek. begann. >-Die grötzte Stärke des Bebens war
L»»Ng 26 Sek. Die Bewegung erlosch 7.20 Uhr. Die

-», ^Hohere ^60 Kilometer.

' Si »»!itz d,?''°dchen?chulc mit Mädcken-Realgymnasium. Unter
fkjs riyh^ ^ -ltertreters des Unterrichtsministeriums, Eeheimrat
tz^priifand am 13. März zum vierten Male die
-kj L ftatt des hiesigen Mädchen-Realgymna-

)kd§rrp^' «amtliche 11 Prüflinge konnten als bestanden er-
^Ii°, Uiy, C^i Swar 7 in der englischen Gruppe, nämlich: Hilde-


k>I Conn-N^-?""ue«finsternis. Am 17. Mörz tritt eine ring-
UKre neÄk^-- -m>. d-e aber ibei un> micht stchtbar L

^fiWEdlichen

?7>»anL'°»° nördkil -'»>- die aver vej un, nicyl ,m)roar >,r,
!>ni Dc^. Degenden der Mond südlich an der Sonne

L"fteru^^en Atl»«;'r^"^^lnnt m «udamerila. ist sicht-cr
dauer?« >^-n Oz an und endet in Südafrika D'e
i . >7°gs. °u°lt von io uhr 50 Minuten morgens bis 4°9 Uhr

pe u. ^tne

tlollp„">neradenehrung. Wir erhalten folaend-n Verkcht:
^ lz^. Kr'n!' r Polizeibereitscha't am 13. März, so haben sich
» i5. Dfürx ""Nal-> Fahndungs- und V rwaliungspolizeibeamten
« Seimn7 "^el" zu einem Un

Äpe' HrabowsLa. Frieda '

ÜSNrli»,. Hlldegard Schulze,
Äle:s>^'^>fn Ewald. Anneliese

Mack, Hilde Michels. Dora
L 4 in der griechischen

Ewald, Annelrese Maier, Eertrud Reitz und
lvesamtergebnis war im Durchschnitt autzer-

>b°str

»- r.er .altungsa en i mtt den

-asten pflichtb:w hten Belennermutes ver-

- ' und aus dem Ee-angnis in Zweibr ck n ent.

M>y»» ^ PnVff't?» und aus dem Ee'ängnis in Zweibr ck n ent-
°»d"8?lnnden^ TL?'»^-»..»»- Reckl>ngha'ffen, Buer i.nd Herne zu-


§ ?»- Ein r

r»-3u-spr

prächtig treu eutscher Geist Lrhsrrschte den
, »en -° Vem,',rÄ»s>prachen klang immer und immer w e'oer das
M»>zL» tzeraus, stark und e nig zu bl-ib.n, sich n cht

!^rstT>.'8er da« ii ->"9» Ie roher die Eewalt und je veraoscheu-
?!?rin«?-fähiakv ^urecht uns gcgeniiber zum A 's ruü kommt, desto
unde wer»°„"»» gllihender mutz unsere Liebs zum deuischsn
fÄ>de»n>» sür Die- ehemaligen Zeiten deuffcher' Ohnmacht
k.ft>ir^7°hlich^ ausmal vorbei se n. Da-llr biirgt uns d:r mit
^.>i!>>°,"»d der geschafsene Einheitewille, d'e deutsche

h°t L"a>>che Abwehrgeist an d n Grenzmar en. N'chts
ö!>f>> als heutsche Volk in der Zeit grötzter Ecsahr und
!^»Nn°i»>>ften i -'? d-ir Dienst der deu schen Kul ur zu stell n.
Ake Ä.hinwso tordern, Nächstenliebe — auch über Not-una En -
!?»> n, iNigkei; 2N iiben und den Ta willen a iiz 'brinr n,
>f>° -.-"»b Ee'chlossenh.it üler all:s zu stsll n. Jn

Nt^»- Arit i„„»»f rachen ist der Abend n r allzu ra'ch dahnl-
^ »Nd^»/->-rlick>"^"i^->°-Sunz vollzog sich da- Alschie nihmcn.
^aiers^ gelooten w.r in dieser Stunde die Trou?.

^kc'Ü" möge lommen, was ta irau All.u

k>L» d-7Tl> Ecbe.ipL^en Pol.zsid.:

rek or-n und Staatsanw il en,

a klem jlren voirzsio.rei or.n uno viaais.'

ir-» rv°!? Äbenk?^' dazu beigetragen haben. nicht nur oie
»ui »lii! °»re>>em7?,»--?°ftr-iten, sondern auch noch d-n nach W st-
i^»8ebi ^°ben 7?> ^ameradcn 100 000 Mark als Zehr- und N.it-
1 » ->°t> tio» ^>°> htermit. auck> von den Kameraden aus tiem

s> " der'g??.^iermit, auch von den Kameraden aus dem
K?kh'.ik°iUe Tari? ^5'^ Dank gesagt.
k>n°re Rei'E??-huugcn mehr bei der Post. Jm Haustzalts-
'tr. ^aris°-^., "stages e-:lö^-> Reichipostmin ster St.ngl, e ne

ber der Post nicht

'-bb

'^tige^F-hang

ages erllärte
werde in der nöchsten 3eit

Äre'i-°" h-n Verkaussläden. Das Bezsrksamt gibt

! >it -7a»shijll° ikenteil bekannt, datz in den nächsten Tagen wegcn
wird^" Verlaufsläden eine ortspolizeiliche Vor-

^ nv>i°r Än^-nruzuchtvcrein hielt am letz en Son.uag im
!>, r ayi>-r,-:-?aup!versammlung ab. Die Tagung war gut
m.^»n >»ar -ü ,"i"3te Vortrag mutzie aussallen. da der Nedner
k,. a»sl,-r belj» ?nrwen. Nachdem v:rschi dene Mitzstände in
ßr,'-» i!i"'»i war!,"»>>9 sür die^ll berw nllr ng zur Zufriedcn-


waren.

wied^r^Ü°>l Wuns'ch^bshielten dm Dorstandsmi'gli

akfeit'jä«?»^»- -ur^Wahl des Gejam'vorstrndes ge-

"k»«. revii' bie der allgemeinsn Auff rache wur e f:s!-

^'8 3 bi"t. wcnn zurzeit bei den enorm loh n Aislig-'n

OOvO der Preis für das Pfund Honig g:g>:n-

in Len Städten beträgt.

bchecks im Reiäisbabnverkelir.

bargLKt d^ Rei^ver^smi^ster
?.»r »°rstü„Anw:ndu7^V.U''3Lne;le- rs sich mi


zayIUNg

zur wei.eren For-
mit der z'inächst ver-


° lden ns eknverstan'en er ärt.

»hr °>° Vor». ?>rtfchaU°°rm^gkeit. Ver rau ns vürdi

.au°sey,,„„ . ^.age d r ui Frage kommen rn

Ver rau ns vurdmke t
d r

un>

N

? Tr»'. Lanii7'ss.f-Hung sür di7^»r^n ^ tu.n,, -.,, ...

'°d°.?Lhung ^>ch-kasie »o^ Au?^Ln

. n > ^ --.Nj>-ia„e vor Aussällen ges.chert lst.

AeichO t^-r Invalidrnocisicherung. Jm sozialistischen Aas-
Men^'ii n'ftuss traten a,n 13. März d e Soz al emokrar m f»e
s>is iihU»°rsich°runu ^-U n 8-der gcgenwürt-gen Untersti tzung her >,n-
7't »»irieLn^L .Die Negierung hielt ein: solche Magnahme
M»e°">°r Trh"i- Dtsiger»ng d:r Indexzifser rechtfertlgte sie n ch .
1°rh werd..u der gcgenwiirtigen Preislane dur,e ge-

"e??pelun?;o dkusschuh b schlotz dora-ff cinstimmig, cine
^te und vn-f^ .d°2 unbesitzte. eine V-r'iinffachung ,'.r das
oas Einbruchsgebiet. Angenommen wurde

ein demokratischer AnLrag, dah die Randgebiete den Lesetzten Ee-
Lieten gleichzustellcn sind.

* Erzichmig und Unterricht nrcht voMnniger Kinder. Das badi-

Dieser Essetzeniwurf Lezweckt die Anpassung der Verpflegungssätzs für
die in j.aatuchen und i r va en Anstaiten unterge.racht n n Ht voll-
sinnigen, epileptisch n und kriippeihafien Kinder an d e EUdent-
wertung und sieht eine Vereinsachung der VorsHr.ficn über dis Er-
hebung dieser Be.träge vor.

* Rheinlibersahrt nach Speyer. Seit einigen Tagen vermittelt
ein Motorboot den Personenverlehr zwischen Station Lutzhof und
Speyer. Das Boot hat AnsLMtz an die in Lutzhof an- und ab-
gehenden Morgen- und Abendzüge. Antzerdem finden sich Schisfer-
Loote bereit, die für mähigen Preis die lleberfahrt Lbernehmrn. Ein
Teil der Schiffbrücke fft Lelanntlich von den Franzosen abgefahren
worden, weshalb die Brücke nicht passierbar ist.

* Spendcn von Auslandsdeutfchen. Alsbald nach der Besetzung
der Ruhr durch -die Franzofen wurüen in Brasilien Eeld-
sammlungen eingeleitet. Jn dem kleinen Florianopolis (25000
Einwohnerl wurdsn iiier zehn Millionen, in St. Paüls 110 Milli-
onen und in Buenos Aires übsr eine Milliarde gefammdlt.

Muiikalische Karfreitaxsseier. Der Chor der Thristus-
kirche wird, wie alljährlich, auch dieses Jahrmm Karsreitag. 5 llhr
abends beginncnd, in der Lhristuskirche eine musikalische Karsreitags-
feier veranstalten. Der Leiter des Chors, Hcrr Musiklehrer Reitter,
hai ein auf den ernsten Tag abgestimmtes Programm zusammen-
gestellt, zu dessen Ausfiihrung nsben dem Ehor Solisten von Lestem
Ruf gewonnen sind.

* Erhehung der Militärrenteu. Die am 1. Januar vervier-
fachten Militärrentui sind vom 1. März ai> abermals verdrei-
facht, also im oanzen verzwölffacht worden. Sterbegeld, Pflege-
zulage und Unterhaltungskosten für den Führerbund sind vom
lllfächen auf Las <2sache erhöht worden. D e Pflege.ula-'e beträgt
somit je nacb dem Grade d:r H lssbedürf.igkeit moua l ch 3800, 60 0
oder 9000 M:. Die daneben >m Falle des Bedürfnffs s gewäh-r.in
Teuerüngszuschiisse beiranen vom 1. Februar aü bei Erwerücm „d'-
rung ron 50 bis 10 v. H. 18 000 Mk., darüb.r lffnaus 25 000 Mk.,
bei völliger Erwerbs- und Miitello'igkeit 50 000 Mk. Haibwaiien
erhalten 12 000 Mk., Dollwaisen 20 000 Mk.. Elternte le 15 000 MO,
ein Elterniaar 24 000 Mk., der Kinderz-schlag leträgt 11000 Mk.

* Die Versorgungsabteilung ehemals Zürich beim Dersorgungs-
amt Radolfzell, die für die Versorgung der Leutschen Kriegsbeschä-
digten und Kriegerhinterbliebenen, die in der Schweiz leben,
bisher zustänüig war, wird mit dem 1. April 1923 aufgetöst. Das
Lisherige Arbeitsgebiet der Abteilung wird, wie das Haupt-
versorgungsamt mitteilt, von diesem Zeitpunkt ab in Ler Weiss
zwischen dcn Versorgungsämtern Radolfzell 'und Lörrach auffgsteilt,
datz die Vsrsorgunzeangelegenheiten der in der Schwsiz ansässigen
Kriegsopfer wie folgt bearbeitet werden: Vom Versorgungsamt
Radolfzell für die Kantone Schaffhausen, Zllrich, Thurgau,
St. Eallen, Appenzell, Zug, Elarus, Eraubünden und Tessin; vom
Versorgungsamt Lörrach ffir bie Kantone Basel-Stadt, Basel-
Land, Solothurn, Aargan, Luzsrn, Bern. Freiburg, Eenf, Neuenburg,
Waadt, Wallis, llri, Schwyz und Unterwald-en.

* Briefpostbesörderung nach Spa.cien und Portugal. Jnfokgc
der dnrch den Einbruch franzosisch-bslgffcher Truppen in do itsch.s
Gebiet hervorgerufenrn Siörungen im Eisen' ahni er ehr sind v n
seiten der Postverwaltung Matznahmen gelroffen, um für die Bri e s-
postbeförderung nach Svaniey und Portugal mehr
als bisher den Seeweg über Hamburg oder Vren-en n tzbar zu
machen. Demzufolge können gewöhnliche und eingeschriecen: Br ef-
sendungen für die genann-en Ländsr fortan autzer, wie bishsr, mit
den Dämpfern der OtdenburM or'uq.esisch.n Dampfschiffs-N.ee> rei
auch mit den Schiffen der Hansa-Linie, der Hamburg-Südamer ka-
nischen Dampffchiffahrts-Essellschaft. der Stinnes- und Ar!us-Lin e,
der Hamburg-Ämerika-Linie, des Norddeutschsn Lloyd und dss deut-
schen Afrikadienstes bsfördcrt werden. Die Sendungen nach Spanim
müsien den in dre Allgen fallendcn Vermerk .stiber Hamburg auf dem
Seeweg" bezw. bei oen von Bremen abgehsndstt Schis.eii „über
Bremen auf dem Seeweg", diejenigen für Portugal den Vsrmerk
„über Hamburg auf dem Seeweg" tragen . Die auf dcm Ssew:g ac>-
zusendenden Posten nach Spanien und Portugal werden von den be-
treffenden Schiffen in Paages, La Coruna, Ohorto und Lisiabon ge-
landet. Die sckinsllfahrenden Schisfe legen dis Reise nach La Eoruna
in 4 bis 5, nach Lisiabon in 5 Lis 6 Tagcn zurück. Das Ns ch-po i-
ministerium nimmt an, datz die Matznahme drn mehrfach geäutz.rten
Wünschen der Handelswelt R-chnung trägt. Briefssnd' ngen nach
Spanien und Portugal, die micht mit dem angegebsnen L itvermerk
versehen sind, werden nach wie vor üler Fran reich be'örd rt. Sie
nehmcn seit Unterbrechun-i des Eissnba'nverkehrs in der Nheinpfalz
von Frankfurt aus den Weg über Vühl und 'Kehl nach Stratzl-urg.

^ Stadttheater. Jn der Ersiauffühiung von „Don Pa csua'e"
am Freitaa sind bclschäftigt Frl. Casal und die Herren Barth, Eriebel,
Greiner, Moser. Die musikalische Le.tung hat Kapellme ft.r Feder-
scher, die szsnische Alfred Schetters.

* Cin Filmbrand. Am 14. März, nachmittags 6 llhr, entstand im
„Neucn Thealer" auf noch unaufgeklürte We se ein Fiim.'and.
Durch das Verbrennen von etwa 30 Meter Filmstreifen ist ein Sach-
schaden von 15 000 Mark verursacht word n.

* Ein MMonenbetrüger. Jn der psychfatrffchen Klinik hier
hat sich am 11. März ein lediger Bank eamter aus St. Aootd
gestellt, der wegen Betrugs in Höhe von 100 Millionen rersolgt
wird. Fünf Millionen, die der Betrüger bei sich sührte, wurden
beschlagnahmt.

* Polizeibericht vom 13. März. Festgenommen wurdsn:
ein zugereister Arbeiter, der wegen Diebstahls i: r Vsrhaftung aus-
gofchrieben ist, ein wegen Unterschlagung verfolgter auswärtiger
Kernmacher, ein auswärtiger Alihändler zür Vsrbützung einer Frei-
heitsstrafe, ein wohnungsloser Buchbinder und Metzger, letziorer
wegen Entwendung ron Eiern und ersterer wegen groben llnsugs,
ein Bettler und aufgegriffen wurde ein ein r Anstait davon-
gelaufener Fiirsorgezögling. — Zur Anzeige gelangten: ein aus-
wärtiger Fabr.kant wegen Ausstellung unzüchtiger E:g n änds ffi
dem Schaufenster eines hiesigen Geschästes, ein auswür i er Ka u-
mann wegen unerlaubten Buiterhandels (die mitgefiihrten lO Pfund
Butter wurden beschlagnahmt), ein hiesiger Ha smetzger wsg n un-
erlaubten Handels mit Lchweincfleisch, seck>s h ersonen w gen ll -ber-
tretung der Polizeistunde, ein 15jähr gcr Mittelschüler wegen N cht-
beachtung des Nauchverlots und un rlaubten Rauchens im Siadt-
theater. sieben Kraftwagenführer w.-gen übermätzig scl n:llen Fahrens
und weitere acht Personen wegen anderer strafbarer Handlunzen.

* Polizeibrricht vom 14. März. Festgenommen wurden:
ein lediger auswärtigrr. Monteur, der e.ne grötzrre Avzohl Damen-
kleider ohne Nachweis und autzerdem einen Nachschlüss l un) Sperr-
haken bei sich führte, wegen Diebstahlsvsrdachts-, ein lediger Kauf-
mann aus Erodno wegen Uri nlensälsli ung und Steuerhintrrzi hung,
ein verhe'ra eter Arbeiter w gen Verdachts des Fah ra->di'b> ah's.
Die Durchfuchung förderte ein Herrenfahrrad Marke ..Eöricke" und
viele Fahrradbestaudteile zutage Ferner e n Bct I.>r uni ein La id-
stre'cher. — Aufgegriffcn wurden: ein O'da'los r uno ein
sinnlos betrunkener Maurer von auswiir's, dsr wegen Gefahr von
Alkoholvergiftung ins Krankenhaus e ngelisfert wur e. Heuie srllh
lonnte er wieder enchasscn werocn: — Zur Anzeige gel-n-i:n:
ein 18jähriger Schlosssrleisrling von Berl n ws en Dicbst'h's cin
Beamter und ein Möoeltrans orteur wegen Bedrohuni, e n W rt
wegen Uebsrwirischastens, fiinf Person:n weoen Zuwidertzan ung
gegen die Polizeistunde, zwei Ruhejtörer s eben Kra tw.igen üh er
wegen iikermätzig schnellen Fahrcns und weit r: 14 P rsoncn wcg n
anderer strasbarer Handluugen. — Gestohlen wurden: uom De-
zembcr 1922 bis 6. März aus einer Wohnung der Erwin-Nhodcstrutze
ein weitzer Bettbezua. eine Elasschalc und ein si b r. er Etzlöff.-I.
Gesawtwdrt 40 009 Mark, vom 8. bis 12. Mürz von e nem Earten-
häuschcn an dsr veriängerten La>enbur-e stratze Zinkbl»cki im Wer e
von 50 000 Mark. von e nem Krundstück im Gcn ann „wff d lsä k r"
eine rot angestrichene eiserne Pfutzl'umpe, Mert lOOOO Mark, und
am 13. März aus eiuem Aause der Gr. Löüinasoasie ein: verz nkte
Badewanne, ein Waschkochtopf, eine wsllcne Hrrrenunterhvse und
acht farbige Taschentücher.

Zragen der Arbeitslosenverflcherung.

Vor kurzem ist ein nsuer Entwurf einer Arbritslosenvsrsicheriing
zur Erörterung gesteUt worden. Bcsonders wichüg ist er für las
gesainte Problem dcr Arbeitsloienvcrsich.rcng insof rn, ais er eno-
gültig die Flage entscheidet, ob die Versorgung der Arüeitsloi:n nach
Lem Versicherungs- oeer nach dem Fürforgepr.nffp er Men oll.

Bei näherer Ueberlegung fft dem Verficherungsprinzip
unbedingt der Vorzug zu geben. Seine Durchführung liept oor all.m
im Jnteresie des Ärbeiters selrst, der bei einsm so:che>- Au.bau im
Falle der Arbeitslosigkeit eincn auf se'.u:B:i-rag-za >-ungen gegriin-
Leten Rcchtsanspruch auf llntcrstütz. ng hat, wiihrenv er >m Für-
svrgeialle keine rechtliche Forderung ertzeb.n, sondern >.rst nach nach-
gewiesener Bediiritigleit eine Bitte um llnt-rst tz ngsgew hr.mg
auss. rechen kann. Abgesehen davon ist es n cht m:hr a s r:cht und
billig, datz derjenige, dcr aus irgen: einer Kasie M ttcl beMht,
auch Lasür sorgt. datz in ihr die notwend gen M->tel a ff G-:un > der
von ihm geleistetcn Beiträge vorhanden stnd. Eins solche R.g lung
entlastet nicht nur die Allgemeinhe t, die von einer a:tz roroenllich
grotzen Zahl von Auflagen maun.gsacher Art an sich ichon schwer
ledrückt ist, sondern sie stärkt auch das V.rautwortungsgeiüff des
einzelnen unü bildet cadurch wcnigstcns in gewisssr Lez>spung emen
Schutz gegen unberechtigle Ausbeutung der Katzen. Äuch ten
weiteren Vorzug hat das Virsorgungspr nzip, datz an Hand d.-r
i gezahlten Beiträge Lsi E niritt Lcs Vcrsichsrungsfaiies f stg stellt
i werden lann, ob es sich um wirkliche Arbciter tzande.t. die rigcl-
i mätziger Beschäftigung nachgetzen oder nnr um sogenaunte Ee-
t e g e nh e i t s a r b e i t e r, die jeder geregelten Tdtigkeit aus dem
Wege zu gehen versuchen. Gerade disse Eslegenheitsarbeiier celasten
die Allgemeinheit und die für die Arbe'.tslofenun erstühung lereit-
gestelltcn Mittel autzerordsnilich, sie entz e ,en dem wirkt ch aroeits-
freudigen Erwerbslosen die ihm sonst zufiie„enden Bstrügs.

In Bezug auf den organisaiorijchsn Auf au dsr Arbsitslossn-
versicherung ist die Bildung müglich-r gro. er Risikogemein-
schaften wichtig. Der ersts En w.iri zum Arbei slcsenver ch>-
rungsgesetz sah vor, datz die Krankcnkassmverbände Triigsr l er Ver-
sicherung sein sollten. Einer solchcn Nsgeiung ist mit guten Eründen
widersprochen worden. Denn in dies.m Falle wäre eino praltische
Durchsührung der Arbeitslosenversicherung überhaupt nicht mögl ch
gewesen, da innerhalb eines verhältnismätzig eng legrenzien
Raumes, wie ihn der Tätigkeitsbsreich der Krankenlasien Larst llt,
ein Ausgkeich oer verschiedenen grotzen R stk n ü ertza >>t nichl
geschasfen werden kann. Falls dis Extstenz der Ärde tslosenve.siche-
rung ausrecht erhalten wetden soll, ist es unledingt nolwsndig- auj
einem grötzeren Raumgeüiet durch Zusammenkoppeiung vcrschied.nsr
Gewerbezweige e-ncn Ausgleich zu schajfen.

Auch die Frage ist von erhsblicher Bedeutung, auf wslche Wrije

Arbeitslosenvevsicherung nicht beschasft werden- Das geht schon
Leshalb nicht, weil mangels allcr staüst.schcn Uuter agen un)
mangels der Unmoglichkeit, die Entw ck-ung des Arb-i marltss
auch nur einigermatzen zutrefsend rorasszusehen, die b.nötigt n
Beträge überhaupt nicht geschiitzi werden können. Es wir> ^e-.tznlb
wohl nichts anderes übrig bleiben, als die er ordcriichen A fwen-
dungen unter möglichstor Auegleichung der Schwankungsn inn rhalb
der e-inzelnen Beitragsxerioden zu schätzen und sie im Umlage-
verfahren zur Erhebung und E nziehllng ?u br ng n.

Im übrigen ist auch bei dem nencn Gesetzeniwurf nicht zu
vergesien, dah auch die bestorganisierte i-ozial ol tik nie-> als voi

Kunst und WLssenschüft.
Konzert des Seidelberger Arauenchors.

Bei Paul Eies, dem Leiter des Heidelberger Frauenchorr
kann man schon in der Ausstellung seiner Kouzertprügrämme dei
echten Musiker erkennen. Er versteht es mit besonderem Eeschick, un
Werls z» vermitteln, die »:an sonst nic oder wenigstens sslten z
Eehör bekommt. Das trifst genau so für den von ihm qegründetei
Franenchor als auch für jein Kammerorchester zu. Im Konzsrt an
Mittwochabend war die einheitliche Linie öurch den Namen Johanne
Brahms gewahrt. Gies hat durch die Zusammenstellung vokale
und instrumentaler Werks jede Monotonie vermieden und besonder
durch die Verpflichtung guter Soljsten dem Abend einen höherei
Wert zu geben vermocht. Trotzüem der Frauenchor numerisch nich
stark ist, weitz sein Dirigent doch viel aus ihm herauszuholen, sieh
auf gute dynamische Schattierung und gepflegte Textaussprache. Jn
tonationsirübungen sind vielleicht zum grotzen Teil auf die Tempera
tur des Saalcs zurückzufllhren, dic für gesangliche — aber auch fü
instrumentale — Darbietungen nicht aus den genügcnden Wärmc
grad gebracht war. Von den Frauenchören hörte ich das stimmungs
volle „Ave Maria" und die entzückenden Lieder a»s dem Iung
brunnen von Pa»l Heyse. Margarete PolIerthat die Variationei
iiber ein eigenes Thema, Op. 21, Nr. 1, technisch sehr gut, aber mi
nrcht allzugrotzen. Einfühlungsvermögen gespielt. Die beiden Ge
sänge für eine Altstimme fanden in Fra» Martha Ca.denbach ein
gute Jnterpretin, die obligate Bratschenstimme spielte Herr Rudol
Stolz mit sehr schönem Ton. Die Leiden letzten- Nummern dei
Programms konnto ich nicht mehr hören, doch wird mir versicheri
datz der Beifall, den sich Ernst Lothar von Knorr mit der Violin
sonate A-d»r, Op. 100, und der Frauenchor mit den Liedern mi
Harfen- und Hornbegle.itung geholt habsn, wohl berechtigt war. L

Badische^Politik.

Ein neuer A-teilungsprasident beim Landesfinanzamt

Der Reichsprüsident hat den OLerreg'erungsrat SNax Fleifch.
mann in Nudolsiadt zum Abieilung prösi ent n beim ban es,
finanzamt Karlsruhe, AbteiluNg fiir Zölle und Verbra.ch2M.ecn
ernaiint.

ArbeiLsplan des LandLags.i

Karlsruhe, 15. März. (Eig. Drahtm.) Der Landtag wird stch
in nächster Zeit mit dem Fürforgegesetz für Eemeinde- und Körpcr-
schaftsbeamte, mit dem Bürgerrechtsgssetz, dem Sparkassengesetz und
der. Abündcrung des EebäudeversichcrunKsgesetzes, ferner mit dem
Hinterlogungqgesetz, Lem Eesetz für die Zuständigkeit dsr Temeinde-
gerichte zu befassen haben. Auch der Tesetzenrwiirf über de» Ä»f-
wand für die Volksschulen soll bald vciabschisdet werden. Zur
Debatte stehen ferncr der dritte Nachtrag zuiu Staatcyaushalt, die
Äewceruna des.Trund- und Gewsvbesteuergesetzes. das Beamtengesetz
und die Äenderung des Eebüudeversichernngsge-setzes.

Vom Arbeitsministsrium wird eine Vorlags iiber die Neckar-
kanalisation und vom Untörrichtsminister eine Denffchrift iiber dic
LehrerbiL.ung erwariet.

Die SLraßsnbahnnoL.

Der L a n-d t ag s a u s s ch utz für Eesuchc «nd Beschwerden be«
schäftigte sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Notlage der
Stratzen - unb Klei ri b ahne n. Hicrbei wurde -die Notwendig-
keit Lcr Erhaltung -der badffchen Nebenbahnen hsr-oorgsho-ben und
dabei der Nachteil, datz sie früher nicht vsrstaatlicht wor-den sind, Le-
tont. Auf Antrag des Berichterstatters Leschlotz der Ausschutz ein-
stimmig, die Rcgierung z» ersnchen. bei der Reichsregicrnng dah'n zu
wirken, datz die privaten Nebenbahnen gemätz Zlrtikel 8g der Neichs-
verfasi-ung auf das Reich übernommen werden. Bezüglich der
Stratzenbahnen wuLde grundsätzlich betont, üatz die Straßen-
bahnen örtliche llnternehmungen seien ünb d-aher keine
S t a a t s z u-s ch ll s s e erhalten könnten. Bei diessr Eelegenheit wie»
der Vcrichterstatter k-aranf hin, datz den Eemeinden grötzere Ein-
nahmegiiellen erschlosien werden miitzten, um sie in die Lage zu ver-
setzen, lebencmotwendige Stratzenbahnen aiffrecht zu erhalten.
 
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