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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt — 1923 (Januar bis Juni)

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https://doi.org/10.11588/diglit.15611#0805
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BeMatt der Badkschen Post

«-»- r.

Aus der Stadr.

kMilliv erhöht werden. Die Dclannimachuna bildct den

düll wnE?°'"'.'°tz>l!er Verhandlunaen, die in den letzten Wochen ae-
stnd. Ihr EraeLnis ist für das LanS Baden n i ch 1
Öertliche Sonderzuschläae werden in Vaden künftig
die Lstatt Lisher 119. also an 136 Orten mshr aewährt. Auch
^ ÜUw nH^iäae. die bisher schon aeaeben worden sind, durss'wea
8Er-»" ^cht erheülich erhöht worden. Erstmals ist m
«n^e Baden die Kewäbruna örtlicher Sonderai-

lNlichc^ L ° nen oder W i r t s ch a f t s b e z i r k e n in nicht un-
oi Umfanqe crrsicht wor^-etz. Wic es Lci derartiacn Reae-
stets der Fall sein wird'. so konnten a-.ch diesmal nlcht
berücksichtiat werden. zumal da der Rabmsn sllr d!e
»üi ('el-kc °>nes Zuscblaas ena bearcnzt war: er war beschränkt auf
l»j!^ie 'q/.?. unb v.nmitteldar ana.ren-ende Eebict !m Westen, ^crner
i>ij/;?he bestimintcr LLnde-aren'-n und auf Vororte einer Stadt
s>^.nr Son^erzuschlaa. ?.m Binncnland selbst sind nur aanz
iitz^ Ant berücksichtiat worden und nur da. wo ein sehr erbeb-
>»?tii nÄ."schied zwischen Beamtenaebalt und Eisenbahuarbeiter-
^verbx??^ Ueberhaupt waren Lei dieser Aküon nick't die Teue-
nisse. sondern in erster Rsihs die Anpass una der
° r an die Löhne der Staatsarbeiter sür die Eewahrunq
«onderzuschläqe masiaebend.

Der sechste Sonntaa nach Ost-rn und zualeich der
° Pfinasien Leisit im Kirchen^alender Eraudi, d. h. „er-

- sei^ üvm Bsalmvers 27.7: „Nerr. Löre mein Stimme. wenn ich
"lten °uödiq und erhöre mich". der an diesem Sonntage m
"'iilichen Kirche aesunqen wurde.

s °»!ao "urWorisch-mediünischer Verem. Jn der am nächsten
h?!) im Uhr stattfindendetz autzerordentlichen Kesamt-

' s. ßörsaal der Hautklinik tfrüherer Msdizin-scher Horsaal,
^Ü°üen bem Verwalkunqsaebäude des Akademischen Kranken-
^es ^'rd Professor Dri Francis E. Benedict-Voston Direk-
N„/"ährunos-LaLorator!ums der Earneqie-Stntung, sprechen
"'ltze Untersuchunqen Lber den Erundumsatz und seine
' D^^°utunq. '

Ü Ü.eltzs 7. Maf. Es ist festgesteNt. datz der vsrqangene Mon-
7. Mai seit 1869 gewesen ist-

Htz ? Tcueruna m Baden im Monat Avril. Die vom ,-tati-
«s^tzom -.^c'Mt berechnete Landesindexziffer betraqt nach dem

aus das)

^irei. '^res Steiaen der Tcuerunq

Dei Eeqsnüberstsllunq der Durchschnittsziffer vom
T Sv.rKM mit 289 862 beträgt die Zunahme der Teueruna nach
^ro^älUittslandesindexziffer vom Monat April mit 28^028

:??tzh^Ü,^tzltzer Licderkram ist am sisreitaq mittaq um 12 Uhr von
e'tztz »> °us. wo er am Abend zuvor mit autzerordentlichem Er-
^r°fsi^°lungensaal ein Konzert qeqeben hvtte, m Herdelberq
^ 'E 'a- ?'u Bahnhof hatten die S.eidelberqn,, Gefanavereine
l>,e>tz j.^ahnendeputat!onen die rhemifchen Sanqer bearutzt.
tz Sctnqerspruch erklunqen war, hietz der Vorsitzende de^
Sänqerverbandes. Altstadtrat Sendele die Easte m
-ÜZ'-H sZ.^rUich willkommen. Der Prästdent de.r Kolner dankte
Ä" tza die Beqrüsiuna. Die Sänqersahrt ser n icht ausV e r -
Us h,^°!ucht imternommen .woxdetz. spndexn aus. dem Be-
lich w'leder einmal mit den SanaesLrüdern um un-
" .""tz°i^^t 'avs,zusprschen und neua Krast fur den Abwehrkainpf
kih."tzbe ü. tzurch das Bewusitsein. dasi die, Brüder und Schwcstern
^'tzit i.u Eebiet fest und treu hmter rhnen stehen. An
VUv>»'ü°rkem Beifall aufgenommenen Worte schloß stch der
'i-.u'em ' bes Kölner Liederkranzes: ..Deutsches Lied und deut-
V^tzen "°utsches Herz »nd deutschen Rhem". Unter Vorantxitt
Si ÄIs Ü°äen dann die Sänqer durch die Hauptstrasie zur Stadt-
k«>> Vllriik,. "treter der Stadtverwaltuna war Stadtrat Atzler
V°tz> erschienen. Nach den Berichten aus Mannheim darf
, .»tztza °uzert der Kölner am Samstaq abend mit sreudiqer
?«s>- V "utqeqensehen.

Kcü'Ssiu?!' Klaqen über schlechtes Brot wird uns vom städtischen
?ii-.°°>u aeschrieben: Von den von der Reichsgetreide-

w^'umunalverbaNd Heidelbsrg-Stadt zugewiesenen Mehl-

.. wAmmunalverbaNd Heidelberg-Stadt zugewresenen Mehl-
^i"iUii.^u jeweils sofort der städtischen Untersuchungsanstalt
ke ^utachtung übergeben. Das Ergebnis der Untersuchung
"'i^er N Falle Änlatz zu Beanstandungen gegeben. Die Ur-
iV'tzdei-7 "Stzn LLer die Beschaffenheit des Brotes, die in letzter
-b 'sttz. , tavt wurden. sind nicht auf die Ellte des Mehles zuriick-
ÜV" - "u sie liegen in den Verhältnissen der Mehlsorten.
l d??. ÄZö^^ung des markenpflichtigen Brotes zur Verfügung
:>i,,ü" llu^^nd von der Reichsqetreidestelle bis vor kurzem Mehl
»j' Äjp, >n Friedenszeiten üblichen Verhältnis von etwa zwei
°">^"hält„." und. ein Drittel Roggen zugewiesen wurde, hat sich
U"alv°ÜE 'nfolge der Besetzung jetzt wesentlich verschoben. Der
Ä "tztzmio- "ud Heidelberq-Stadt, der sein Mehl im weseutlichen
)r"'ttei^,"uer und Ludwiqshafener Mühlen erhielt, wird jetzt
s?kle °?8env,utschen Miihlen beliefert, und fast in der Hauptsache
' während Weizen beispielsweise nur im giinstiqsten
üüeim-tzinem Drittel mitgeliefert wird. Bekanntlich wird ja
:> T>e A'.uud weit mebr Roggenbrot gebacken als in Süddeutsch-
?!>>»? tzNgssUcktzrinnunq Heidelberg ist sofort, nachdem das Mehl
'Hsn^tz>it,7 2en Verhältnis zugefllhrt werden musite, bei dem
'ise^tre^wlaint vorstellig geworden und hat gebeten, bei der
^!'"iti?'tzd darauf hrnzuwirken, dasi mehr Weizenmehl zuge-
"q ?as Nahrungsmittelam - bat obvo Verzöaerunq dncch
iA>u!"Sentz.°er Landesv'ersorqungsstelle Schritte unternommen
^ ivftzep °'° Reichsgetreidest'elle um Zuweisung grösisrer Weizen-
"tz ÜLlqe E°°eten. Die Reichsgetreidestelle hat nun mitgeteilt.
>> Weizenbestände im gegenwärtigen Zeit-

E?"ke?"s h» uur bis zu 80 Prozcnt zugewieseu werden könne.
ki.ütz ^asse Ü ^rtskrankenkasse. Am 1. Mai zählte die Allqem. Orts-
!lKlekH. ^21^77 Mitglieder. (Jm Vormonat 31072.) Hiervon

c) . rUlttgneLer. l-M «vrmvicai 01 _ __

»7xtt§707) männlichen und 16 436 (16 365) weiblichen
^li.Ützei t57csi"'Atversichert waren 12 682 (12 466) Männcr und
Vtz "tzd ^eäl^uutzu. Freiwillig verstchert waren 2239 (2241)
!!>>« ! 5!""° EciÄ (1"95) ssrauen. An Kranke und Arbeitsunfähige
°itzov "°!?9e 400 (370) Männer und 504 (506) ssrauen qe-
(tzz-, ä."tfallen auf freiwilliqe Mitqlieder 43 (39) Männer
'>»» s>°-tzvlh).'l"uuen. Von 160 (150) Wöchnerinnen. die am 1. des
^'tz? ^eim!»-" waren, gehörten 89 (73) den oflichtigen und 71
°k Ksqni, it'Oen Mitgliedern an. Die Erwerbsunfähiqkeit be-
' »!" Arii.?04 (876) 'oder 2,88 (2,82) Prozent- An Ersatzkaffen
-V- "bgetreten.

-q,, 9tz Entfcheidung der Oberprüfstelle für Lichtspiel-
z > 'kii c>i))U8«ndamt Keidelbera bat in lebter Zeit geaen den

» „s ^r,, orr L-verpru,i„» «ru/ripier-

, >>ii°>!!>? Äu«7^"buurt Heidelberq hat in letzter Zeit gegen den
!>irp-ü?"9 zwcier bedenklicher Reklamephotograpbien der
f">i° 8 i?"tztzin," der Elstergaffe" und „Die Dettlergräfin vom
Mkü" d« Utro„r tbinspruch erhoben und den Wlderruf der Zu-
"tz^>". Ani-„ Polizeidirektion und Ministerium des Jnnern
?»>" BbÄ uuterstlltzt, da die Leiden Dilder geeignet er-
? e^'tzi ^sährun? Jugendlicher zu Lberreizen. Beide Vilder
°^r v>'"»Nev ^tzuen dar. Auf dem einen Bild sitzt ein Liebes-
>>>! >°ti!^tz>s<Ll:„°'"°2 Dienstmädchens auf dem Rande des Bettes
iü?>>>^°tz Ci»>?uug. Die ganze Aufmachung der Szene crhöht
^tzdui""derev ^-bieser fiir Iugendliche bedenklichen Situation.
^tzll ersaki ^ der Verführer schon mit einer Hand
°> und lehnt den anderen Arm auf das nebenan-

stehsnde Bdtt. Der erotische Charakter dieser Verführungsszene
wird dürch den zvnischen Kesichisausdruck noch, unterstrichen, Die
Oberprüfungsstelle Verlin gibt in Entscheidungen vom 20. März 4923
zwar zu, dasi die fraalichen Bilder zwar beide als heikcl zu be-
trachten sind, die Tatsache aber, dasi diese Bilder gleichzeitig mit
einer grosien Anzahl anderer Bilder gezeigt wllrden. die völlig cin-
wandfrei seien, lä-.t auch die beiden beanstandeten Bilder vor jugend-
lichen Befchauern als harmlos erscheinen. Man staunt über die
Loqik dieser Tntschsidunq die dem K-noqewerbe emen We» zefat, ivie
man bedenkliche Reklamebilder auch vor Jugendlichen unbeanstandet
ausstcllen kann.

* Zahlung der Wshnunasabgabs. Die Preffeabteilung der
badischen Negierung teilt mit: Nach dem Eesetz über die Aendrrung
des WohnuNasabgabegefstzes vom 13. April 1623 werden künftig
auch zu der LBohnungeabgabe Zuschläge erhoben, wenn die Zah-
lung nicht auf die Zeitounkte erfolqt. die für die Entrichtuna der
ALaabe vorgeschrieben pnd. Die ZusKläqe bstragsn bei rückstän-
digen Beiräqen bis einschlietzlich 5000 Mark bis zu 2 v. H. jährlich.
bei rückständioen Beträgen über 5000 Mark 20 v. H- monatlich:
anqesangens Monate werden dabei voll gerechnet. Die Zuschläqe
sollen nach der demnächst erscheinsnden Vollzugsverordnung vom
1. Juni 1923 an erboben werden und zwar erstmals von allen B:-
trägen, die vor diesem Zeitpunkt fällig geworden, aber zu diesem
jZeitpunkt noch nicht bezahlt stnd.

* Stand der ZugLNdheimfrage. Das städtische-Iugendheim am
Vangerowplatz,. das bestimmt ist, Ler geistiqe Mittelpunkt fur
ZugeNdpflege und Jugen-dbewegung in der Ltadt Hsidelberg zu
werden, wird in wenigen Wochsn seiner Vestimmunq Lbergeben
werden können. Der äutzere Eindruck ist Ler einer gewöhnlichen
Varacke. . Die Innenräume stnd d-urch d-as städtische Hochbau-amt
recht gcschmackvoll und gemütlich ausgestaltet worden. Leider ist
für -die Inneneinrichtung des Heimes noch fast nichts vorhanden.
Sollte es nicht Freun>« der Juaend in Heidelberq geben. die mit-
helsen mögen, dieses Haus der Heidelberger Iugend zu einem wirk-
lichen Heim zu gestalten? Eebraucht werden alle möqlichen Ein-
richtungsgcaenstände. auch leicht reparaturbedürftige. Am nötiqsten
Tisch und Stühle, Schränke, Easbeleuchtunqskörper. Spinde, W-asch-
schüffeln ünd Kannen, Bilder, Kleideranlagen. Bücher und Zeit-
schriften fllr Jugendpflege und Jugendbewegung usw. Anmeldunz
von Eegenständen, die abgeholt werden, sowie Eelvspenden an das
städtische Jugendamt, Prinz Karl, 2. Stock, Telephon 2639, erbeten.

' Einkomuieusicucr und Geldentwertungvgrsetz. Im „Staats-
anzeiger" lesen wir: Der durch das Geldentwertunqsgesetz dem 833Z.
des Einkommensteuerqesetzes angefügte dritte A.bfatz läsit zu, dasi an
Stelle der im ersten Absatz vorgesehenen. in der Hauptsache den bis-
herigen Vorschriften entsprechenden Bewertung in gewerblichen
und landwirtschaftlichen Betrieben die am Schluffe des
Ecschäfts- und Wirtschaftsjahres vorhandenen Bestände zu zwei
Dritteln nzit den Werten anqesetzt werden. die am Schluffe des ver-
qanqenen Wirtschaftsfah'res anqesetzt werden konnten, zu einem
Drittel daqeqen mit 40 vom Hundert der am Schluffe des Geschäfts-
iahres qeltenden Marktpreife. Das Anwendungsqebiet dieser Ve-
stimmung ist jedoch eingeschränkt durch den Absatz 4 des genannten
Eesetzesparaqravhsn, der ihre Anwendunq für die Fälle ausschliesit,
in denen die Bewertuna nach den Varschriften des Absatzes. 3 dem
Erundsatz des ^ 137 Absatz 2 der Reichsabqabenordnunq zuwiderliefe-
Dieser Erundfatz verlanqt, dasi. fede wirtschaftliche Einheit für stch
kewertet und ihr Wert im qanzen festaestellt wird. Ein lanvwirt-
schaftlicher oder qewerblicher Detrieb stellt ebensalls eins wirtschaft-
liche Einheit Lar. deren Wert nicht lediglich dadurch gefunden ryerden
kann, dasi die Werte der einzelnen Bestandteile — ohne Rücksicht aus
ihr« Zugehörigkeit zum Eesamtbetrieb — feskgestellt und zusammen-
qezählt werden. Die Dewertunq musi oielmebr stets auch das Ee-
samtunternehmen ins Auge faffen und einen Wert zü finden fuchen,
bei dem das Unternehmen als Eanzes gewürdigt wrrd. Ist diefst
Wert offensichtlich höhsr als der. der stch nach d.en Vorfchriften Lss
? 33g. Abfatz 3 des Einkommensteuergesehes ergibt, fo finden diese
Vorschriften keinc Anwetzdung. ffserner sek bei dieser Eekeqenheit
darauf hinaewiclen, dah der Meichesinanzminisier zür Vermeidunq
von Härten. die infokge. der vetspäieieü Verabschiedung des Geld-
entwertunqsifcsetzes entsteben konnten. für die Ueberqanqszeit
folqende Erleichterung zuge'affcn bat: Der Zulchlag von )5 v. H., der
nach Ariikel III 8 1 des Eeldentwertungsq'esstzes zu entrichten ist.
wenn eine Zahlunq nicht rechtzeitiq geleistet wird. soll dann nicht
erboben werden, wenn Zahlunqen, d!e im Monai April, 1923 zu
leisten waren. noch im Monat Mai 1923 geleistet werden. Läsit jedoch
der Steuerpflichtige auch diefe ffrist ungenühi verstreichen, fo wird
der Zuschlaq nicht erst iür die Zeit vom 1. Jünr 1923 an, fondern
fchon für den Monat Mai erhoben.

* Nc»er Stern. Nach auswärtiqen Meldunqen soll im ostlichen
Teil Ves Steruüildss- "-^mqnen", nicht weit vom Stern 70 dieses
Sternbildes. ein neüer S^ Ergsie aufqetaucht sein. Näheres
konnte durch die unqünstlqc Wtt.ei uq n'cht beobachtet werden.

* Fahrpreisermähigunq für Kleinaärtner. Vom 10. Mai ab
wsrden Einentümer und Pächter von Kleinaärten und deren Anqe-
HLriqe (Ehegatten, Kinder, Eeschwister, Eltern, Schwiegereltern,
Schwiegerkinder, Stieftinder, Pflegekinder und Enkel, sofern sie deren
Hausstand angehören und bei ihnen wohnen) auf der Fahrt zwifchsn
den Stationeii entweder des Wohnorts oder des Arbeitsorts und der
dem Kleinaarten ncichstgelegenen Station in Persynenzügen zum
halben Fahrpreis 3. oder 4. Klaffe befördert. Kleinqärten
sind nur Erundstücke von 2 bis 25 Ar Grösie, die Lberwieqend zür
Gewinnunq von F-eld- und Eartenfrüchteft benlltzt werden und keine
festen Wohnhäufer und qewerbliche Anlaqen tragen- Die Fahrpreis-
ermäsiigung wird nur in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober und
nur auf Entfernungen bis 40 Tarifkilometer einfchlietzlich gewährt.

* Dem Zweigausfchusi sür Vaden fiir deutsche Iugendherbergen
wurde von der Leitung des Badischen Schwarzwaldvereins für dieses
Jahr ein Zuschutz oon 20 000 Mark Lbermittelt.

* Okkultistischer Vortrag. Dr. Eeorg L 0 mer, bekannt durch ein
sehr lesenswertes Vüchlein über das Traumleben. machte am Mitt-
woch im grotzen Saal der Harmonie vor einer überaus zahlreichen
Zuhörerschalt den Versuch unter dem Aitel „Tote, die wiederkehren"
eine Einführung in die Probleme der Meiapsychologie zn qeben.
Unter Hervorhebung der Verdienste Schrenck-Notzinqs, Oestreichs
Flammarions u. a., die sich um diese Erscheinungcn bemühten, er-
zählte er zahlreiche Fälle, aus denen er den Sch-lusi zoz, dasi
Sterbende oder Abgeschiedene durch phystkalische Einwirkung auf Ge-
hirne, aber auch auf andere Eegenstände dcr äutzeren Wslt stch anzu-
melden und in Rapport mit Hinterbliebenen zu setzen vermögcn.
Interessant waren besonders die Fälle, wo kleine Kinder Erscheinun-
qen hatten oder Tiere in Anqst gerieten vor den untei Licht-
crscheinungen sich Meldenden. Der Rodner versuchte durch das Er-
zählen aller dieser Vorkommniffe einen Boden. eine Empfänqlichkeü
fllr das Jmmaterielle zu bereiten. Der lehrreiche und sachliche Vor-
trag fand allgemeines Intereffe.

* Gretl Nestler wird am Montag abend im grosien Saal der
Stadthalle wieder einen ihrer bekanntsn Tanzabende mit ihren
Schülerinnen geben.

* „Lustiges Durcheinander zur Laute", so nennt Agnes Del-
sarto vom'Leipziger städtischen Theater ihren Lautenliederabend,
den sie am Mittwoch abend auch in Heidelberq gab. Hier ist einmal
der seltene Fall einqetreten. dasi die Reklame. dis der Künstlerin
voraus-ginq. nicht qeloqen hat, sondcrn dasi alle Versprechunqen er-
fllllt wurden. Frl. Delsarto hat nicht den Ehrqeiz, eine qrosie Sänqe-
rin zu sein. Den manqelnden Stimmfond ersetzt ste aber reichlich
durch eine qeradezu qlänzende Vortraqslunst. die es ihr gestattet,
aus dem harmlosesten Liedchen ein Kabinettstück von überzeüqender
Wirkunq zu machen. Was in all diesen Liedern und Liedchen zwischen
den Zeilen steht und oft erst die richiige Würze aibt, das brinqt ste
durch ein Augenzwinkern. durch ein „spitzes Mäulchen" odcr sonst
eine Mimik blendend zum Ausdruck. So wurde der Aüend zu eiuem
wirklichen Eenusi.

* Der Bund für Vogelschutz, Örtegruppe Heidelberg, macht am
Sonntag früh unter Führung von Professor Fehringer seinen dritten
Ausslug. Es geht nach der Ketscher Jnsel zu den Nachtlgallen und

Rückkehr gsqen

Rohrsänqern. Abfahrt 4-43 nach Schwetzingen
10 Uhr vormittags.

* Ein Steinachfilm. Wrof. Steinach, dessen Name in der qe-
samten Welt populär ist, hat dic Erqcbniffc seiner Forschunqcn in
einem Filme zusammenqefasit, um jedem die Möqlichlcit zu qeben,
sich mit den Erundzüqcn seincr Arbeiten vertraut zu machen. Dieser
Film wird zurzeit im Odeckn-Theater zur Verfllqunq qelanqen.
(Siehe Anzeiqe.)

* Die Fahrradmarder sind weiter an der Arbeit. Ein Herren-
fahrrad, Marke „Dixi". Wert 250 000 Mark. und ein solches Marke
„Wandercr", Wert 300 000 Mark, wurden am 9. Mai in dcr Uni-
versitätsbibliothek und am 10. Mai vor dem Portal der neucn
medizinischen Klinik in der Berqheimerstraß« qestohlen.

* Vorsichtiger F-ahrcn. Am k>. Mai, nachmitiaqs l-46 Uhr, ist
e!n Sastkraftwaqenführer beim Vorbeifahren an einem Fuhrwcrk in
der Unteren Neckarstrasie an das Fuhrwerk anqefabren und hat hier-
durch einen Schaden von ekwa einer halben Million verursacht.
Men-cl-en kamen nicht zu Schaden.

» Vcrscheucht wurde ein Unbekannter. als er am 9. Mai, früh
^4 Uhr in einem Stalle der Hauptstratze in Wieblinqen ein Fahr-
rad zu stehlcn versuchte.

" Polizeibericht vom S. und 1V. Mai 1823. Festgenommen
wurde ein zugereister Arbeiter. der wegeu Diebstahls zur Derhaftunq
ausgeschr-eben ist. A u fg e g r i fs.e n wurden 7 Oüdachlose. Zur
Anzeige gelangten: ein flüchtiges D'enstmädchen wegen Ent-
wendung von Schokolade und Likören im Eesamtwerte vo'n 800 000
Mark. eine Eeschäftsinhaberin. weqen Preistreiberei mit Benzin,
e-n Kaufmann weqen Nichtbeachtunq Ler Preisaushanqvorrchrift»
ein Kraftwagen-führer, dcr m!t seincm Wagen ohne Zulaffunqs-
beschemigung, Führerschein und Steuerkarte. üefahren ist: ein Kino-
besitzcr wegen Nichtbeachtunq sicherheitspolizeilichei Vorschrifien,
5 Personen wegen grolen Unfugs. 8 Ruhestörer, 4 Personen. d!s
mnsrhalb der verbotenen Strecke im Neckar zwischen Karlstor nnd
Turbinenhaus geladet haben, ein Metzqerlehrlina wegen Tier.
gualerei, 4 Ausländer wegen Nichtbeachtünq der M-ldevorschrift,
15 Kraftfahrzeugiführer wegen zu raschen Fahrens. und weiters
26 Pcrsonen wegen anderen strafbaren Handlunqen. Eest 0 blen
wurden vom 26. April b!s 8. Mai aus einem verschlossenen Keller
Ter Rohrbacherstrasie 6 Flafchen Notwein und 4 Büchsen Eornedbeef
>.m Eesamtwerte von etwa 50 000 M. Am 7., mittaqs l Uhr, wurde
emem RealschiUer der 1.,Klaffe vor dem Hau.se Rohrkacherstraßs 40
sem Vucherranzen mit sämtlichen Büchern von einem noch Un-
bekannten eu.lwendet.

Mret die Mutter >« U. Mai 1M
Laßt Blamen sdrrche»

v. Robrbach, 1t. Mai. An dcr l.b.en GcmeinderatSsiduna
wurden folgcnbe Bcschlüsic gefatzl: Durck, Einkauf erwcrben bas Büraer-
recht: Josepli Langenstein, A-ricbrich Langenst in. Gcora Söbule. .ilarl
Meuner 1. Adolf Obln. Emil Schamottt. Nlwtn Blctmling, Fricdrich
°^9'"^,'!.-- Karl ^tzüt, Heinrtch Schmitt, Hermann Hovf.

Leonh. Bahr. — Zum Nntritt des angeborcnen Vürger-
Kovrcrt, Job. Petcrbans. — DaS von
öcr Pflcge Schönau stberwiefene Brennbolz wird den Uesto.cn Bäcke.
reien ubcrlastcn. — Der Entwnrf über dle Kommunalistcrnng dcs Vc«
st a t t " n g s w e s e n s wnrde crörtert. Weitcre Befchli'.f.fcifsnng b-.-ibt
vorbehalten. Die Löbne der Notstandsarbeiter wcrdcn ,zcu ge.
regelt. —Dt« Erwerbung des Teilgrnndstücks Peter Lecl. Gewann EbertS.
rotS. zur Durchfübrung des Verbkndungswcges zwlfchcn Gabclsgassc n»L
Ebertsroth wird sutgebeitzen. Die cndgültlsc Hcrstellung bcs Vcrvtn.
dungsweges wtrd infolge der vorgcschrittenen Jahreszett auf Svätjabr ver.
tagt. — DiL Amtsnte.berle.gung deS GemeinderatS Kovven-
Vbfer auS geschäftlschen und gelundheltltchen Rückstchtcn wlrd alS be«
gründct erachtet, — Das Rticktrittsgcfuch bes EisenbabnschaffnerS D e l.
Itnger als Gemcindeverordneter wirö genebmtgt. Än sefne Stelle trttt
Herr Peter.Schemenäuer. — Dle Gebübren für Bcblenung der:
Kirchturm » bren werdcn ab 1. Avril 10-28 nen geregclt. — Dcm
Berein für B ö lkw 0 blf a h rt Heibelbcrg-Land wlxd eln Bcitrag no»
«g Mark vro Kovf ber Bevölkerung. zugrlvtochen. — Dle Gemeindc.-
fabrniSverftcheruna wlrd mit fofortiger Wirkiing auf daS Nier.'
fache erböbt. — Dte Gesuche um Befrciung von ber Wvhnabgabei
erfavren eNtsprechende Bevandlnng. — D!c Versteigerung von 55 Sr'eüi

d 500 Ouadratmetcr auSgestockte Waldrärzcllen wirb gcnehmigt._

Bestreitung dcr NotstanbSmatznahmen soll etn Kredit vom
ausschutz anvcrlangt werden. — Gcnehmigt wird das Ergcbnis der Aarren.
versteigcrung nnd der Bohnenstangenvcrsteigerung. — Im Bollzug dcS
R e i ch s m i e t e n ge s e tz c S wird bdschlosten. die Snndertsähc de»
Monat Mai auf dcr alcichen Hötzc stch bcwcgen zu laffen wie im Monat
Avril. — Die BervutzarSeiten am Beamtenhaus werdcn dem Givier^
inetster Dchm tibertragcn.

— Mannhelm. 10. Mat. Aus Anlatz ibres 5k>iähriaen B«.
stehens stiftcte die Nbeintsche Gumwi- und Zellulolcfabrik
Mannhcim-Neckarau für ihren Arbeiteruntcrstübungsfond und die Be«
amtenvenstvnskaffe ie 121L Millionen Mark und für thre Jubilare die
Summe von 1814 Millioncn Mark. Mit dem Iubiläum ist eine tnstruktive
Ansstellnng LcS Untcrnebmcns verbnnden. — DaS Mannhcimer W n ch c r-
gericht hat den Kaufmann Weinköd ans Friebrichsfeld, der -inen
nnerlaüvten Hanbel Mit Farben getrteben hatte, zu zwei Jabrcn Gesängnis
und einer Million Geldstrafc veruricilt.

)( Stockach, 18. Mai. Dcr 26jühriae Tohn dcS Schncidcrmeistcrs
Peter Mattes in Bolkertshausen stürzte beim Torfstcchen in das Waffcr
und ertrank.

Kirchttche Nachrichten.

Katbolifch« GcWciudegottesdicuste.

St. Boulsatiuskirchs. Kollekte für die Bcdürfniffe ber örtl. KaritaS.
Samstag nachm. von 8 Nbr an Beichtg->leaenhcit. Sonntag 8 Uhr: Nrüh.
mcsse. 7 Uhr: Stngmesse mit «emeinsamer 8l. Kommuuion für bie
Manner, Jungmänner nnd Jünglinge. 8 Uhr: Deutsche Singmeffe mtt
Predtgt. 8.45 Uhr: Predigt nnd dentfche Sinamcffc. 11 Uhr: Schüler-
gotteSbienst mit Predtat. 1.30 Uhr: Christcnlehre für die Ztinglingc.
2 Uhr: Herz Jesu-Andacht mit Scgen.. 7.80 Ubr: Predigt, Maianöacht
unb Segen.

St. Josevh — Psaffcngrunb. 0.45 Uhr: deutschc Singmesse, vorhcr
Belchaclegenheit.

Alt-katbolisch« Kirchensemeindc Heidelberg (Heiliggeistchorkirche —
Marktvlatz). Sonntaa, 18. Mai, vorm. 0.38 Ubr: Dcutsches Amt rrit
Predtgt. Stadtvfr. Hütwohl. 8 Ubr: A. K. Ä. B. lSÄulcntlaffenen).
Abmarsch aü Gemctnbchaus. Montag. 8 Ubr: Kirchenchorvrobe. Don-
nerstag nachm. 8 Uhr: Frauenvereins-Sitzung, Grabeng. 11. AbcndS
.730 Ubr: Jugendabend, Grabeng. II. Freitag. abds. 8 Ubr: Sitzung ber
Gcm.-Vcrtretnng, Grabcng. 11.

Jesuitenkirch«. Samstag mittag von 8 Uhr an Beichtgclegenbeit.
AbendS 8 USr: Maiandacht. Sonntag morgcn von 6 Uür an Beicht.
--elcgenüeit. 6 und 7 Ubr: bl. Mcsse mtt gemeinsamei bl. Kommunion
öer Jungfraucnkonaregation. 8 Uhr: hl. Messc mtt Predigt. 0.15 Uhr:
Predtgt und Amt. 11 Ubr: bl- Meffe mit Prcdigt: zugleich SchülergottcS-
dtcnst. MittagS 2 Uhr: Cbristenlehre für bie Knaben. 2.30: Andacht
unn l,l. Hcrzen Jesu mit Segen. Abends 8 Ubr: Maianbacht mit Predigt
und Segen. An Werktagen tägltch um 6, 7 lDienstag und Freitäg 7.20
Schülergottesdienst) unb 0.15 bl. Messe. Samstag 6.80: Wciüe drs Laus.
waffers und Ämt. Täglich abends 8 Ubr: Maiandacht.

St. Anuakirch«. Samstag mittag von 8 Ubr an Bcichtzelcgenbeit.
NbenüS 8 Uhr: Maiandacht rnit Segen. Sonntag morgen von 6 Uür an
Bcichtgcleaenhcit. 8 Uvr: hl, Mcffe mit Prebigt. 9.30 Ubr: Gottesdienst
für di« Mtttelschüler. 11 Uhr: Gottesdienst für die Akademiker. N!ittagS
2.30 Uhr: Andacht zum lil. Herzen Äciu mit Segen. An Werktagen tägli>S
um 7 Ubr bl. Meffe. AbcndS 8 Ubr: Matandacht mit Segen.

Euaugeltsch« Gemeindegoitesdteuste.

Ev. Stadtmisston. Ncuenheim-Handschubsbeim. Sonntag. abendS
8.15 Uür: Abschiedsfeier siir Stadtmisstonar Olvv bei Alcranber. Hanb-
schuhSbeim, Obere Kirchgaffe. Dicnstag. abendS 8.15 Uhr: Grmcin-
schaftsbibelstunde, ev. KleinklnüerschulS, Schröderstratze Nr. 23. — Sonn-
tag nachmtttag 4 Ubr: Äungfraucnverctn, Schröderstrahe Nr. 23.

Ev. Kirche Ktrchhcim. Sonntag, 8 Ubr: Predtat. Stadtvikir
Pfcffcrlc. 0.30 Ubr: Prcbigt. Stadtvsr. Dr. Mcrtz. 10.80 Uhr: Kinber-
gottesdtcnst 1 Ubr: Cbristenlc-Kre für Knabcn.

Evaug. Kirchengemcinde Rohrbach. Sonntaa, 13. Mat. vorm, O.zg
Ubr: Hauvtgottesdienft. 10.45 Ubr: Kindergottesdicnst. Nachm. 1 Uhr:
Cbristcnlere Nachm. 8—5 Uhr: Jungfranenbunb. Abends 7.80 biS g.Sg
Ubr: Jugendbiln.

Hsraelitischer GoitcLdicust.

Jsraelttischer Gottesdteuft. Samstag, 3L0 Uhr; JugendsotteSdlenst.
 
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