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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt — 1923 (Januar bis Juni)

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https://doi.org/10.11588/diglit.15611#1021

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VeiNakt der VÄdischen Post

Aus der Stadt.

von der Nolls- und ZorlblldungsWule.

von dem Rcktorat der Volkcschule dem Stadirat er-
»Nd Bencht über den Stand der Heidelbergsi Volks-
^4ten„ 0 2 s ch u l e wird uns oom Stäütischcn Nach-

^^anrt folgekder B-richt übermittelt:

^ Eesamtzahl dcr Schulkinder betruz bei Veginn
k»enA^°h^ 1923/24 73L0 (3557 KnaLen und 8763 Mädchen),
vorausgegangenen Jahr und 3334 im Schuljahr
»d, haben also in diesem Jahre einen weiteren Nückgang

Sa,ulkmdcr zu vcrzeichnen. Am Ende des Schuljahres
wurden 1014 Schulkinder (490 K. und 524 M.) aus der
idsMule entlassen: 233 (136 K. und 97 M.) sind in hiihere Lehr-
i^AUen ubergetreten. Diesem Abgang stehen nur 597 Schul-
»e« ; "L" (294 K- und 303 M.) gegenüber, die auf Ostern 1023
»m-j'" Volksschule aufgenommen wurden. Die Zahl der Schul-
^hk° gegenüber dem Vorjahre um 83. gegenüber dcm Schul-

.^^/22 um 522 zurückgegangcn; eine Folge des Eeburtenrück-
«3 in den Kriegsjahren.

,»k » Nückgang der Schülerzahl ermöglichte dre Aufhebung
tzi^ombinationsklassen an den Schulabteilungcn II
^ (Vangerowstrage), Handschuhsheim und Psafjengrunü. Ab-
^,/dn von den Schulabteili.ngen Wieblingen uno Kirchheim,

- Erweiterung noch nicht auf alls Schuljahre

an

auLgedehnt

konnte, und von der Schulaüteilung Schlierbach, an der in
dkx^icht auf die Schülcrzahl die KinLcr aus ;e zwei S

Schuljahren

E^'gt werden, sind jetzt alle Kombinationsklassen beseitigt. Jsde
llechat ihren eigencn Lehree und jeder Lehrer nur cine Klasse.
Zahl der Klassen ist von 210 aus 102 "-ückg?gaug-Ns
jy,"!! Hnd 84 Knaben-, 92 Mädchcn-,.20 gemischte und 6 Hilfsklajsen.
ix ^urchschnitt beträgt Lie Klassenstärke — Hilfstlassen und

^renzhosklassen nicht eingerechnet — 37 Kinder.
h>K^er Besuch des französischen Untcrrichts hat merklich
diiUelassen. An 6 Kursen nehmen 76 Knaben und 123 Mädchen,
'U'nen 199, teil (gegenüber 301 im Vorjahre in 9 Kurscn).
hj^en Handfertigkeitsunterricht für Knabcn, der
uusgenommen werden lönnte, besuchen in 7 Kursen 116 Schüler
^Uio konnten im Verlaufe dcs vergaugenen Schuljahres die Kurje
^lprachgebrechliche Kinder wisder ausgeno-urlen wer-
^ . 86 Kinder, die in 2 Eruppen eingeteilt warm, wurden wöchent-
,..'u 2 Stunden unterrichtet. Dcr Erfolg war zum Teil ein recht
^oigender.

s, ^ie Zghl der Cchüler und Schülerinnen der allgemeinen
!j° * t b i l d u n g s s ch u l e bctrug zu Beginn des Schuljahres 1923/24
^naben und 1373 Mädchcn, zusammcn 1691 (im Vorjahre 1661).
Knrsen erhalten Schnlerinncn der siädtischen Handelsschule
^ii^irtschasilichen llnterricht. Wie die Knaben, jind jctzt auch die
möglichst nach Verufsn zusammengesagt, um den Unterricht
"chst der üernslichcn Ausbildung anpasscn zu können.
d-.Die Zahl der Lehrkräfte an beiden Schulen ist 238 und
96 Hauptlchrer, 40 Hauptlehrerinnen, 40 Unrsrlchrer,
»^nterlehrerinnen, 5 Schnlviläre, 6 Hilfslehrer und Hilsslehrc-
sowie 19 Handarbeits- und Haushaltungslehrerinnen.

Die Erhöhung der Diäte» dcr Vcamten. Vei Dienstreiisen cr-
init Wir-ung vom 1. Juni ab die Beamten Ler Befoldungs-
I—V 10 090 M- Diäten und 5000 M. Uebernachtgeld, der
/ss^en VI—VIII 12 500 bezw. 6500 Lt., der Eruppen 1L—Llll
00 bezw. 7500 M.

Organisationszwang und Tarisoertrag. Zu der neusr'oings
aufgeworfenen Frage der Nechtswirlsamkeit 2es Organisaticns-
wird folgendes mitgeteilt: Jn einzclnm Tarisv'.rträgen
5 fich Vereinbarungen des Jnhalts, datz der Arbeitgeberverband
. sijnnNgehörige dcs vertragschlietzenden Arbcitgeberyerbandes be-
^ U'Sen darf, dem Arbeitnehmerverband Anzchörige nur Stellung
^ i^»n dürfen bei Firmen des vertragschlietzenden Arbeitgeberver-
' ^ Da der Jnhalt der Tarifverträge lediglich der freien

. - »v. ^.echtsgültlgkeit zwischcn den Vcrtrag-

»^Senj;en haben die ordcntlichen Eerichte im einzelnen Streitfall
h^sicheiden. Jn einem Urteil vom 6. April 1922 sieht das Neichs-

> »jik in einer solchen Vereinbarung einen Verllotz gegcn die

> h n Sitten, wenn Ler dcm cinen zugesügte Nachtcil so erheb-
' datz dadurch dessen wirtschaftliche Vernichtung herbei^esührt

' Ä: «der wenn er zu dem erstrebten Vorteil in keinem Verhältnis
f,!, es kommt in diesen Fällen zu dem Ergebnis der Nichtigkeit
^anstandeten Klausel (§ 138 B.E.-B.) und der Verpflichtung
h ^adenersatz gem. H 826 B.E.-V.: ob Liese Klausel schon gemätz
,j/5g der Reichsvcrfassung rechtswidrig sei, lietz das Neichsgericht
^Sestellt.

Fahrpreisermätzlgung sür Kinder. Zur Dermeüdunz von
j,l«in wirv daraus hingewiesen, Latz nach w!« vor Kincer bis
l^vollend«ten 4. Lebensjahr frei besördert werden und datz sür
vom 4. bis zum vollend«ten 10. Lebensjahr der halb« Fahr-
, su zahlen ist.

, ÄZeitcre Erhöhung dcs Mehlpreises. Di« Südd. Miihlenver-
tjUug hat den Richtpreis für Meizenmehl fpezial 0 weiterhin nm
. M. auf 530 000 M. für d«n Doppelzentner ab Mühle erhoht.
, Der 22. Verbandstag der Vadische» Bäckeeinnungen findst, wie
?°reits kurz mitgeteilt haben, am 26. Juni, vormittags 10 llhr,
V^Ken Saale der Stadthalle statt. Die Tagesordnung umfatzt
»lj?3e Punkte: 1. Eröffnung und Begrlltzuna durch den Verbands-
lOfNden. 2. Festrede zur Feicr des 300jährigcn Bestehens dcr
, ,'nnung Heidelberg (Obermeister Klebe s-Hcidelberg). 3. Prü-
j Delegierten-Mandats. 4. Eeschästsbericht seit dem Vcrbanüs-
. Villingen. 5. Die Neuorganisation des 5,anvwerks nnd seine
^'Nung auf das Däckergcwerbe. Referent: Direktor Hause,
'»,7?erkslammer Mannheim. 6. Unfere Stellimznahme gegen dic
g,Se der Drotfabriten und Konsumvereine aus Wiedereinführung

^Ndstag.''g'. Anträge und Wünsche
' !»>, Dj- Hundcsteuer für Wachhunde. Dom städt. Nachrichte
'i!«' wik>> „si-bvi-ben- Bei der Stadtocrwaltuna lauien mi

n-

"»ird uns geschrieben: Bei der Stadtocrwaltung lausen zahl-
Cesuche um Ermätzigunq der Hundesteuer ein. mit der Be-
'jng. datz der Hund zur Bewachung Les Hauses, eines Ear-
M°?ngcrplatzes und dergl., gehaltcn werd«. Fn den meisten
4 k'j ? sind die Eesuche unbegründet. Nach s? 3 des Eesetzes uber
4 Miidesteuer vom 14. Dczembcr 1922 wird die Steuer nur zur
^ erhoben „für einen Hund, der vorwiegend zur Bewachung
, «-ik^bkelegenen Hosgutes oder eines ahnlrch abge-
>'^i^En Eebäudes gehalten wird". Dies ist auch ausdruck-
4 bqj der Ausforderimg zur Zahlung der Hundssteuer bekanntge-
Sworden. Die Vollzugsverordnung vom 9. Mar 19r.3 be-
/»ji'- datz ein Hofgut oder ein Eebüude als abgelegen zu betrach-
»j,"' wenn es autzerhalb d es Ortsetters ciner Eemeinde
,/>t,."'ehr alg 100 Meter von jedem anderen Wohngebaude ent-
Nur in den Fällen, in denen diese Doraussetzungen
kann eine Ermätzigung der Steuer sür Wachhunde ein-
->>^ Alle übrigen Eesuche um Ermätzigung der Steuer, auch
^t?o stch um einen Wachhund handelt, können nicht berück-
S t werden, da die Stadtverwaltung über die gesetzlichen Be-
„ »s?Sen nicht hinausgehen kann-
s «Aer Bund für Bogelschuh veranstaltet am Sonntag, 17. Juni
,Mb.?hrung zur R e i h e r k0 l 0 n i e nach Zwingenberg a- N.
/ ^k>>»- -45 ab Hauptbahnhof (Sonntagskarte etwa 1800 Mark).
h 3 Uhr. Fllhrer: Cand. med. Werner Panzer.

^ Aus dem Odenwald. Die Eesamtabteilung „Vergwacht
"k^>" hat sich nunmehr unter Zusammenjchlutz der neu ge-
Ortsgruppen Hcppenheim, Heidelberg, Mannhsim,
3t«sMu>!«n und Erotzjachfen einheitlich organistert. Um üen
einheitlich auszuiau«n, ist geplant, von EberLach bis

Heidebberz und von Heidelberg bis Darmstadt bie Strecke derart
zu organisieren, Latz an allen wichtigen Plätzen gleichsalls Oris-
gruppen gegründet wcrden. Verschisdene Ortsgru""en des Oden-
watLÄubs, so Mannheim, haben ihre llnterstütz'.mg zugesagt.

* Sonntagsdicnst in dcn Apotheken. Am Sonntag sind geosfnet:
Hofapotheke und Schwanapotheke.

" Kcin Austragen der Milch. Dom Samstag an mus; die Milch
in den einzelnen Eejchäftcn abgeh 0 li wcrdcn. Das bcdeutet be-
sonders für dienstboienlose Haushaltungen eine Erschwerung. dik
iticht gan; gerechtfertigt erscheint. Viele der Milchhändlcr jinv bis-
her an ihren Kunden vorbcigesahren, wcnn sie die Milch geholt
haben, und haben im Vorbeifahrcn die Milch abgcgsben. Dicse Er-
lcichlerung, die ,n Ler hcitzen Sommerzeit noch den Vorzug hatte,
datz die Milch schneller abgelöcht werLcn tonnte, fällt nun weg, ob-
wohl die matzgebenüen Stellen gerade in diesen filr dis Haussrauen
jö lschweren Zeilen alles tun mützten, um den ohnedies schwer ge-
plagten Hausfrauen ihre Tätigkeit nicht nur nicht zu erschweren, jon-
dern zu erleichtern.

" Wanu soll man Rcchnungen zahlen? Von Angehörigen der
freien Berufe wird darauf hingew'.efen, datz sich leider noch zahl-
rciche Klienten von Aerzten, Rechtsanwäiten nsw. an eine alte, a.er
völlig überlebte — Friedensgewohnhe/t halten, ind«m sie die ihnen
übcrsandten Rechnungcn gcraume Zcit liegen lasscn und dann erst
bezahlen, wenn öie Eeldentwertung jchon weitere Fortschr.tte, gemacht
hat. Jn solchsn Fällen leftcht eine den Betressencen oft nicht Le-
wutzte Benachteiligung ihres Beraters, Ler seine Honorarsätze nach
be'st'immten Jndcxzahlcn richlet und sie — Lei verzögcrler Bezahlung
— zu eryöhen Lerechtigt ist, falls sein Verland ein weiteres Simen
d«r Währung und ein Steigen Ler allgemeinen Preise festgestellt hat.
Bösöniders d>c Kreise, die setbst oon rer Not Ler Zeit wen'ger ge-
troffen sind, sollten es als eine Ehrenpflichl ansehen, di« Ange-
yörigen der freien Berufe durch sofortige Bezahlung— wie
sie sie selbst erwarten und verlangen — zu unierstützen.

* Stadttheatcr. Am Samstag ist die erste Wiederholunz der mit
grotzem Beifall aufgenommenen Operette „Der Tanz in- Elück" mit
den Damen Hertel, Sanders und den Herren Straube, Daurer und
Schneider in Len Hauptrollen. — Am Sonniag lommt „Lumpaci-
vagabundus" mit den Hcrren Daurer, Schneider nnd Heinle als
lieüerlichem Kleeblatt zur Wicderholung. — jZn der Wiederholung
des „Waffenschmied" am Moniag singt August Eriebcl die Partie des
Waffenschmieds Stadinger. Die Vorstellung ist in Mieie K..

" Vermiht wlrd seit 12. Juni, vormittags 10 Uhr, der 35jährige
verhciratete Hans Dörr von hier. Er ist 1,70 Meter grotz, hat
dunkelblondes Haar, ohne Kopfbedsckung, ist mit Llaugrauer Knie-
hose und Sportstrümpsen und weitzer Weste bekleidet und trägt
schwarze Ldermappe bei sich. Da vermutet wird, datz er stch ein Leid
angctan hat, wird um lachdienliche Mitteilung ersucht.

* Polizeibericht vom 14. Juni. Festgenommen wurde eine
Frau von auswärts, die hier von Haus zu Haus unerlaubt Eeld
sammelte, und aufgegriffen wurden 4 Obdachlose. Zur An-
zeige gelangten: zwei 17jährige Arbeiter von Schriesheim, die in
Ler Zeit vom 11. Lis 14. Juni auf einem Erundstück der Geniarkung
Handschuhsheim Erdbeeren im Werte von etwa 250 000 Mark zum
Weiterverkauf entwendeten (ein Teil der Erdbeeren konnte öe-
schlagnahmt und dem Eeschädigten wieder ausgehändigt werden),
4 Personen wegen Ruhestörung und BeamtenLsleidigung, 2 Per-
soncn wcgen groben Unfugs und Beamtenbeleidigung, 2 Fcldfrev-
ler, 1 Hän'oler von hier wegen Zuwiderhandlnng gegen die Preis-
aushangvorschrift, 6 Ausländer wsge» Nichtbeachtung der polizei-
lichen MelLeoorschrift, 6 Kraftfahrzengsührer wegcn zu raschen Fah-
rens und weitere 16 Personen wegen anderer strafbarer Handlungen.
Eestohlen wurden: am 14. Juni in einem hiesigen Hotel-Nestau-
rant ein Paket mit einem Paar Herrenschnürschuhen im Werte von
etwa 280 000 Mark, in der Nacht zum 11. Jani in Handschuhsheim
von einer Fahnenstange durch Abschneüven der Wimpel in den
Landesfarben und am 14. Juni in Wieblingen 2 junge Eänse im
Werte von 30 000 Mark.

O

k. Nnbloch, 14. Juui. Die Heuernte hat begouuen: si« fSllt setzr gut
auS. Das Kleebeu tst berett» etngebracht uud gab reicheu Ertrag. Winter-
unb Sommerfrüchte stebc» gut. Der Roggen bat bercUs verblübt, Welzeu
und Svelz beginnen »u blühen. Die Gerste bat bcretts Aehren: nur
sicht man tn den Gerften. und Haferäckcrn viel Unkraut, belondcrs
Hederich und Senf. Die Kartoffeln steben ebenkallS fchün: sie werdcn
gcgenmärtig gebackt und tetlweise fchon gebäuselt. Dickwurz unb Tabak
sind kchon gescbt und wachsen bei bcr seuchten Witterung gut an. Die
Nebcn zeigen durchschnittlich viel Samen, sie stchen vor der Blüte: nur
sollten wir jetzt besscre Wittcrung bckommen, Lamit sie rasch verblübcn
könncn, La sonst der Heuwurm Schaden anrichtet. Auch üic Garten-
gewächse steben schön, doch wollen dte Bohnen ntcht recht wachsen, da
cs ihnen su kalt tst. Gurlen stnd durch Lie kalte Wittcrung bereitS etn-
gegangcn. Kirschen gibt cs im allgemeinen wenig: man stebt auch einzcln
vollbeüangcne Bäume. Trobdem die Birnbäume vrachtooll blübten. ist
Lcr Ansatz gcring. Dagegen gibt es viel Zwetschen und Pslaumen: bie
Bäumc bcugen sich jebt schon von Ler Laft. Auch die Aroielbäume bängen
grötztenteils voll. Für die Biencn ist die nabkalte Witterung scbr
ungünstig. Schwärme gab es in Menge: ste müssen jedoch gcfüttert
werden. Der Honigertrag ist gering, da bte Akazten- und Wtesentracht
nicht ausgcnubt werden konnte.

Kirchliche Nachrichterr.

Evangelifche Gcmeinde-Gottesdieufte.

Sonntag, Len 17. Junt. Jugendsonntog.
tKollekte zum Besten ber Jugcwdarbeit.l
Heiligaeistkirche. g.SO Ubr: Stadtvfarrcr Maas, Jugendfeter.
Providenzkirchc. 8 Ulir: Stadtvikar Dill: 9.30 Ubr: Dckan Schlier,
Sugeudfeier: 11.80 Uhr: Kindcrkirche. Stabtvikar Dill.

Christuskirch«. 0.80 Ubr: Stadtvfarrcr Wcitz, Jugendfeier: ll.SO Ubr;
Kindcrlirche, Stadtvfarrer v- -Irommel.

B-rgkirch« tStadttcil Schlicrbachj. 9.80 Ubr: Stadtpsarrer GStz.
Akadcm. Kraukcubaus. 9 Ubr: Pfarracbtlfin Kräuleln Oberbeck.
Psasscnsrnnd. 9.80 Ubr: Dtadtvikar Becker.

Iobanncökirch« lStadtteil Neucnbeiw). g.SO Ubr: Sladtvfarrer
Schmitb, Jugendfcicr unter Mitwirkung des Jugendchors und Jugcnd-
ovchesters. die Cüristenlebrvilichttgen nchmen an der Feier teil: 11.15 Ubr:
Ktndertirchc, Stadtvikar Ebrle: nachm. 8 Uhr: Jugendkcicr tn der
Michaclsbasilika auf dcm Heiligenbera.

Eoangel. Kirche tStadttetl Wiebluigen). 9.S0 Ubr: GotteSbtenst.
Frlcdcnskirch« tHandschuhsheim). 9.S0 Uhr: Stadtofarrer Gila:
11 Uür: Ktndergottesdicrist. Stadtpfarrer Gilg.

Evana. Kirchenacmeinde Rohrbach. g.Sti Uhr: tz-eicr zum Jugend-
sonntag tKollektc): nachm. bezw. abcnds: GelelligeS Zusammenletn der
Jugendvcrbändc.

Evang. Kirch« Kirchho.m. 8 Ubr: Goltesbienst. Stadtvfr. Dr. Mertz:
g.SO Ubr: Jugendgvttcsdimst. Stadtvilar Pfcfferle; s Ubr: Waldfeier:
8 Ubr: Musilalische Abendandacht.

Evans.-luth. Grmeindc, Gemeindesval, Karl-Lubwlsstr. 8. SLO Ubr:
Predigt. Psarrer Wagner.

Evans. Stadtmisstou Neucubeim-HaudschubSbelm. Klelnkinberschule,
Schrödcistratze 28. DienStag abend 8.15 Ubr: Gemclnschastsbibelstunde.
Jungfranenvcrciu. Sonntag nachm. 4 Ubr. Schröderftratze 28.
Dlakoulsseubaus-Kavelle.

Sonntag, 17. Juni. Jugendsonntag. S.80 Uhr: Jäger: S Ubr:
Bibelstunde. — Donncrstag. 8.15 Ubr: Gem. Brvelstund«. Vlöck 18.
Evangel. Gemeiuschast, Ladenburgerstratze 23.

S.80 Ubr: Prcdigt. Predtgcr Gegenbcimer: 11 Uür: SonntagSIchul«:
8.80 Uür: Predigt, Prciiger Leonharbt. — Dienstag abcnd 8 Ubr: Jung-
frauenvereiu. — Donnerstag abenü 8-15 Ubr: Bibel- und Gebelstund«.

Blaukreuzvereiu, Untere Neckarstrahe 11S.

Sonntag abend 8.15 Ubr: Prebigt, Prediger Leonbardt. — Mtttivvch
abend 8.1S Ubr: Bibel- und Gcbststunde.

katholische Gemelndegottesdieust«.

Sonntag.beu 17. Juui.

Jesuitenklrch«. Samstag nachui- vou 8 Uhr <ur Beichtaelegenhett:
8.45 Ubr: Salve. Sounlag movgen oou 8 Uhr an Bcichtgelegcnbeit:
8 und 7 Ubr: bl. Meste: 8 Uür: bl. Meste mit Predigt und gemeiniamer
bl. Kommunion sämtlicher Schüler: 9.15 Ubr: Predigt und Amt: 11 Ubr:
bl. Mcste mit Prcdigt. »ugleich Schülergott.Ldienst tTellcrkollekte für die
Zweckc dcr katbolischen Eltcrn-Dercinigungenj: nachm. 2 Uür: Cbristen»
lehrc sür die Niädchcn: 2.80 Uhr: Beiver. An Werktagen um 8, 7 tDiensf
taa und Sreitog 7.20 Uhr: Schülergottesdienst) und g.15 Ubr: Sl. Mcste.

St. Annakirchc. Samstag nachm. von 3 Uhr an Beichtgelcaenbeit.
Sonntag morgcn von 8 Ubr an Beichtgelcgcnbeit: 8 Uhr: bl. Mcste mit
Prcdtgt: 8.30 Ubr: Gottesöienst für die Mitteischüler: 11 Ubr: Gottes-
dieust sür Lie Akademiker lTellerlollekt« für di« Zwecke Ler katholischeu

jkeit« S.

Eltcrn-V.relnigungcn>: nachm. 2.30 Ubr: Besver: 3.>5 Ubr: Bersammtun«
dcs 3. Ordens. An Werltagen um 7 USr: hl. Mestc.

St. Bonifatluskirche. Samstag nachm. oon 2.80 Ubr an Beichb
gelegeni-cit: 8 Uhr: Salve. Sanntag, 6 Ubr: Frübmestc: 7 Ubr: Smg
mcste mit gcmeinfamcr Sl. Kommunion fiir die Schulkindcr: 8 Usir
dcutfiche Sin<rmefs^ mit Predist: 9.15 Uhr: Prcdi?t und dentsche Lin^meffei
11 Ubr: Schülergottcsdienst mit PreLigt: 1.80 Uür: Cüristenlehrc sür bi-
Jünglinge: 3 Uhr: Herz-Mariä-Anüacht mit Segen. Donncrstag
abends 8 Uhr: Standes-Bortrag für Jünglinge, zuglcich ki'rchl. Vcrsamm-
lung dcs Jligendvereiiis.

St. Soscvtz lPfasfengrunb). 8.15 Ubr: Predigt und Leutschc Sin»
m.-ste. vorber Bcichtgclegcnhcit.

Kuratic Schlierbach. Morgcns S—7 Uhr: Beichtgcleaenbcit: ü.NI Ubr,
bl. Mcste mi! Prcdigt: 2 Ubr: CSristenlchre: 2.80 Ubr: BrudcrichastS.
Andailst znm unbeflccktcn Herzcn Mariä. An Werktagen: Mittwoch und
Samstag 7 Ubr Schülcrgottcsdicnst.

Vadische Politik.

Aus dem Landkag.

Die näch-ste Vollsitzung des Landtags wlrd am lom-
mendeu Dienstag, 19. Juui, nachmitt-ags 4 Uhr, stattstnden. Auf
d«r Tagesordnung siehen vcvschiedene Gesetzentwürfe, daruntcr auch
Las Stammgütergesetz. Soweit der Arbeltsplan Les Lanb-
tags sich üb-vsehen lätzt, wiro es laum möglich ssin, vor Mltte Julr
in die Ferien zu gehen. Aur Beratung stchen noch das Sparkassen-
.gesetz, das Eemelndefürsorgegesetz, das Bssold.ungsgesctz und Lic Ge.
setze zum Wohnunge'lau und zur Kirchensteuer. Einige dieser Gesetz-
enltwürfe liegen noch nicht einmal vor. und der Laudtag wird noch
tüchtige Arbeit leisten müssen, wenn er bis zur zweiten Hälfte des
Juli seine Arbeiten beendigen will.

Das Reblausgesetz ist vom Ausschutz für Rechtspflege und
Vcrwaltung erledigt worden. Den Inhalt des Eesetzes haben wir
kürzlich schon widdergegeSen. Es bezweckt die Aufhedung des Ladi-
schen Ecsetzes vom 16. April 1880, nachdem dicses Eesetz Lurch -i«
Reichsgesetzgebung und verschiedene Verordnungcn der Ne'chsrez.e-
rung gcgenstan'dslos geworeen ist. Berichterstaiter ist ALg. S'ack
(ZtrZ. Vei der Beratnng wurd« ein Antrag angenommen, Laß sür
die WiederLep-flanzung Ler ReLlausherde Wurzelreben aus !dsn staat-
lichen Muttergärten kostenlos geliefert werden.

5V Millronen für dke besetzten Gebiele.

Bei seinem Befucke 'in Karl-ruhe hat der Reichskanzler
dem 'bad'lschen Staatsxräsidenien 50 Millionen M. ü'Levgeben zur
Hilfe in FLllen 'Lesonöerer Not infolge sranzosischer Dedrückung,
namentlich durch Ausweisunzen.

Das neue Sparkaffengesetz.

Durch den dem Landtag zugegangenen Eesetzintwurf über
die Aenderun'g des Sparlassengesctzes soll das bisher kestehendc Srar«
rasssngesetz vom 9. Äpril 1880 deni heutigen wirtschastlichen und
Eeioöerhaltnisien angepatzt werden. Durch oie vcrän crtcu Bccyiilt-
nisse i>st der SxarLetrieL wic auch die Sparmöglichleit (in Loi>>»ark
gemessen) erheblich zurückgeaangen. Der Enlwurf regelt n,un rm
wesenilichen öie Frage, die Mtiv- und di« Passirgeschäfte die Spar-
lassen künft'iz machen dürfen. Der Ecsetzeniwurf unterscheide scharf
zwischen den kleineren und gröferen Kasjen, wobei die letzteren den
Nanien „erweiterte öffentliche Sparlasse" erhaiten, womit schon rein
äutzerlich zum Ausdruck gebracht ist, datz ihr Gsschästsbereich ein er-
weiterter ist und auch rein bankmäsjige Eeschäfte betrieben werden
dürsen, Diese llnterscheidung zwifchen tleineren und grögeren Kassen
ist notwendig, da die schwierigen Bankgeschäfte nicht ohne weiteres
jeder beliebigen kleinen Land'sparlasie gcstaitet werden dürfen. Das
Ministerium soll die Besugnis erhalten, die Sparkassen auf das Vor«
handensein der nökigen Einrichtungen und vor allen Dingen auf die
Eeeignechekt "er angestellten Beamten hin zu prüfen, «he sie unte«
die „erweiterren Sparkassen" eingereiht werden. Der Gesetzentwurf
sieht ferner vor, datz jede öffentliche Sparkasie das Depositenzeschäft»
das Depotgeschüft -betrei-ben, sowie die Vertretung öffentlicher Ver-
sicherungsanstalten übernehmen darf. Den „erwesterten Sparkasisn"
sollen weiterhin die zur Dermögensverwaltung und zur Be>riedigung
>des KieditLedürfnisses ihres Kundenkreises erforderlichen Eeschäfte
zugestanden werden. wozu auch di« Vermittlung des Kaufs und Der«
kaufs von Wertpapieren, Vevwaltung von Hypotheken usw. gehört.
Die Betätiguna im Devisen- und Sortengeschäft ist nicht in Aussicht
gcnommen. Eingehend rcgelt der Ecsctzeniwurf dann das Passio.
geschäft, wobei die Befugnisie der Sparkassen sowohl fllr das Aktiv-
wies ür das Passivgeschäst außerovdentlich crwcitert sind.

Verhaftungen in Baden.

Die badische Polizei verhastete in den letzten Tagen in drei
Fällen Personen, Lie aus München und aus Norddeutschland nach
Baden gekommen waren, um im besetzten Eebiet an der Eiseiibahir
Sprengungen vorzunehmen. Solche Sabotageakte sind unglauülich
töricht, sinnlos und jogar verbrecherisch, selbj't wenn die Attentäter
annehmen würden, sie könntcn im besetzten Eebiet den Abtrans-
port von Waren, also von deutschem Vesitz, burch die Franzosen ver-
hindern, was bekanntlich nicht der Fall ist. Fragt man sich doch,
was sie in dem besetzten Offenburger Eebiet eigentlich erreichen
wollen. Sie scheinen nicht das gcringste Verständnis rafür zn
haben. 'datz die unschuldige Bevölkerung sür solche unsinnige Taten
schwer leiden mutz. Es erfolgen seitens der Franzosen stets Represia-
lien und die Leiden der betreffenden Städte und Gemcinden wer-
den noch vermehrt. Wie sich aus dem Verhör der Verhasteten er-
gab, hat man es mit Leuten zu tun, die nationalsozialistischcu odcr
deutschvölkischen Kreisen sehr nahe stehen.

5pori - l^scfirietitsn.

l^stionslss Lpontfest clsn ff'urngsmslnäs i87S
l-Ioiclslbsrg.

Vis bsrsit» uritxeteilt. Lucket uuk ckew ?1otrs cksr Durneemsiucks
1878 s. V. Heickslbera. uutsrksld cker LckIittsckukdLbu, eiu erolls»
Xutiouule« Soortkest ststt. 2ur Lustrusuox esiuuLsu 20 Ivou-
kurreureu. rvocu 28 Vsreios 420 Neilusdwer xewelckst kubeu. bliervoit
sutlslleu 180 T'eiluekiuer uuk ckie ckuesuck-, Luköuser- uuck Kretliuesvvott-
KLiupke, Lis Lw LuwstLL, cksu 16. ckuui. ruw Lustrsr xeluuseu: euck
kiereu dukeo ois destcu eiickckeutLcdeu Sportvereius idre dleläuuseu ed-
xeLskeu. so ckuü spauneucke LLwpls ru «rvertsu siuck. vs, HuuptLueeu-
werst ricktst eick »uk ckie sw Louutsz: rur -Kustrsguus kowmeuckeu
VVettkllwpks, ru ckeueu 270 Beiloedwer ervsrtet «srckeu. uuck rvvsr
vou ckvu keksuutsLteu Vereiueu vvie: stkutrsckt CrLukkurt. 1860 k'ruuk-
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Handelsregistereinträge.

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beträgt nicht 100 006 Mark. londern 1000 000 Mark.

Hetdelbera dc- 15. Juni 1928. «mtsgericht V.

Berannvorllich für den lexliichen Jnbalt: Jul. Kraemer ln Heidel-
bera: für den Anzciacn- und Reklamctcil: C. L l a u e r, Arankfurt a. M.
Druck u. Berl.: I. G. H o l tz w a r t s N a ch f. G. m. b. H.. Krankiurt a. M.
 
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