Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 2.1910

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VAN DYCK AUF DER BRÜSSELER AUSSTELLUNG

holungen nur in ganz [eltenen Fällen um Schülerarbeiten, die von van Dyck über-
gangen find, handeln. Die meiften Repliken, ja fogar die aus der englifdien Zeit,
[teilen [ich bei näherem Vergleich als fo fchwach heraus, daß man eine Mitarbeit des
Künftlers abfolut ablehnen muß. Die Schülerarbeiten van Dycks find ebenfo ftümper-
haft und ebenfoweit von dem Meifter entfernt wie die Raffaels, Rembrandts und
anderer großer Künftler von ihren Vorbildern.

befiljt eine Replik des Doppelbildniffes in Hrundel Caftle, das den Grafen und feinen Sohn in
ganzen Figuren zeigt. Der ganze untere Teil ift jedoch, wie die Leinwand beweift, nachträglich
angefügt und die Ausführung des oberen Teiles ift fo wäffrig, daß man nicht einmal an eine
Werkftattwiederholung denken kann.

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