Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 2.1910

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KLEINE NACHRICHTEN

Großer bärtiger Kopf, rötlicher Ton. Spätetruskifch.

Kunftbefitj eines bekannten norddeutfchen Sammlers, IV. Äbteilung, Ver-
weigerung ln der Galerie Helbing, München, am 22. Februar 1910.

Die Verweigerung des Befißtums der Frau Stein-
heil geftaltete [ich am 10. Dezember 1909 zu
einem Ereignis für Leute, die den Sinnenkißel
lieben. Nie wurde in dem Hotel Drouot ein
theaterfkandalähnlicher Lärm gehört wie an die-
fern Tage. Die Preife blieben troßdem niedrig.
Bonnats Porträt der Steinheil erzielte 3600 fs.

0. G.

KLEINE NÄCHRICHTEN

FLORENZ Das hiefige kaiferliche Konfulat
ftellt in einem Berichte denExport vonKunft-
gegenftänden aus Italien ftatiftifch folgender-
maßen zufammen: Im Jahre 1908 find von Flo-
renz insgefamt 46139 Stüde Kunftgegenftände

im Werte von 4 825 250 Lire ins Ausland aus-
geführt worden, und zwar moderne Kunftwerke:
Malerei 2740 Stück im Werte von 826100 Lire,
Skulpturen 10 015 Stück im Werte von 1834950
Lire, andere Kunftfachen 31 449 Stück im Werte
von 1891510 Lire; antike Kunftwerke: Malerei
298 Stück im Werte von 147280 Lire, Skulpturen
42 Stück im Werte von 27 450 Lire, andere Kunft-
fachen 1595 Stück im Werte von 97 960 Lire.

Der Wert der aus ganz Italien exportierten
Kunftfachen betrug 8586822 Lire, woran folglich
Florenz mit mehr als 50°/o beteiligt ift. Nach
den Bezugsländern verteilt fich die Gefamtaus-
fuhr wie folgt: Deutfchland 1 907 000 Lire,
Öfterreich-Ungarn 895000 Lire, Frankreich 1633000
Lire, England 783000 Lire, Schweiz 740000 Lire,
Vereinigte Staaten 1841000 Lire.

Der Cicerone, II. Jahrg., 2. Heft. 6

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