Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 3): Süddeutschland — Berlin, 1908

Page: III
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Vorwort.

Der Band enthält: das Königreich Bayern nach Abzug der
schon im ersten Band dargestellten Regierungsbezirke Ober- und
Unterfranken und der zum Bande Westdeutschland gehörenden
Rheinpfalz; das Königreich Württemberg ganz; die hohenzollerschen
Lande; vom Großherzogtum Baden die Kreise Konstanz, Waldshut,
Villingen und Mosbach; vom Großherzogtum Hessen die Enklave
Wimpfen. Er vereinigt somit das ganze bayrische und schwäbische
Stammesgebiet nebst den südfränkischen Grenzlandschaften.

Sind auch die Grundsätze der Bearbeitung dieselben geblieben
wie für die früheren Bände (ausführlich dargelegt im Vorwort
zu Band 1), so nicht die Bedingungen der Ausführung. In dem in
Frage kommenden Gebiete ist zur Zeit die amtliche Inventarisation
vom Abschluß am weitesten entfernt. Ein vollständiges Inventar
stand zur Verfügung nur für den auf diesen Band fallenden
Teil Badens und für Hohenzollern. Vom bayrischen Inventar ist
nicht mehr als Oberbayern und etwa die Hälfte der Oberpfalz
bis jetzt veröffentlicht. Von den vier Kreisen Württembergs zwei
und ein halber. Es fehlt also alles in allem dem Flächenraume
nach zurzeit mehr als die Hälfte und, was das wichtigste ist,
gerade in dieser Hälfte liegen die denkmalsreichsten Orte: Ulm,
Augsburg, Landshut, Regensburg, Nürnberg, Eichstädt, Roten-
burg usw. Ferner sind Charakter und Wert der veröffentlichten
Inventare sehr verschieden.

Es mußten also an die unmittelbare Leistung des Herausgebers
größere Forderungen herantreten als bisher und zwar ebenso sehr
in der persönlichen Besichtigung der Denkmäler, als in der Durch-
arbeitung von Sonderschriften und Vereinspublikationen. Zum Glück

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