Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 3): Süddeutschland — Berlin, 1908

Page: 47
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dehio1908bd3/0058
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Bab

— 47 —

Back

B

BABENHAUSEN. B.Schwaben BA Illertissen. [Sch.]
Ffarr-K. Chor got. Lhs. 3sch., flachgedeckter quadratischer bar.
Hallenbau mit Stuckaturen von c. 1715. — Choraltarblatt von
J. G. Kuappich 1680. In der s Seitenkap. am Lhs. 2 vortreff-
liche Wandgrabplatten aus Sandstein mit Vollfigur der Ritter
(Rechberg f 1470 und 1477).

Schloß der Fürsten Fugger mit schöner Parkanlage, Front gegen
W mit 3 Treppengiebeln und 1 Torturm, im O ebenfalls 1 Tor-
turm. Zwei Herrenhäuser in der Richtung von W nach O, da-
zwischen niedrigere Verbindungsbauten. Schlichte aber umfang-
reiche Anlage, 1541 — 43 neugebaut. Stiegenhaus im Hauptbau
1759. Erdgeschoß des n Herrenhauses in der Tonne mit schmäch-
tigen dekorativen Netzrippen gewölbt, im oberen Stock zwei Rok.-
Säle. Aus der Erbauungszeit ein Marmorkamin.
Friedhof-Kap. Am Nebenaltar Madonna mit Kind, 1,10 m hoch,
gute Schnitzarbeit c. 1440.

BACHHAUPTEN. Hohenzollern. Inv.
Dorf-K. Schmucker Barockbau. 1. H. 18. Jh.

BÄCHLINGEN. W. Jagstkr. OA Gerabronn. Inv.
Pfarr-K. 14. Jh., 1721 verbaut. Guter ikon. Gräbst.» 1320.

BACKNANG. W. Neckarkr. Amtsstadt. Inv.
Stadt-K.0, ehem. Stifts-K. S; Pankratius. 2 rom. Türme in der M.
der jetzigen Anlage, einst am o Ende der Sschiffe einer rom. Basl.
Im Erdgeschoß aus der Mauerdicke '/skr. Nischen ausgespart: im

4. Geschoß 3 bogige Klangarkaden. Langer, hoher spgot. Chor,
im Gr. breiter als der Abstand der Türme, Netzgwbb. auf Figuren-
kragsteinen, auf der NSeite geräumige 2stöckige spgot. Sakristei,
an der Tür bmkw. Beschläge. Lhs. 1697 als einfacher Saal.
Spgot. Sakramentshäuschen und Kruzifix. Im Chor schöne
Erzplatten 1515 für Mkgf. Hermann v. Baden f 1130 und
seine Familie. — Sandsteindenkmal des G. v. Schömberg
f 1589. — Außen Gräbst, des Jac. Wygkv. Winden f 1515.

5. Michaels-K. 1693 von den Franzosen zerstört. Erhalten nur
der frgot. Chor, ein feines, stilgeschichtlich höchst bmkw. Bauwerk
nach M. 13. J. Gr. Qu.0, erweitert durch 3 Seiten des 8Ecks. Das
hohe kuppelartige Gwb. nähert den Eindruck dem eines Zentral-
baues; getragen von 9 in einem einzigen großen Schlußstein (mit
dem Bilde des Titelheiligen) zusammenlaufenden Rippen; die
Dienste in Höhe der Fensterbank auf Kragsteinen absetzend; ihre
loading ...