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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0039

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Arl

- 26 —

Aro

ARLE. OFriesland Kr. Norden.
Kirche. Rom. Tuffsteinbau. — Spgot. Schnitzaltar. Sakra-
mentshaus. Glocke 1363.

ARNEBURG. Pr. Sachsen Kr. Stendal. [K.]
Pfarr-K. Granitquaderbau, lsch. lat. Kreuz. Die Portale der
Kreuzarme rom., darüber Spitzbg. Fenster und Ziegelfries (wie
WFront des Doms in Stendal) deuten aber auf M. 13. Jh. Das
ursp. niedrige Sch. sowie der rck. WTurm im 15. Jh. erhöht.
T.-Abschluß dürftig 1849.

ARNIM. Pr. Sachsen Kr. Stendal. [K.]
Dorf-K. Sprom. Granitquaderbau von geringen Abmessungen,
noch gut erhalten, von malerischer Erscheinung. Chor und Sch.
quadr., mit Kreuzgwbb., deren Grate in einer Kuppelfläche ver-
laufen. Der rck. WTurm mit Satteldach enthält 2 Tonnengwbb.
übereinander, das obere von außen durch eine hochgelegene Tür
zugänglich. Die Gwbb. aus Ziegeln. Die Fenster ursp. nicht
verglast.

ARNOLDSWEILER. RB Aachen Kr. Düren.
Pfarr-K. Komplizierter Gemengbau aus 11., 12., 17. und 18. Jh.
Den Kern bildet eine 1 sch. rom. Anlage, der T. im Unterbau viel-
leicht noch 10. Jh. — Turaba des hl. Arnold, plumpe Arbeit aus
1. H. 15. Jh.

Haus Rath. Herrenhaus 4flügeliger Backsteinbau mit Ecktürmen,
die jetzige Gestalt aus 1. H. 17. Jh. Inneneinrichtung 18. Jh. Vor-
treffliche Büste des Marschalls Dumuy von Caffieri 1776. Der
französische Garten ziemlich erhalten.

ARNSBERG. Westf. Bezirksstadt.
Propstei-K. Hllk. aus mehreren got. Epochen, Kunstwert mäßig.
— Grabmal Kasper v. Fürstenbergf 1618 von Heinrich Gröninger.
Grabmal Friedrich v. Fürstenberg f 1646. Ehegrabstein des
Grafen Heinrich und der Gräfin Ermengard v. Arnsberg, gegen M.
14.Jh. Apostelreliefs gegen M.lö.Jh., früher an der Orgelbühne.
Obere Stadt-K. Kleine Hllk. des 14. Jh.

AROLSEN. Fürstentum Waldeck.
ResidenzschloD. Die Vorbereitungen zum Bau begannen 1710,
voll. 1725. Der erste Baumeister A. H. Horst trat schon 1713 in
fremde Dienste, an seine Stelle /. L. Rothweil (vorher am Schloß
in Weilburg). Der letztere ist der bedeutendere Künstler. Wenn
nicht auf den Plan, so doch sicher auf die formale Ausbildung
hat er den entscheidenden Einfluß gehabt. Der Gr. weitläufig
entwickelt. Die Geschoßhöhe nur 2, in den Flügelbauten z. T.
1 Geschoß. Das 11 achsige Corps de logis hat ein hohes Mittel-
risalit und kurze, vorspringende Flügel. Den breiten und tiefen
Ehrenhof sollten doppelflügelige Nebenbauten begrenzen; die
 
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