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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0488

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Süch

— 475 —

Süp

SÜCHTELN. RB Düsseidf. Kr. Kempen.
Kath. Pfarr-K. Bis auf den T. (15. Jh.) ganz erneuert. — Hoch-
altar, Schnitzbilder aus einer Antwerpener Werkstatt, Flügel und
Aufsatz neu.

Ev. Kirche. Einfacher Saalbau 1669.
Irmgardis-Kap. 1664 mit gleichzeitiger Ausstattung.

SUDERBURG. Hannover Kr. Uelzen.
Dorf-K. Der runde (roni.?) WTurm tangiert die K. ohne mit ihr
in Verbindung zu stehen.

SUDERODE. Pr. Sachsen Kr. Quedlinbg.
Ehem. Dorf-K. (jetzt Spritzenhaus) rom., T. über dem Altarhaus
(für dieses Gebiet ungewöhnlich), Apsis.

SUDKIRCHEN. Westf. Kr. Lüdinghausen.
Dorf-K. lsch. Gwb.Bau, gotisierender Bar. — Rom. Taufstein
12. Jh., reich, aber roh ornamentiert. Selbdritt A. 16. Jh., Stein.

SÜD LOHN. Westf. Kr. Ahaus.
Dorf-K. Spgot. Hllk. Backstein. Rom. WTurm. Chor 14. Jh.
Am 2teiligen, gerade geschlossenen NPortal Insclir. 1507. — Zwei
hübsche spgot. Leuchterengel, Holz, 65 cm h. Glocke 1390.

SÜGGERATH. RB Aachen Kr. Geilenkirchen.
Pfarr-K. neu. Flandrischer Schnitzaltar A. 16. Jh., gute
Qualität.

SÜLLDORF. Pr. Sachsen Kr. Wanzleben.
Dorf-K. In malerischer Lage. Bar. Umbau auf rom. Grundlage.
Kanzelaltar in feiner SpRenss. Zahlreiche Grabsteine, davon
8 aus 16. Jh.

SÜNNINGHAUSEN. Westf. Kr. Beckum.
Dorf-K. [Schlicht rom., quadr. Chor mit kleiner Apsis, rundbg.
Fenster, WTurm, nach 1870 abgebrochen und durch Neubau er-
setzt.] Sakramentshäuschen, trotz der Inschr. 1569 rein spgot.,
freistellend, nicht groß, sehr elegant behandelt. Altar, Gemälde-
triptychon um 1470. Gesticktes spgot. Kaselkreuz. Glocke
des Meisters Volker 1412.

SÜPPLINGENBURG. Braunschw. Kr. Helmstedt.
Von der Stammburg Kaiser Lothars nichts erhalten. Ver-
mutungsweise unter Heinrich dem Löwen Einrichtung einer Templer-
komturei.

Die Ordens-K. ist als Stiftung älter, ursp. für ein von Lothar er-
richtetes Collegiatstift. In der ersten Anlage flachged. Kreuzbasl.,
in 1. H. 13. Jh., wie es scheint nach einem Brande, als Gwb. Basl.
im gebundenen System umgebaut. Arkk. spitzbg. auf schlichten
Pfll., Gwbb. in den Sschiffen gratig, im Alsch. und Qsch. mit
Diagonalrippen. Reiche Formen des Übergangs. — Äußeres. Die
Gliederung der NWand mit schlanken 3/« Sil. geht auf das 12. Jh.
 
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