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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0234

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Hud

— 221 —

Hül

in den meisten Punkten noch nachzuweisen. Er sowohl als der
Aufbau bieten viel eigenartiges. Das Qhs. zerschneidet den Lang-
bau in 2 fast gleiche Teile; gleich auch im System. Demnach ist
auch der Chor ein basilikal aufgebautes Rck. ohne jegliche Kap.-
Anbauten, wie sie sonst zur Cistercienserarchitektur gehören. —
Material Backstein. Die reiche und feine Gliederung erzeugt durch
Formsteine aus wenigen Grundformen. An Konsolen und Kaptt.
Laub- und Maskendekoration aus gebranntem Ton. Das System
3teilig, die wagerechten Teilungslinien stark betont. Die Arkk.
des Erdgeschosses haben vielgliedrige Pf 11. mit Vorlagen nur an
den Fronten; die Seitenflächen glatt; die Bgg. überspitz. Eigen-
artig das verhältnismäßig hohe, blinde Triforium im 2. Geschoß.
Im 3. Geschoß fassen die auf Konsolen lagernden Gwbb. je 2 Joche
des unteren Systems in 1 zusammen (Nachklang des gebundenen
rom. Systems, wenn nicht noch eher Erinnerungen aus der nord-
französischen oder niederländischen Gotik). Dem entsprechend auf
je 2 untere Arkk. im Hochsch. nur 1 Fenster und dieses eingeordnet
in eine Wandarkatur von gestaffelten Blendbgg.
Pfarr-K. lsch. Backsteinbau aus der Zeit der Klst.-K-, sehr gut
behandelt, wie es scheint mit Benutzung der gleichen Formsteine.

HUDEMÜHLEN. Hannover Kr. Burgdorf.
Dorf-K. Chor 1424, Sch. 1768. — v. Hodenbergsche Epitaphe.

HUETH. RB Düsseidf. Kr. Rees.
Schloß. Rck. Anlage zwischen Gräben. Vom alten Bau des 14. Jh.
der mittlere und o Trakt der Vorburg mit starkem, rundem Eck-T.
Hauptbau 2. H. 18. Jh. umgebaut unter Beseitigung der got. Giebel.
Reste der Rok.Dekoration. Kamine mit Inschr. 1410 (erneut).
Vlämische Gobelins 17. Jh.

HUGENPOET. RB Düsseidf. Kr. Düsseidf.
Schloß. Zuerst genannt im 13. Jh. Neubau 1647 ff. für J.W.
v. Nesselrode durch kölnische und holländische Künstler. Vorhalle
und Treppenhaus bmkw. Im Erdgeschoß 4 Kamine aus Haus
Horst bei Essen, bez. 1577, 78, brillante Arbeiten der niederlän-
dischen Richtung. Gemäldesammlung (Fr.Floris, Otto van Veen,
M. Heemskerk, M. Cocxie, Terborch, Wathau, Netscher).

HUISBERDEN. RB Düsseidf. Kr. Kleve.
Pfarr-K. 1 sch. got. Backstein bau von 4 J. — Tauf stein E. 15. Jh.,
4 Reliefs (gleichartige in Ginderich und Dornick). Im Hochaltar
Kreuzigungsgruppe, fast lebensgroß, um 1530.

HÜLCHRATH. RB Düsseidf. Kr. Grevenbroich.
Schloß. Das Hochschloß aus 14. Jh. hat eine kreisrunde Ring-
mauer mit halbrunden Türmen. Starker 4eck. Haupt-T. Wehr-
baulich interessante Einzelheiten.
 
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