Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0508

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
War

— 495 —

War

Raum und Einzelformen, an den Wanddiensten Apostelstatuen.
— Am Qsch. bmkvc. gotisierend spgot. Portal; darüber 2 Köpfe
eingemauert, bärtig, Kronen.

S. Maria (Altstädter K.). Frgot. Hllk. mit schmalen Sschiffen, Schafte
rund, von den 8 Diensten die 4 jungen ausgekragt (vgl. Ober-
marsberg). — Schönes spgot. Stand kreuz, Silber.
Dominikaner-K. (ev.). Schlichte frgot. Hllk., beg. nach 1281, un-
symmetr. 2sch.; turmlos; Chor 13. Jh., gutes hochgot. Maßwerk.
Spätestgot. Kanzel.

Rathaus. Einfach renss., 16. Jh. Die Laube diente als Straßen-
durchfahrt (rest. und erhöht).
Fachwerkhäuser im Typus von Höxter.

WARCHAU. Pr. Sachsen Kr. Jerichow II. [K.]
Dorf-K. Sprom. Granitbau A. 13. Jh., Sch. und Chor flachgedeckt,
Apsis mit Halbkuppel. An der NSeite das gegliederte Portal und
die Fenster aus Ziegeln gemauert. — Kanzel, gut, 1720.

WARENDORF. Westf. Kreisstadt.
Stadt-K. Nach Brand 1404 völlig erneuert als Hllk. in 3 nahezu
gleich breiten Sch. und 4 J. Das erste Joch schließt den alten
frrom. T. ein. Der Chor erscheint als Verlängerung des Msch.
um 1 J. nebst 5/8 Schluß. Ober dem Lhs. 4 quergestellte Sattel-
dächer mit entsprechenden Seitengiebeln, der Chor mit gesondertem
Walmdach. An den 3teil. Fenstern in den OTeilen geometrisches
Maßwerk, in den WTeilen Fischblasen. Das Außere schlichter
Bruchsteinbau. Owb. aus Backstein. — Die nach Verwüstung
durch die Wiedertäufer prächtig wiederhergestellte Ausstattung
erst im 19. Jh. zum großen Teil vernichtet. Erhalten haben sich aus
got. Zeit eine Sakramentsnische mit schlanker Krönung und Chor-
stühle; aus der Barockzeit die WEmpore, die Kanzel, ein großer
S. Christoph. Die Glasgemälde in 2 Fenstern neben dem Hoch-
altar und eines der OWand des NSch. sollen aus alten Votiv-
scheiben von Bürgerhäusern zusammengesetzt sein. [Altarbild von
Conrad v. Soest 1414 im Mus. zu Münster.]
Neue Kirche. Gegr. im 12. Jh. Der jetzige Zustand des 1 sch.,
gerade geschlossenen Baues von verworrenem Stilcharakter; rom.
Mauerteile noch vorhanden; Fenster und Türen spgot. 15. und 16. Jh.;
Gwb. und anderes aus Rest, nach Brand 1741. Aus derselben
Rest, die Ausstattung. Hungertuch in Filetarbeit, 1849 gründ-
lich rest.

Franziskaner-K. gew. 1673. lsch. mit Holzgwb., 3 seit. Schluß
rundbg. Fenster. — Altäre 1780 von Rinklagc und Mertens.
Klostergebäude 17. und 18. Jh. Portal mit Umrahmung in Knorpel-
manier 1683.
 
Annotationen