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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0183

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Hai

— 170 —

Hain

dorf,. im Weingarten. — B. Steinhäuser. Im 15. und 16. Jh.
gelegentlich genannt, keines erhalten. Aus 18. Jh.: Garbenstr. 15,
Landgericht am Domplatz 3 v. Spiegeische Kurie Domplatz 36,
Judenstr. 16.

HALDERN. RB Düsseidf. Kr. Rees.
Pfarr-K. Alt nur der WTurm, unten 13. Jh. (Tuff), oben 15. Jh. (Back-
stein. — Triptychon, Gemälde der Kreuzigung und 4 kleinere
Passionsszenen, im Charakter der Soester Schule in 2. H. 15. Jh.

HALLE. Westf. Kreisstadt.
Stadt-K. Ursp. lsch. Gwb. Bau M. 13. Jh., quadr. Chor, im Lhs.
2 niedrige steigende Kreuzgwbb., WTurm. In spgot. Zeit ein
s Ssch. hinzugefügt.
Fachwerkhäuser meist 17. Jh.

HAMBACH. RB Aachen Kr. Jülich.
Pfarr-K. Einheitlicher got. Saalbau, A. 15. Jh., 4 J., schmale Kreuz-
gwbb. in exakter und anmutiger Linienführung, Schluß 7/ia, vor-
tretender WTurm. — Wappengrabstein der Herren v. Pallant
1515. Graziöse Monstranz, wahrschei nlich 1576, Formenspätestgot.
Burg. Umfängliche Anlage aus sp. Ma., erneuert 1548—63, jetzt
halb Ruine. Loggia italienischen Stils „von Pasquaänl.
Haus Obbendorf. Beispiel eines kleineren Herrenhauses in ein-
fachster Backsteinrenss.

HAMBORN. RB Düsseidf. Kr. Ruhrort.
Ehem. Prämonstr.-Klst., gegr. 1137. Die K. got. Hllk. von 5 J.,
erneuert nach Bränden E. 16. Jh. Am WTurm Reste von rom.
Dekoration. — Am bar. Hochaltar Gemälde der Kreuzabnahme
aus der Schule des Rubens. Verschiedene andere Gemälde aus
derselben Schule. Taufstein E. 15. Jh.

Das im sp. 16. und im 18. Jh. umgebaute Klst.Gebäude enthält
einen vermauerten rom. Kreuzgang.

HAMELN. Hannover Kreisstadt. [D.]
Münster S. Bonifatius. Große, wesentlich frgot. Hllk. mit älteren
Resten und jüngeren Zubauten. Der Bau ist reich an schönen
Einzelheiten, aber in der Verbindung des Jüngeren mit dem Älteren
so verworren, daß mit bloßer Wortbeschreibung ein deutliches
Bild nicht gegeben werden kann. — Krypta. 3 Bauzeiten. Ältester
Teil der mittlere unter dem Chor 2. H. 12. Jh.; hochräumig; un-
gewöhnlich schlanke Sil. mit Würfelkaptt., die Gwbb. ohne Gurten.
Erste Erweiterung nach W; hier die Gwbb. mit Quergurten.
Zweite Erweiterung nach O, veranlaßt durch die got..Verlängerung
des Chors. Oberhalb der Krypta ist der Vierungsraum um 8 Stufen,
das Chorhaus um weitere 10 Stufen überhöht. — Der Chor
schloß in rom. Zeit mit Apsis. Die got. Verlängerung, um 1300,
schließt platt. — Querschiff langsam erneuert, c. 1230—60. Der
 
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