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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0191

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Har

— 178 —

Har

Die ursp. einfache Backsteinarcht. 1877 mit reichen Giebeln ver-
sehen. — Gemäldesammlung, gute Niederländer des 16. und
17. Jh. Bilderhandschriften.

HARPEN. Westf. Kr. Bochum.
Dorf-K. Kleine rom. Gwb. Basl. aus 2 Doppeljochen mit quadr.
Chor. Die Gwbb. des Lhs. Hängekuppeln, die Gwbb. der Sschiffe
variierend zwischen Stichkappentonnen und kuppeligen Kreuzgwbb.
In got. Zeit Anfügung einer polyg. Apsis. Ein WTurm war vor-
handen, der jetzige neu. Mauerwerk in Bruchstein, einfachste
Formen. — Taufstein, Kufe mit Blattfries, 12. Jh. Steinrelief
mit Anbetung der Weisen A. 16. Jh. Spgot. Sakramentshäuschen,
Wandnische mit turmartiger Krönung.

HARSEFELD. Hannover.
Ehem. Kloster-K. gegr. A. 11. Jh. Jetzt got. Hllk. 14:27 m, an der
OWand 6/io Chor. Ein paar neben der Orgelbühne eingemauerte
Kaptt. und Konsolen im Oberg. Stil des 13. Jh. bekunden den
damaligen Bau als einen ansehnlichen.

HARSEWINKEL. Westf. Kr. Warendorf.
Dorf-K. neugot. 1860. [Die alte K. war eine 2joch. Hllk., 15 m br.
und nur 10 m 1.] Erhalten ein rom. Taufstein, einige Meßgeräte
und Paramente und eine Glocke von 1354 mit Inschr. Funera
deplango. filebem voco. fulgura frango, vielleicht der älteste Beleg
für diesen in leichten Varianten oft wiederholten, besonders auch
in Westfalen beliebten Spruch (Motto zu Schillers Glocke).

HARTLEBEN. Pr. Sachsen Kr. Halberstadt.
Dorf-K. Chor 14. Jh., Sch. 1601, T. rom. mit Renss.Haube. Kanzel-
altar 18. Jh. Taufstein 1602, gut handwerklich.

HARTENBERGER FORST im Harz. Braunschw. Kr. Blan-
kenburg.

1887 freigelegte Grundmauer eines kaiserlichen Jagdhauses aus
11.—12. Jh. Hauptgebäude Rck. von 8:35 m, darin Kapellenraum
mit OApsis. Spuren eines großen Wirtschaftshofes.

HARZBURG. Braunschw. Kr. Wolfenbüttel.
Burg (Ruine). Bekannt aus der Geschichte Kaiser Heinrichs IV.
Zerstört im 17. Jh. Die in den Grundmauern erkennbare umfang-
reiche Anlage wesentlich aus sp. Ma. — Im nahen Krodotal von
einer rom. K., wohl einer kleinen Stifts-K., Reste ausgegraben.

HARZGERODE. Anhalt Kr. Ballenstedt. [K.]
Pfarr-K., den rck. rom. WTurm erhaltend, spgot. mit3seit. OSchluß
erneuert, dann nach N erweitert; 1699 gründlicher Umbau, mächtige
geschieferte Turmhaube, Inneres mit hölzernem Tonnengwb., Fürsten-
laube und Emporen.
 
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