Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

Page: 409
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Ott

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Päd

solen. Eingezogener 5/gChor. — Got. Pietas, eine von den
besseren dieser in Westfalen häufigen Darstellung. Glocke 1473.

OTTERNDORF. Hannover Kr. Hadern.
Kirche. Chor 1585. 3sch. Halle mit geradem Schluß. WTeile
jünger. — Taufbecken aus Glockengut 14.Jh. Moseskanzel
17. Jh.

OVERATH. RB Köln Kr. Mülheim.
Pfarr-K. Kleine flachgedeckte rom. Pfl.Basl. in 4 Achsen. Von
den 3 Apsiden die mittlere mit gewölbtem quadr. Vorchor, die
seitlichen desgl. mit einem schmal-rck. Stattlicher schlanker WTurm
aus 2. H. 12. Jh., unten ungegliedert, die beiden folgenden Geschosse
mit Mittellisenen und Blenden, das letzte mit gekuppelten Schall-
öffnungen, Wendeltreppe im äußeren Winkel. — Ausstattung
17. Jh.

In der Nähe die Burgruinen Groß-Bernsau und Wilkrath, wenig
erhalten.

OYTHE. Oldenbg. A Vechta.
Dorf-K. Oberg.Stil 13. Jh. Findlinge, Einfassungen in Sandstein-
quadern. Im Lhs. 3 quadr. frgot. Gwbb., hochbusig, sehr niedrige
Kämpfer. Rundbg. Fenster erhalten. Quadr. Chor. WTurm.

P

PADDINGBÜTTEL. Hannover Kr. Lehe.
Kirche. Typische rom. Anlage des Landes Wursten, gestrecktes
Rck. mit gewölbtem quadr. Chor und entsprechendem WTurm
ohne Außentür. Mauern teils Granit, teils Sandstein, Giebel Back-
stein. — Guter spgot. Schnitzaltar. Kanzel in zierlicher
Renss. 1652.

PADERBORN. Westf. Kreisstadt. [D.]
Dom S. Maria, S. Liborius und S. Kilian. Gegr. 777 (?) als Sal-
vators-K. Der an Wert und Umfang bedeutendste Teil in romani-
sierender FiGotik des 13. Jh., ein kleinerer aber für die Kunst-
geschichte Westfalens wichtiger frrom. Teil 11. Jh. E. 19. Jh. ein-
greifende, von Willkür nicht freie Rest.

I. Neubau unter Bischof Meinwerk (reg. 1009—1036). Von ihm
erhalten der WChor. Er liegt im Erdgeschoß eines mächtigen, in
4 Giebel endigenden T. Gr. Quadr. von 13,7 m äußerer Seitenlänge
und 2,4 m unterer Mauerstärke, Giebelspitzen 43 m h.). Bis zur
Hälfte seiner Höhe gänzlich ungegliedert, tür- und fensterlos. Von
hier bis zu den Giebelanfängen jederseits 4 Reihen von 4 gekuppelten
Schallöffnungen, dann noch 3 Reihen innerhalb der Giebel in ab-
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