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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0053

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Ber

_ 40 —

Ber

Stadtmauer um einen rck. Hof gelegen; der Kreuzgang mit Holz-
decke; von den beabsichtigten Gwbb. des WFlügels sind mir die
Anfänger vorhanden.

Wolfgangs-Kap., rck. spgot. 1480 (Inschr.), 1704 zum Hospital
umgebaut.

Stephans-K. im Dorfe Waldau (unbenutzt, als Baudenkmal whgest.).
Steinbau E. 12. Jh., Sch. und Chor flachgedeckt, rd. Apsis mit
Halbkuppel; Chor und Triumphbg. mit profilierten Kämpfer- und
Sockelgesimsen; SPortal von 2 Sil. umschlossen. Die K. ist ein
gutes Beispiel dieses nach O hin weit verbreiteten Typus. — Der
rck. WTurm A. 13. Jh. angefügt, in der OWRichtung auffallend
schmal, erreicht auch in der NSRichtung nicht die Breite des Sch.,
ist deshalb nur von schmächtiger Wirkung; über dem Erdgeschoß
spitze Tonne mit Stichkappen, nur vom Sch. aus zugänglich (wie
meist an den rom. Dorfkirchen dieser Landschaft); die gepaarten
Schallöffnungen auf Säulchen mit Kämpfersteinen.
Herzogl. Schloß auf steiler Kuppe über der Saale, ausgedehnte
malerische Anlage M. 16. Jh. bis A. 18. Jh. Aus dem Ma. stammt
noch der gewaltige, aus Sandsteinquadern errichtete rd. Bergfrid.
Vorherrschend der Eindruck der Bauzeit um 1565; das Einzelne
schlicht, am Langen Gebäude die Dachgiebel untereinander ver-
bunden; an den Erkern desselben Baues figürl. Schmuck, reformator.
Fürsten und Tugenden. — Reitbahn Putzbau 1707. Orangerie
reiche Sandsteinfront 1732.

Reste der städt. Befestigung; der Nienburger Tor-T. quadr.; mit
Giebeln wie am Schloß.

Wohnhäuser. Am 1895 erb. Kreishause Portal 1621 mit Sitz-
nischen, vom Jenaischen Hause in Güsten übergeführt. — Markt 28,
ehem. Regierung 1745. — Breite Str. 103, Fachwerk 1550; 58,
Portal 1568; 25, um 1600 mit bar. Portal; 115, 1775.

BERNDORF. Fürstentum Waldeck.
Dorf-K. Rom. Gwb. Basl. ohne Qsch. Quadr. Chor. Quadr.
WTurm, Lhs. in 2 Doppeljochen des gebundenen Systems. Nie-
drige Pf 11. von einfachster Behandlung, über den Sschiffen Tonnen-
gwb. mit Stichkappen.

BERNE. Oldenbg. A Elsfleth.
Dorf-K. Verhältnismäßig große Hllk. um oder nach M. 13. Jh.,
Oberg.Stil westfälischen Charakters. 3x3 quadr. Kreuzrippen-
gwbb. auf kreuzf., mit l/s Sil. besetzten Pfll. Der WTurm und die
NWand aus einem älteren lsch. rom. Bau (der Ort entstand
M. 12. Jh. als Ansiedlung der Stedinger). Der Chor jünger als das
Lhs. An den Langseiten gehören die in Backstein ausgeführten
Giebel der 3 von N nach S durchlaufenden Satteldächer gleichfalls
 
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