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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0522

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Wich

— 509 —

Wie

WICHTERICH. RB Köln Kr. Euskirchen.
Pfarr-K. Schlichte kräftige rom. Pfl.Basl., etwa M. 12. Jh. Im
Lhs. 5 Achsen. Etwas eingezogenes quadr. Chorhaus mit Apsis,
desgl. am Schluß der Sschiffe. Starker einfacher WTurm. Bis auf
teilweise got. Veränderung der Fenster und Einziehung hölzerner
Gwbb. wenig verändert. Taufstein 12. Jh. Glocken 15. Jh.

WICKEDE. Westf. Kr. Dortmund.
Dorf-K. 13. Jh. im rom. got. Oberg. Stil. Das quadr. Gemeinde-
haus geteilt in 3 Sch. und 2J. mit Hängekuppeln, im quadr. Chor
aufgesetzte Rippen mit Rundschilden, im n Ssch. 2teilige, einhüftige
Kuppelgwbb. Fenster zu 2 und 3 gruppiert, im Chor mit Ring-
säulchen besetzt, darunter Kleeblattblenden. SPorlal mit Kleeblatt-
schluß in rundbg. Blende. Schlichter WTurm, oben mit Reihe
einfacher Fenster (alt?).

WICKRATHBERG. RB Düsseidf. Kr. Grevenbroich.
Pfarr-K. Am Chor rom. Reste, das übrige im 15. und 17. Jh.
gänzlich umgebaut. WTurm mit origineller Krönung. Hübsche
Rok. Ausstattung. Glocke 1449.

WIEDELAH. Hannover Kr. Goslar.
Schloß. Ziemlich reicher Renss. Bau, Inschr. 1595, 1602.

WIEDENBRÜCK. Westf. Kreisstadt.
Ehem. Kapitel-K. S. Aegydii. Chor und Qsch. romanisierend frgot.,
Lhs. entwickelt got. (15. Jh., falls das Fischblasenmaßwerk der
Fenster mit dem Baukörper gleichzeitig). Das Qsch. aus 3 Quadr.,
Hängekuppeln mit 8 aufgesetzten Rippen, Pfl. kreuzf. mit Eck-
säulchen. Die Apsiden am Qsch. auf 5 Seiten des 8 Ecks. Haupt-
chor 1869 abgebrochen; nach Lübke war er aus dem gleichen
Polygon geschlossen und „in reizvoller Weise gegliedert". Die
Fenster der Nebenapsiden schlank spitzbg., Gewände gegliedert
und mit Säulchen ausgestellt. Portal an der NFront des Qsch.
rom. organisiert, aber got. in der schlanken Proportion und im
spitzbg. Schluß; Knospenkapt.; die Rundstäbe der Archivolte haben
im Scheitelpunkt Ringe; das Tympanon ist kleeblattförmig ausge-
schnitten. An der SFront Gruppe von 3 Fenstern und im Giebel
3 teil. Nische mit Kleeblattschluß. Im ganzen tritt in diesen Bau-
teilen der Oberg. Stil mit einer leichten, knappen Eleganz auf, die
für Westfalen ungewöhnlich ist. — Das Lhs. ist Hllk. von 3 Sch.
und 3 J. Die Sschiffe sind bis an die Flucht der Kreuzflügel vor-
gerückt, wodurch für sämtliche Gwbb. der gleiche quadr. Gr. ge-
wonnen wird. Die Sschiffe haben Querdächer. — Von der spgot.
Ausstattung: prächtiges freistehendes 6seit. Sakramentshäuschen;
Wandtabernakel, vor dessen jetzt vermauerter Nische eine Marien-
statue (halbierte Doppelmadonna) angebracht ist; Sedilien-
nische; Taufstein in originellem Aufbau und besonders reichem
 
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