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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0058

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Bis

— 45 -

Bla

Ruine der K. zum hl. Kreuz („Goldene Laus"), erhalten nur der
trümmerhafte WTurm, Granitquaderbau wie die Pfarr-K-, im Innern
Tonnengwb.

BISPERODE. Braunschw. Kr. Holzminden.
Dorf-K. 1716, einfacher rom. T. — Glocken 1415, 1540 beide mit
Bildwerk.

Schloß 1695, tiefe Hufeisenanlage, Behandlung einfach.

BISPINGEN. Hannover Kr. Soltau.
Dorf-K. Feldstein, Flachdecke. — Messingenes Taufbecken auf
3 ganz rohen Tragefigg. 1306.

BISSENDORF. RB Osnabrück Kr. Melle.
Dorf-K. um 1250, einfaches Rck., gewölbt. — Feiner spgot. Schnitz-
altar.

BLADENHORST. Westf. Kr. Bochum. Inv.
Schloß. Regelmäßige Wasseranlage des sp. 16. Jh. in Backstein-
rohbau; die 2 niedrigen Geschosse durch einen Fries aus grünen
Ofenkacheln getrennt; polygonale Ecktürme.

BLANKENBERG. RB Köln Siegkr.
Pfarr-K. Saalbau des 17. Jh. mit frgot. Chor nach M. 13. Jh.;
zierliche Gwb. Ausbildung nach 5/s Schema, schlanke gewirtelte
Gruppendienste. — Taufstein und Weihwasserstein rom., son-
stige Ausstattung bar. Die älteste Glocke 13.—14. Jh., die an-
dern 1429 und 1660.

Burgruine. Sehr umfangreich und in guter Erhaltung. Hauptburg
und Vorburg E. 12. Jh. An der SOEcke Bastions-T. um 1500.
Der große schwere Bergfrid auf c. 15 m H. erhalten. Die mit der
Burg verbundene Stadtbefestigung um 1400. Die Gesamtanlage nach
ähnlichen Grundsätzen wie auf dem linken Rheinufer Nideggen.

BLANKENBURG. Braunschw. Kreisstadt. [St.]
Bartholomäus-K. Zum ehem. Cisterc.-Nonnen-Klst. Älter als die
erste urkundl. Nennung desselben (1269). Ursp. 3sch. rom. Gwb.-
Basl. mit Stützenwechsel und Türen (uncisterciensisch). Frgot.
Chorverlängerung in 2. H. 13. Jh. Hochgot. Umbau des Lhs. als
3sch. Hllk. (mit flachen Decken?). 1586 gotisierende Holzgwbb.
Rest. 1891. — Gegenwärtiger Zustand: rck. WTurm mit got.
Glockenhaus; an den Pf 11. des Lhs. rom. Kämpfer, Zwischenstützen
entfernt. Der rom. Teil des Chorhauses wird von verlängerten
Sschiffen begleitet. Die frgot. Verlängerung schließt in s/io- Über-
wölbung des ganzen Chors mit 3 rck. Kreuzgwbb. — Reiche bar.
Altarwand 1712. Steinerne Kanzel mit Reliefs 1582. Triumph-
kreuz mit Maria und Johannes um 1500. 4 Stifterfigg. aus
Stuck, lebensgroß, zu zweien gepaart, rom. 13. Jh., nicht mehr als
handwerksmäßig und z. T. sehr beschädigt. Zahlreiche Grab-
 
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