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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0062

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Bof

- 49 -

Bon

Pyramiden dach gekennzeichnet (bei der letzten Rest, um V3 niedriger
hergestellt). — Marmoraltar 18. Jh. mit Qnadenbild (sitzende
Muttergottes) aus 14. Jh. Im Mittelfenster des Chors vortreffliches
Glasgemälde aus A. 16. Jh. — Marmorepitaph v. Schwarzen-
berg f 1599.

Ehem. Klostergebäude. Sommerrefektorium 1732; an der2gesch.
Fassade sind Sil. mit prächtigen sprom. Basen und Kaptt. wieder-
verwendet. Ebenso an einem Heiligenhäuschen am Ausgang des
Dorfs. 2 ähnliche in der Umgegend.

BOFFZEN. Braunschw. Kr. Holzminden.
Dorf-K. 1730. Saal mit Holztonne. Schlichter Kanzelaltar. —
Bauernhaus 1597.

BOISHEIM. RB Düsseidf. Kr. Kempen.
Pfarr-K. 1487 (Inschr.). Kleine 3joch. Hllk. auf quadr. Gr., Msch.
überhöht, 5/s Chor, WTurm. — Zierliches Sakramentshäuschen
mit Abendmahlsrelief. Tauf stein rom., äußerst roh, deshalb das
Alter schwer zu bestimmen, 11. Jh.?

BOKE. Westf. Kr. Büren.
Dorf-K. Rom. Gwb.Basl. A. 13. Jh. Genaue Wiederholung der
K. in Hörste. — Rom. Taufst, mit Reliefs.

BONN. Rheinpr. [D.]
Münster. Eccl. ss. Cassii et Florentii zuerst genannt 788, das zu-
gehörige Klst. 804. Durch die Normannen verwüstet 881. Nicht
berichtet, aber durch den Bau selbst erwiesen ein vollständiger
Neubau 1. H. 11. Jh. Von ihm erhalten die Krypta, das o Chor-
haus bis 3ji H. und der WChor. Ausbau des Chors und Kreuz-
gangs M. 12. Jh., Qsch. 2. H. 12. Jh. Beschädigung in den Kämpfen
zwischen Philipp v. Schwaben und Otto IV. Wölbung der OTeile
und Neubau des Lhs. unter Propst Oliverius (1205—24). Damit
im wesentlichen in jetziger Gestalt vollendet. Beschießung und
Brand 1689. Letzte Rest. 1883-89.

Maße: ganze L. 76,5 m; Lhs. allein 31 m L, 21 m br.; Chor 27 m L,
9 m br.

Die K. des 11. Jh., deren Hauptabmessungen sich nicht verändert
haben, war eine kreuzf. Basl. mit stark verlängertem Chor und je
2 verhältnismäßig kleinen runden Treppentürmen am o und w Ende.
OChor. In der Außenarcht. der Längsmauern scheiden sich die
Bauzeiten sehr deutlich: unten flache Blenden, deren Bg. wechselnd
aus Tuff und römischen Ziegeln gemauert sind (wie in S. Pantaleon
und S. Cacilia zu Köln), oben spitzbg. Blenden. Das innere System
hat geschlossene Wände, im Schildbg. Okulusfenster, die spitzbg.
Gwbb. gleichzeitig mit denen des Qsch. Hervorragend schöne
Schmuckformen: in Kämpferhöhe Rankenfries mit Tieren und
Dehio, Handbuch. V. Bd. 4
 
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