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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0262

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— 249 —

Köln

Bmkw. got. Schnitzaltar, schlecht erhalten. — Rom. Tauf-
stein, am Fuß 4 anspringende Löwen. — Spgot. Kreuzigungs-
gruppe.

Lamberti-K. An einem Strebepfl. bez. 1483. Spgot. Hllk. mit
Benutzung reich ornamentierter rom. Pfl. Reste. Chorschluß in

3 polyg. Apsiden. — An den Pfll. spgot. Apostelstatuen. —
Zierlicher Levitensitz, Stein. Bronzener Taufkessel 1504 von
zwei Gießern aus Dortmund, ähnlich dem in der dortigen Rei-
noldi-K. — 2 Sandsteinepitaphe von Gerhard Gröninger,
1624, 1632.

Jesuiten-K. S. Ignatius. 1675—92 vom Laienbruder Anton Hülse,
Mächtiger lsch. Raum mit 5 schmalen auf 14 m gespannten Kreuz-
rippengwbb.; flacheSeiten-Kapp.; zwischen ihnen und den Schildbgg.
Okulusfenster. — Mobiliar unter Leitung des Bruders Heinr.
Baumkers; sehr brillant und vollständig einheitlich; der kolossale
Hochaltar 1693, im Aufbau nahe verwandt dem Paderborner; die
prächtigen Beichtstühle 1700.

KOFFEREN. RB Aachen Kr. Erkelenz.
Rektorats-K. Das rom. Sch. aus IL—12. Jh. ist später 2sch. er-
weitert und mit got. Chor versehen.

KOHLHAGEN. Westf. Kr. Olpe.
Dorf-K. 1705 in gotisierendem Barock ähnlich Heinsberg. 3 Altäre
aus der Erbauungszeit. Plumpes got. Schnitzbild, Pietas.

KÖLBIGK. Anhalt Kr. Bernburg.
Prämonstrat.-K., verdorben, Scheune, quadr. sprom. WTurm mit

4 Giebeln und gepaarten Schallöffnungen.

CO L BORN. Hannover Kr. Lüchow.
Kapelle. Got. Schnitzaltar, zahlreiche Grabsteine der v. d.
Knesebeck.

KÖLN. [Dehio, Rahtgens.]
Stadtanlage. Der in dem heutigen Stadtplan noch deutlich zu
verfolgende Anbau der Stadt vollzog sich im Laufe des Mittel-
alters in einer dreimaligen Erweiterung der noch jetzt den Kern
bildenden römischen Colonia Agrippinensis. Die Römerstadt um-
schrieb, unter Benutzung einer natürlichen, nach S etwas aus-
gebuchteten Erhebung, ein dem Quadrat genähertes 4 Eck. Die
OSeite etwas vom Rhein abgerückt. Die NOEcke am Chor des
heutigen Doms. DieNSeite entlang derKomödienstr. bis zum Klaren-
turm (s. u.). Die WSeite vorbei am jetzigen Chor der Apostel-K.
und durch die Clemensstraße. Die SSeite entsprach dem Straßen-
zug Rotgerberbach, Blaubach, Mühlenbach. Nach den Zerstörungen
der Völkerwanderungszeit erfolgte eine dichtere Neubesiedlung zu-
nächst nur im östlichen, nach dem Rhein zu gelegenen Teil der
Römerstadt, in der NEcke mit dem fränkischen Königshof (später
 
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