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Dehio, Georg
Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler (Band 5): Nordwestdeutschland — Berlin, 1912

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https://doi.org/10.11588/diglit.11108#0050

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Ben

— 37 -

Ber

schmucklos bis auf die Festons über den Fenstern. Vorzüglich in
den Gesamtumriß eingepaßt das konvex geschweifte Dach mit
reizend gezeichneten ovalen Mansardfenstern. Inneres: in der Mitte
Vestibül und runder Kuppelsaal, zu dessen Seiten 2 ovale Licht-
höfe. Graziöse Ausstattung. Skulpturen von Verschaffen. — Der
ausgedehnte Garten gut erhalten.

BENSBERG. RB Köln Kr. Mülheim.
Altes Schloß. Gegr. im 12. Jh. von den Grafen v. Berg, wieder-
holt ausgebaut, im 17. und 18. Jh. verfallen. Der 5eck. Bergfrid
im Unterbau rom.

Neues Schloß (Kadettenhaus). Erb. 1706—10 von Kurfürst Johann
Wilhelm, Oberbaudirektor Graf de Alberiis. Der Gr. zeigt eine
reiche, aber streng symmetrische Bewegung. Die weit vorge-
schobenen Seitenflügel springen staffeiförmig ein; der offene, äußere
Hof hat 75 m Breite und 50 m Tiefe, der innere, ebenfalls offene
verengt sich auf 40 m Breite und 20 m Tiefe; der den Abschluß
bildende Mittelbau, jetzt geradlinig, zeigte ursp. nochmals einen
Rücksprung. Während im Gr. die Abhängigkeit von Versailles
sofort in die Augen fällt, haben die Einzelheiten einen kräftigen
italienischen Bar.Charakter; doch ist an dem lange verwahrlost
gewesenen Bau jetzt vieles vernichtet. Die einst prächtige Innen-
ausstattung hat zuerst in der Revolutionszeit durch die Einrichtung
des Schlosses als Spital große Einbußen erlitten; 1805 wurden die
eingelassenen Wand- und Deckenbilder nach Bayern gebracht; dann
die radikale Adaptierung 1838—42. Geblieben sind die Stuck-
dekorationen einzelner Teile und in den (sonst ganz veränderten)
Treppenhäusern die Kuppelfresken von Pellegrini.

BENTHEIM. RB Osnabrück Kreisstadt.
Kath. K. 1674. Ref. K. 1696.

Schloß. Sehr ausgedehnte Anlage des 15. und 16. Jh., im ganzen
gut erhalten. Schloß-K. mit rom. Resten, M. 13. Jh. Auf dem
Hof rom. Crucifixus, der „Herrgott von Bentheim".

BENTLAGE. Westf. Kr. Sleinfurt.
Schloß spgot. und renss., als Archt. ohne Bedeutung. In der
Kap. wertvolle Skulpturen: 2 spgot. Steinreliefs (zusammen-
gehörig, aber in welcher ursp. Funktion?), Kreuzigung und hl. Sippe,
bieten in Anordnung und Stil viel Eigentümliches. Got. Ante-
pendium von Stein. Maria und 4 Apostelstatuetten eben-
falls Stein, zusammengehörend mit 4 Statuetten im Krankenhause
zu Rheine von Heinrich Belde?isnyder.

BERG VOR NIDEGGEN. RB Aachen Kr. Düren.
Pfarr-K. Kleine rom. Pfl.Basl., got. eingewölbt, Ssch. neu.
 
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